Artikel mit ‘Erfahrungsbericht’ getagged

Zwei Frauen – Diana Beate Hellmann

Freitag, 05. Juni 2009

Dieses Buch ist ja schon ein wenig älter, die Thematik – die Auseinandersetzung mit Krebs, Tod, Lebenswillen allerdings immer aktuell. Auch wenn einige medizinische Details sich sicherlich heutzutage gewandelt haben, tut das der Intensivität dieses Buches keinen Abbruch. Als die junge Tänzerin Eva Martin die Diagnose Krebs bekommt, bricht eine Welt zusammen. Als sie im Krankenhaus mit Claudia Jakoby in ein Zimmer gelegt wird, kann sie mit dieser Person, die schimpft und zetert, sich über alles lustig macht und fluchend ereifert erstmal wenig anfangen. Doch gemeinsam geraten die beiden in einen Prozeß der klarmacht – so unterschiedlich sind beide nicht.

Das Buch hat mich zunächst mit seinem starken Schreibstil fasziniert. Später empfand ich ihn etwas weniger stark, was vielleicht aber auch an den Geschehnissen liegen mag. Das Buch ist teilweise ganz schön heftig, ich würde es sicherlich nicht jedem in jeder Lebensphase empfehlen. Man will es mal in die Ecke werfen, mal heult man und man ist mal voll Bewunderung für Claudia, mal ist man entnervt von Evas Höhenflügen und doch – hier kämpfen zwei Frauen und sie kämpfen um so viel.Hier geht es um Leben, Tod, um den Willen zu leben, um Schmerzen und um die Frage, was man eigentlich will.

Eine Empfehlung mit Vorwarnung, aber definitiv eine Empfehlung!

Jetzt ist Heute – Kora Decker

Montag, 25. Mai 2009

Kora Decker beschreibt, wie sich ihr Leben verändert, nachdem sie an Brustkrebs erkrankt ist. Solche Bücher empfinde ich als schwer zu rezensieren – sind die meisten doch keine Schriftsteller, deren Stil man vielleicht kritisieren würde – es geht viel mehr um Inhalte. Ich würde sagen: viel Einblick für Menschen, deren Freunde oder Verwandte auch an Krebs erkrankt sind. Eine ganz eigene Art von Auseinandersetzung mit der Krankheit – es gibt für jeden nur eine Art und die muss jeder für sich selbst finden. Frau Decker hat mit Humor und mit sehr viel Willen um das Leben gekämpft. Das hat mir imponiert. Ich wünsche ihr von Herzen das alles gut bleibt.

Schlechter Sex 2 – Mia Ming

Dienstag, 28. April 2009

In diesem zweiten Teil von “Schlechter Sex” kommen nun die Männer zu Wort. Beim ersten Teil hatte ich viel Spaß, hier habe ich auch ab und an geschmunzelt, fand die Geschichten aber insgesamt irgendwie nicht soo den Reisser. Irgendwie schade.

Heute bin ich blond – Sophie van der Stap

Freitag, 17. April 2009

Der Untertitel lautet: “Das Mädchen mit den neun Perücken”. Vielleicht war es das, was mich dann erst recht nach dem Buch greifen liess. Sophie wird mit 21 zur Krebspatient, muss durch viele Arztgespräche, Krankenhausaufenthalte, Chemo. Nach und nach setzt sie sich mit der Krankheit auseinander, mit ihren Perücken und sehr viel widersprüchlichem in ihr selbst. Ich finde es schwer dieses Buch zu “beurteilen”, das steht mir nicht zu. Ich kann nur sagen, das ich ihre sehr ehrliche Art, mit der sie dieser Krankheit Sinn abtrotzt, ihre Wut und Kraft mit der sie schreibt, sehr bewundere. Danke Sophie, ich denke du hast vielen Mut gemacht!

Oben ohne (Die Entscheidung zu leben) – Evelyn Heeg

Sonntag, 01. März 2009

Erstaunlich gut! Hatte eher ein “Drama”-Buch erwartet, nicht so ausgeklügelt etc. Wurde positiv überrascht. Evelyn Heeg hatte in ihrer nächsten Familie mehrere Todesfälle, alle Frauen erkrankten an Brustkrebs. Nun stellt sich die Frage – ist auch sie erblich vorbelastet und läuft mit einer tickenden Zeitbombe durch die Gegend? Sie entscheidet sich für eine relativ radikale Methode und lässt sich das Brustgewebe vorsorglich entfernen. Wirklich angenehm geschrieben, ehrlich, klar, auch die ganze Geschichte “drumherum” wird erzählt und gibt so ein Gesamtbild das Mut macht. Für Betroffene und Angehörige auch mit Infos versehen.

Schlechter Sex – Mia Ming

Donnerstag, 20. März 2008

33 Frauen berichten über ihre Erlebnisse mit Sex – die eher unangenehmen. Ich fands unterhaltsam, lustig und finde es ne amüsante Lektüre, wo vielleicht wirklich der eine oder andere noch was lernen kann – ich glaube so ziemlich jeder kann sich im einen oder anderen wiederfinden. Im Gegensatz zu einigem sonst so “tabubrüchlichen” was momentan so gehypt wird  (Ich sage nur Feuchtgebiete..) – das hier war wenigstens auf dem Boden, ehrlich und graderaus. Danke!

Eat, Pray, Love – Elisabeth Gilbert

Donnerstag, 20. März 2008

Erfahrungsbericht einer Frau, die nachdem sie aufgrund ihrer Scheidung und Depressionen wirklich am Ende ist, eine Reise macht. In Italien lernt sie genießen (vorallem Essen) und die Sprache lieben, in einem Ashram in Indien Meditation und auf Bali schliesslich Lieben, Freundschaft und wieder “ganz” werden. Sie ist Journalistin, was man auch etwas am Stil merkt, trotzdem ist es ein sehr ehrliches Buch, einiges hat mich sehr angesprochen, weil es nicht nur “salopp” hingeschrieben wurde, sondern auch mal etwas tiefer ging. Trotzdem gibt es einige Längen oder auch Auffassungen die ich jetzt so nicht teile, die taten dem Buch aber keinen großen Abbruch.

Last Lecture (Die Lehren meines Lebens) – Randy Pausch

Donnerstag, 20. März 2008

Der Mann wird sterben, er hat Bauchspeicheldrüsenkrebs..(Er starb 2008). Letztes Jahr (2007) hat er seine “Last Lecture” (eine Tradition an amerikanischen Unis von Profs, die eben ihre “letzte” Vorlesung” halten). Nur das es in seinem Sinne eben wirklich die letzte ist. Vorrangig für seine 3 Kinder hat er diese gehalten. Sein Credo ist es - Lebt für eure Kindheitsträume. Das Buch ist eine Art Zusammenfassung der Vorlesung, ergänzt durch Fotos etc. Einerseits hat mich der Lebenswille und die Liebe zu seinen Kids (für die er Tonnen an Fotos & Videos macht, damit sie sich später an ihn erinnern können…) sehr beeindruckt. Und auch das der Mann wirklich einen Sinn in seinem Leben gefunden hat und auch einige schlaue Dinge in seinem Buch sagt. Manchmal wars mir trotzdem schon fast zu “krass positiv”. Er hat auf seine Art schon eine recht radikale Einstellung.
Habe nun angefangen mir die Vorlesung auf youtube anzuschauen, das hat sich bisher sehr gelohnt – der Mann hat Charisma…

Gestatten, Bestatter – Tom

Donnerstag, 20. März 2008

Vielleicht kennen einige den Bestatterweblog (http://www.bestatterweblog.de), der sich großer Beliebtheit erfreut. Das liegt sicherlich auch am Thema, Tod, Trauer und Sterben sind ja durchaus nicht die gängigsten Themen. Aber warum dieser Blog soviele Menschen anzieht, das sind die herzlichen, sensiblen und doch immer mit eine Prise Humor gewürzten Einträge von Tom, einem Bestatter der seit über 20 Jahren als solcher im eigenen Institut arbeitet und aus diesen Erfahrungen über sein tägliches Leben berichtet.

Für mich (abgesehen vom Buchhändlerblog ^^) der beste Blog den es so im Internet gibt. Nicht nur das es immer etwas zum Lachen oder auch Weinen gibt (z.B. die Geschichte von Röschen und Kalli …), nein, Tom schafft es auch, das man über Sterben und Tod nachdenken kann, das man Fragen an ihn stellen kann und überhaupt – mal sieht, was nach dem Tod eines geliebten Menschen passiert. Das Buch ist eine gelungene Zusammenstellung einzelner Blog-Texte und absolut lesenswert!!!

Schmettering und Taucherglocke – Jean-Dominique Bauby

Donnerstag, 20. März 2008

Wurde 2008 verfilmt, das Buch gibt es ja schon seit rund 10 Jahren. Die Besonderheit besteht darin, das es vom Autor mit einem speziellen Alphabet diktiert wurde – mit der Wimper. Der Autor leidet an dem Locked-In-Syndrom und kann nur durch diese Bewegung mit der Aussenwelt kommunizieren. Es gab einige schöne Stellen, abgesehen davon das ich einen Mordsrespekt vor dieser Leistung habe, insgesamt hat mich das Buch aber vom Inhalt her nicht sehr angesprochen – leider.