02. Mai 2013
Es gibt Bücher, bei denen ist man zum Schluss hin einfach froh, dass sie einen gefunden haben. Dieses habe ich von einer sehr lieben Freundin geschenkt bekommen, deren literarische Meinung ich hoch schätze. Und auch hier hat sie wieder einen Treffer gelandet – denn das Buch ist, abgesehen davon, dass Elisabeth Abendroth es in eine sehr ansprechende Form gegossen hat, ein wichtiges, verdammt wichtiges Buch. Ich ziehe meinen Hut vor einer Frau, die trotz des Schreckens und den Schmerzen, die ihre Erinnerungen bei jedem Erzählen verursachen müssen, so mutig ist zu sagen: Das muss erzählt werden. Das darf nicht vergessen werden! Wenn ich so etwas lese, dann verschieben sich Prioritäten, dann kann ich mir nur wünschen, dass ich auch so aufrecht, kämpferisch und stark gewesen wäre. Manchmal sind die Bücher, die einem im Gedächtnis bleiben nur ganz dünn, ihre Reichweite aber umso größer, ihr Umfang in meinem Herzen und meinem Kopf unendlich weit. Danke für ihren Mut und ihre Taten, Frau Simonsohn!
Tags: 3.Reich, Biographie, Erinnerung, Erzählung, Juden, Konzentrationslager
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01. Mai 2013
So… es wurde fachmännisch ausgelost! Mich haben die vielen Kommentare sehr gefreut, gerade denjenigen, die Haruki Murakami kennenlernen möchten, kann ich nur raten: tut es! Es kann eine Liebe fürs Leben werden…

Der auslosende Part war der Meinung, der Gewinnerzettel müsste ausgebaggert werden…

Haruki Murakami ist einer der Lieblingsautoren meiner Ex-Mitbewohnerin. Da sie seit etwa einem Monat ausgezogen ist, ist meine Chance, meine eigene Begeisterung nach “Hard-Boiled Wonderland” noch weiter zu steigern, an meine schmale Studentengeldbörse gebunden, deshalb würde ich mich über einen Gewinn extrem freuen.
Herzlichen Glückwunsch Ulf! Ich freue mich sehr, vorallem weil ich deinen Kommentar so schön fand und ich die Nöte eines Studentenbudgets von meinem Mann kenne
Du bekommst diese wunderschöne Ausgabe: Kafka am Strand – Kleine Leinenausgabe! Die macht so richtig was her im Regal…!
Vielen Dank für die rege Beteiligung an alle!
Pinkfisch
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30. April 2013
Ein bisschen habe ich hier ja die Reihenfolge umgekehrt und werde die Trilogie sicher nochmal in der richtigen Reihenfolge lesen. Hier also der zweite Teil der „Teilacher“. Da ich mich über die beiden anderen Bände ja schon lobend und voller Freude ausgelassen habe, bleibt hier nur zu sagen: eine sowas von runde Sache! Ganz großartig geschrieben, mit viel Herzblut und eine Figur hat es mir besonders angetan. Hach. Leseempfehlung, Leseempfehlung, ihr müsst das einfach lesen, alle drei!
Tags: Aufwachsen, Erinnerung, Frankfurt, Geschäfte, Jüdisch, Roman
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30. April 2013
Wieder wunderbar unaufgeregt und die vielen Anspielungen und Geschichten rund ums Ohr haben mich glücklich gemacht, man fühlte diesen leisen Hauch Murakami…jeder, der ihn mal gelesen hat, wird wissen, was ich meine. Und doch hat Ogawa ihren ganz eigenen Stil, ein bisschen entrückt, leise und präzise erzählt sie ihre Geschichten und ihre Figuren setzen sich beim Lesen leise neben mich. Gefällt mir einfach sehr gut!
Tags: Japan, Ohren, Roman, Stenographie
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29. April 2013
Wann immer ich nach japanischer Literatur suche, stosse ich auf diesen Namen. Erstaunlich eigentlich, dass ich noch nie etwas von ihr las, aber unsere Wege hatten sich einfach noch nicht gekreuzt. Nun konnte ich mit diesem Band, der zwei Erzählungen von ihr vereint, einen ersten Eindruck gewinnen und dieser hat mich bestärkt: es wird ganz sicher nicht mein letztes Buch dieser Autorin gewesen sein. Ich freue mich auf mehr!
Tags: Erzählungen, Japan, Liebe, Verlust
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28. April 2013
Es ist sehr gewagt, bereits im April ein Buch definitiv zu einem der Besten des Jahres zu küren. Allerdings weiß ich ehrlich gestanden nicht, was da noch kommen soll, was Perlman diesen Rang ablaufen sollte. Ich bin so tief beeindruckt, so dermaßen bewegt von diesem Buch. Es ist so intensiv, dass ich beim Lesen immer wieder Pausen eingelegt habe – um die Wörter wirken zu lassen, Sätze leise vor mich hinzusprechen, mich ergreifen zu lassen, die Tränen liefen. Ich habe in dieser Geschichte gelebt und konnte, trotz fast körperlicher Anstrengung beim Lesen, das Buch kaum weglegen. Was ist dieser Autor für ein Sprachvirtuose! Was für eine Geschichte, welch Kunstwerk hält man mit diesem Buch in den Händen. Es ist ein absolutes Muss für jeden, der sich auf eine einmalige Begegnung mit außergewöhnlichen Menschen einlassen will, der erleben möchte, wie unfassbare Schrecken eine Form bekommen und wie Erinnerungen so lebendig werden, dass man das Gefühl hat, sie greifen zu können. Wenn ich davon spreche und schwärme, bekomme ich eine Gänsehaut. Dieses Buch hat mich schlicht überwältigt!
Tags: 3.Reich, Drama, Geschichte, Leben, Menschen, Rassenunruhen, Rassismus, Roman
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25. April 2013
Bitterböse, rabenschwarz, ich bin fast aus dem Bett gefallen vor Lachen und habe quasi die Hälfte des Buches meinem Mann vorgelesen, weil ich das einfach teilen musste. Intelligent und wirklich tragigkomisch, teilweise völlig ins Absurde abgleitend – grandios! Mehr darf man eigentlich garnicht verraten, um nichts vorwegzunehmen, aber eines kann ich sagen: der Humor den der Autor hier an den Tag legt, wird er sich hoffentlich sein Leben lang bewahren. Denn auch wenn einem so manches hart an der Grenze vorkommen wird und einem manchmal fast das Lachen im Halse steckenbleiben will, so ist es doch genau diese Eigenschaft, die vieles im Leben von Auslanders Protagonisten zusammenhält.
Tags: Bitterböse, Drama, Roman, Schwarzer Humor, Tragikkomödie, Witzig
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24. April 2013
Nach ihrem Erstling habe ich ihrem neuen Roman entgegengefiebert und meine Erwartungen wurden mehr als nur erfüllt. Ich liebe den fast atemlosen Stil von Rank, ihre Wortverliebtheit, ihr Spiel mit Sprache und Gefühl. Und besonders, weil sie eine, mir ganz fremde Welt beschreibt, bin ich ihr umso dankbarer, mit wieviel Farbe und wieviel Formen sie das tut – ich tauche ein und bin ganz im Geschehen. Was ich noch wirklich bewundere, ist die Ehrlichkeit, mit der ihre Hauptfigur scheitert. Der Satz mag seltsam anmuten, aber von den vielen Selbstfindungs-Bier-im-Club-trinken-spielen-alle-in-Berlin-und-Drogen-kommen-vor-Romanen, hebt sie sich ab. Weil sie durchaus erkennt, wo die selbsterrichteten Mauern stehen, gegen die sie rennt und sich mehr als einmal den Kopf einschlägt. Weil sie auf die harte Tour lernt. Weil niemand kommt und sie auf einem weissen Pferd rettet. Allein dafür möchte ich ihr einen Mut-Orden verleihen und ihr einen Tee kochen und sagen: alles wird gut. Auch diese Zeit wird für etwas gut sein.
Tags: Freundschaft, Für sich selbst einstehen, Liebe, Roman, Scheitern
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23. April 2013
Am 23.4.2013, dem Welttag des Buches, veröffentlichen alle teilnehmenden Blogger einen Beitrag, in dem sie ein Buch verlosen. Natürlich sind wir neugierig, warum ihr euch gerade für dieses Buch entschieden habt! Ist es ein Buch von einem Lieblingsautor, ein unentdecktes Buchjuwel, ein Buch aus Kindertagen oder ein Überraschungstitel?
Leser, die diese Bücher gewinnen möchten, kommentieren eure Beiträge. Verlost werden die Bücher am 30. April.
Heute ist es soweit: wiedermal ist der Tag, an dem das Buch und das Lesen gefeiert werden. Auch pinkfisch.net nimmt an der Aktion “Blogger schenken Lesefreude” teil. Und zwar mit diesem Buch:
Haruki Murakami – Kafka am Strand
weil ich dieses Buch auf die einsame Insel mitnehmen würde und es wieder und wieder lesen könnte. Murakami ist und bleibt mein Lieblingsautor.
Was ihr dafür tun müsst? Hinterlasst mir in diesem Posting einen Kommentar, warum ihr gerne dieses Buch gewinnen möchtet. Seid ihr bereits Murakami-Fans? Wolltet ihr schon immer mal etwas von ihm lesen? Warum interessiert ihr euch dafür? Ich freu mich auf viele schöne Kommentare und das Glückslos entscheidet (in Form meines kleinen Sohnes, der den Gewinner ziehen wird *g*). Den Gewinner veröffentliche ich ab dem 30. April hier, derjenige hat dann eine Woche Zeit, sich bei mir zu melden.
Einen wunderschönen Welttag des Buches für alle!
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21. April 2013
Als großer Sherlock Holmes Fan war ich unsicher – möchte ich das wirklich lesen? Kann irgendjemand an Sir Arthur Conan Doyle heranreichen? Und ich kann sagen: Horowitz hat im Großen und Ganzen einen tollen Job gemacht: spannender Fall, jegliche klassische Elemente der Detektivromane wurden verwendet und eingebaut und auch der Stil war nahe am Original. Manchmal war es fast ein kleines bisschen „zuviel“ des Guten, aber das fiel in der Gesamtheit dann auch nicht so ins Gewicht. Von daher: Daumen hoch, wer den Meisterdetektiv und seinen treuen Gefährten Dr. Watson vermisst, kann hier unbesorgt zugreifen!
Tags: Detektiv, Krimi, London, Roman, Sherlock Holmes
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