Duell – Joost Zwagerman

Es gibt sie, diese Romane, bei denen Du schon nach dem kurzen Text in der Verlagsvorschau weißt – das wird was. Das wird etwas Großes. Du schreibst also eine e-Mail an den Verleger und bittest um ein Exemplar. Als es eintrifft, liest Du es in einem Zug durch, mit von Seite zu Seite wachsender Begeisterung und einem verschmitzten Grinsen im Gesicht, als Du es fertiggelesen hast.

Ein herrlich böser Ausflug in die Kunstszene und ihre menschlichen Abgründe. Was ist dran an der Kunst, was kann sie bewirken und wozu kann sie Menschen treiben? Ein Kokettieren mit Absichten und versteckten Motivationen und an dem ein oder anderen Seitenhieb wird auch nicht gespart.

Duell” ist einer jener seltenen Fälle, wo alles von Anfang bis zum Ende stimmt. Die ersten Sätze. Die Geschichte, die sich langsam entfaltet und immer mehr an Fahrt zunimmt. Es ist eines jener Bücher, welches man im Beratungsgespräch empfiehlt und was dann nach einem ersten Anlesen mit leuchtenden Augen zur Kasse getragen wird.

Wenn ich dieses Jahr nach einem Lieblingsbuch aus den Herbstneuheiten gefragt werde, steht “Duell” ganz oben auf meinem Zettel – und das mit Recht!

 

 

 

3 Gedanken zu „Duell – Joost Zwagerman“

  1. Endlich hab ich die Novelle gelesen und bin wirklich begeistert. Danke für die Empfehlung! Wer noch nicht Rothko-Fan ist, kann es jetzt werden. Aber auch der jungen Wilden Konzeptkünstlerin Emma Duiken wünsche ich direkt ein Leben im Hier und Jetzt. Der Beltracci-Skandal bekommt hier eine kunsttheoretische Bass Line. Parallel zur Verwicklung um die Jagd nach dem Original habe ich natürlich Lust, Herrn Verhooff und Frau Duiken in (m)eine Literarische Mediation zu schicken, um zu sehen, was und wie sie verhandeln würden.

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