Die dreizehnte Geschichte – Diane Setterfield

Hmtja, manchmal lief die Geschichte nicht ganz “rund” fand ich und auch das Ende lies mich etwas unbefriedigt zurück, allerdings nur das Ende und nicht die “Auflösung” an sich. Trotzdem war es ein schöner Schmöker der sich schwer an Bronte/Austen orientiert und im Winter bei einer Tasse Tee vielleicht auch nochmal mehr zu geniessen ist….er ist jedenfalls schön verschlungen und auch durchaus spannend.

Die kleine Kartäuserin – Pierre Péju

Nachdem der Buchhändler Vollard die kleine Eva angefahren hat, verbringt der schwermütige Mann mit dem großen Gedächtnis Tage an ihrem Krankenbett, im Gegensatz zur Mutter, die keinen Bezug zu ihrer Tochter findet. Stundenlang rezitiert er aus Büchern die er früher las … um das Koma zu brechen. Kein aufsehenserregender Roman. Aber klein, fein und schön und traurig mit einigen fabelhaften Sätzen drin.

Die Bücherdiebin – Markus Zusak

Hat mir gut bis sogar sehr gut gefallen. Ich musste mich am Anfang etwas in den Stil einlesen, der Erzähler (der Tod persönlich) schweift ab und an in einer Beschreibung sehr ab und benutzt eine andere Schriftart, um manche Dinge (ohne erkennbares Muster) hervorzuheben. Aber das ist Geschmackssache und hat im Endeffekt nicht wirklich nachhaltig gestört. Dieses Buch erzählt von Liesel, der Bücherdiebin. Der Tod begleitet sie zwischen dem Ende der dreissiger Jahre und bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges. Liesel schafft es innerhalb dieses Krieges durch die Macht der Bücher und Worte ihre ganz eigene Welt zu schaffen – ihre eigene Art des Überlebens. Viel mehr möchte ich garnicht sagen, das braucht es bei manchen Büchern garnicht.

Es ist wirklich eine sehr besondere Sichtweise auf Deutschland und die Nazi-Zeit, kein zimperliches Buch, ein ehrliches, mit sehr bildhafter Sprache auf fast 600 Seiten. Ein Buch das ich wirklich als “All-Age” Titel verkaufen werde, weil es nicht nur Jugendbuch aber auch keine reine Belletristik ist, nicht umsonst gibt es von diesem Titel 2 Ausgaben.

Der Schatten des Windes – Carlos Ruiz Zafon

Nun, ich versuche es jetzt mit “Der Schatten des Windes” – hab nun etwa 30 Seiten bisher und finds ganz okay, bin aber noch nicht “drin” und noch etwas abwartend, was vielleicht auch an den Lobeshymnen liegt – da will ich mir immer erstmal ein eigenes Urteil bilden. Man wird sehen. […]

So, die Woche über hab ich immer nur 10, 15 Seiten im “Schatten des Windes” lesen können, es war zuviel los. Gestern aber hatte ich frei und habe innerhalb von 4 Stunden die restlichen 450 Seiten gelesen. War so gegen halb3 nachts fertig.. Passiert mir relativ selten, aber in den letzten 100 Seiten hätte ich das Buch wirklich nicht weglegen können.

Ein schwieriger Fall das Buch. Den Anfang fand ich etwas holprig, ich hätte mir das Buch persönlich wohl auch nie ausgesucht, es ist einfach so eine Empfehlung der ich nachgegangen bin. Trotzdem, die Geschichte ist wirklich, grade zum Ende sind superspannend und einige Bilder gehen mir heute morgen immer noch nicht aus dem Kopf bzw. haben mir heute Nacht das Einschlafen erschwert…Und die Figuren denen man begegnet, wie sich alles zum Ende hin verknüpft – es ist ein richtiger Schmöker mit Atmosphäre.
Von daher – schon zu empfehlen weil man doch sehr in diese Welt abtauchen kann, aber es wird keines von meinen Herzblutbüchern werden – und ich kann nicht genau sagen warum. Es ist jedenfalls alles drin, Liebe, Verrat, Gewalt, Geheimnisse…ich denke für jeden ist ein bestimmter Handlungsstrang “ganz nach seinem Geschmack”.

Wenn ein Reisender in einer Winternacht – Italo Calvino

Dies ist wirklich ein sehr aspektreiches Buch. Dadurch das der Leser immer und immer wieder in eine neue Geschichte geworfen wird, bleibt es spannend. Allerdings muss ich sagen das ich zum Beispiel den Anfang und auch die Schlusssequenz ganz große Klasse fand, zwischendurch aber wirklich zäh mit einigen Episoden kämpfen musste. Ich würde fast wagen zu behaupten das niemand alle Teile des Buches in gleichem Maße zusagen würden. Es ist ein interessantes Buch, alleine die Idee und einige Szenen machen es lesenswert, ich würde es aber nicht zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählen.

Bücher auf Rädern – Ian Sansom

Also das war echt spannend Die Geschichte dieses etwas naiven britischen Bibliothekars dessen erste “Amtshandlung” darin besteht, 15.000 gestohlene Bücher wieder aufzustöbern und wie die Einheimischen ihn dabei “unterstützen”, das ist teilweise richtig komisch, man erfährt noch so einiges über Irland und Gepflogenheiten und mir gings jedenfalls so das ich am Ende riiichtig gespannt auf die “Lösung” war. Und vorallem – das Buch hätte ruhig länger sein können, grade hatte man die Charaktere ins Herz geschlossen.

Die Herrin der Worte – Frances Hardinge

Ziemlich genial. Wer auf fremde Welten, ein bisschen angelehnt an England im 18ten Jahrhundert, irrwitzige Namen und 2 skurrile Helden/Heldin steht (Das Mädel is 12…erlebt aber ganz schön viel für ihr Alter..) der hat hier einen Heidenspaß. Die Sprache ist sehr ausgefallen und etwas für Liebhaber schöner, komplizierter Wörter. Ist auch schön dick, hat man also was von. Ist wirklich kein Kinderbuch mehr, Jugendbuch triffts eher und ich denke, auch über 18 hat Spaß damit