Die kleine Bäckerei am Strandweg – Jenny Colgan

Ab und an, brauchen wir da nicht alle mal so eine kleine Buchaffäre? Zwischen dem 800-Seiten-Wälzer und dem Klassiker? Ein winziges Inselnest in Cornwall, eine junge und leicht verzweifelte Protagonistin und natürlich ein Hobby, dass auf wundersame Weise den Umschwung (und die Liebe?) bringt. Die Zutaten für diese Art von Roman sind bekannt – und doch, manchmal lässt man sich mit Freuden darauf ein und weiß am Ende kaum, wo die knapp 500 Seiten schon wieder hin sind…

Waffelsommer – Polly Horvath

Gewohnt skurril entwirft Horvath hier eine etwas andere Sommergeschichte rund um verschwundene Eltern und ein einsames Mädchen. Ich lese sie wirklich gerne, frage mich aber, ob die Zielgruppe (10 bis 12 Jahre) wirklich schon die großzügig gestreute Ironie der Buches erfassen kann. Die Autorin ist schon sehr speziell, ich empfehle sie aber gerne für geübte Leserinnen und Leser, die etwas anderes lesen möchten als Mainstream.

Die Glücksbäckerei: Die magische Prüfung – Kathryn Littlewood

Wie auch schon der erste Teil bezaubert auch diese Fortsetzung wieder mit kreativen Backwerken und tollen Einfällen der Autorin: diesmal verlässt die Familie Glyck ihre Heimat in Richtung Paris, zu den Backmeisterschaften. Dort läuft allerdings nicht alles rund und die Familie muss ihre gaze Kreativität und Liebe zum Backen aufbringen, um dort zu bestehen. Ein Kinderbuch, dass man einfach nur rundherum gerne empfehlen möchte!

Die Glücksbäckerei: Das magische Rezeptbuch – Kathryn Littlewood

Ein zauberhaftes Kinderbuch mit gelingsicheren Zutaten: einer leicht chaotisch-sympathischen Familie, einer Bäckerei, der magische Kräfte zugeschrieben werden und einer ungewohnten Situation, die mit viel Kreativität gemeistert wird und aus der alle Familienmitglieder ein klein wenig anders hervorgehen. Schön geschrieben, ein wirklich liebenswürdiges Cover, was die jungen Leser bei uns im Laden immer geradezu “magisch” anzieht – feines Buch!

Umgarnt – Kate Jacobs

Die Fortsetzung von “Die Maschen der Frauen“. Wieder begegnen wir den Mitgliedern des Strickclubs, allerdings einige Jahre später. Da man nicht viel sagen kann ohne zu spoilern, halte ich es kurz: alle sind älter geworden, es gibt einiges an Veränderungen in den  Freundschaften – insgesamt bricht das vertraute Gefüge auf und macht Platz für neues. Es war als Fortsetzung in Ordnung, interessant zu erfahren, was die Zukunft bereithielt, für einen netten Nachmittag in der Badewanne. Mehr aber leider auch nicht – der Erstling hatte für mich doch deutlich mehr Charme.