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Die Einsamkeit der Primzahlen – Paolo Giordano

Samstag, 02. April 2011

Wie oft liest man einen Roman, der einen zusammenzucken lässt, der einen mitleiden lässt – obwohl man die Protagonisten nichtmal unbedingt mag? Noch dazu im Kontrast zur recht düsteren Handlung in einer klaren Sprache und einem guten Stil. Das Buch ist keine leicht-lockere Urlaubslektüre. Und sicherlich auch nicht in jeder Lebenssituation passend, kein Buch das man als Geschenk mit ins Krankenhaus bringen würde. Ein schwieriges, ein kantiges und anstrengendes Buch. Aber gerade deshalb wirklich lesenswert!

Mängelexemplar – Sarah Kuttner

Sonntag, 26. April 2009

Eines vorweg: Ich finde Sarah Kuttner zwar im Interview gut – im Fernsehen so lala. Ihre vorigen Bücher fand ich nicht wirklich den Kracher. Aber dieses Buch, liebe Namensgenossin- das haben Sie verdammt gut hinbekommen! Wow! Ich bin wirklich beeindruckt, mit welcher Präsenz und Klarheit hier eine Angststörung/Depression/Panikattacken beschrieben werden. Nichts da mit Friede,, Freude, Eierkuchen, nichts mit einfachem Happy-End. Nur das pure Leben, wie es um uns herum passiert und doch immer noch nicht wahrgenommen wird.Karo, die Progtagonistin ist so gut getroffen, das wir sie alle in unserer Clique haben könnten, das Buch zeigt viele Wege und einige verdammt kluge Gedanken auf. Und trotzdem besitzt es eine Leichtigkeit und eine Ironie die einen anspricht.  Ich fand es sehr gut und sage: Lesen, Lesen und verdammt nochmal: Lesen!

btw: Bitte dieses Werk auf gar keinen Fall im gleichen Satz wie Feuchtgebiete erwähnen. Dazwischen liegen Lichtjahre!