Also lieb ich ihn – Curtis Sittenfeld
“Eine Klasse für sich” gefiel mir ja ausnehmend gut – locker zu lesen, schöne Intrigen und der Blick hinter die Kulissen. Also erwartete ich hier auch ähnliches – las aber einen zwar ganz netten, aber doch irgendwie sehr belanglosen Roman. Die Protagonistin hat keinen Respekt für sich selbst, keine Träume, Ziele, Erwartungen, nur dieses vage “Ich will einen Mann, geliebt werden”. Sie reflektiert zwar sehr viel, aber wirkliche Ergebnisse kommen dabei kaum heraus, zumindest empfinde ich nur am Ende eine gewisse Erkenntnis und Entwicklung. Mag sein, das es manchen so geht, das Menschen sich wirklich so entwickeln, ich jedenfalls hatte das Bedürfnis diesem Mädchen zwischendrin mal zu sagen, “Wach auf! Mach was draus, sitz hier nicht rum und verfall in eine Traumwelt!” Insgesamt für mich nett, aber keine Empfehlung.