Furiously Happy – Jenny Lawson

Ich habe “Das ist nicht wahr, oder?” wirklich sehr geliebt und auch “Furiously Happy – A funny book about horrible things” konnte mich wieder überzeugen. Jenny Lawson ist wirklich “one of a kind” – eine außergewöhnliche Frau! Sie ist geistreich, hat einen großartigen (Galgen)-Humor und nicht zuletzt kann ich nur sagen “She’s fucking great!” weil sie sehr offen über mentale Krankheiten und Depressionen spricht, in einer Zeit, in der diese Themen unverständlicherweise noch viel zu oft verschwiegen werden. Wir brauchen mehr davon! Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn wir beginnen würden, über diese Dinge zu sprechen – denn sie sind da. Ich bin dankbar für Autoren wie Lawson, die uns zeigen – es gibt immer einen Weg. Auch wenn Du denkst alles und vorallem Du selbst und dein Leben ist einfach nur ein Schlachtfeld aus Versagen und schwarzen Gedanken – dieses Buch flüstert Dir zu: Du bist großartig. Vielleicht schräg, vielleicht ungewöhnlich, vielleicht ein*e Aussenseiter*in – aber liebenswert und einzigartig. Und es wird wieder Zeiten geben, in denen DU das auch sehen kannst.

Thank you Jenny, for writing this!

(Die deutsche Ausgabe erscheint am 17. Oktober)

Das Beste, was wir tun können, ist nichts – Björn Kern

Hier spielt natürlich der Titel eine ganz klare Rolle bei der Entscheidungsfindung, ob das Buch etwas für mich sein könnte. Bereits das großartige Buch von Katrin Passig und Sascha Lobo über das Aufschieben hatte mir eine charmante Gegenposition zu To-Do-Listen und Effizienz aufgezeigt. Kern tut in etwa dasselbe, nur, dass er dabei noch eine ganze Stufe weitergeht. Er schreibt unterhaltsam, man folgt ihm gerne auf seinem Abenteuer des Nichtstuns.

Und die abendliche Bank unter dem Birnbaum, die er auch gerne mal an einem Montag morgen um acht besetzt, die möchte man sich am liebsten auch sofort in den Garten oder auf den Balkon stellen. Ob sein Konzept 1:1 für jeden umsetzbar ist? Ganz sicher nicht. Aber er schafft es, dass man auf angenehme Art hinterfragt – was wird passieren, wenn ich XXX nun nicht tue? Und wieviel muss ich tun, um das Nichts tun noch genießen zu können? Ein Anstoß, der in hektischen und getriebenen Zeiten fast schon altmodisch anmuten mag, aber gerade heutzutage aktueller ist denn je.