Artikel mit ‘Familie’ getagged
Mittwoch, 10. August 2011
Gleich vorneweg: dieses Buch kann man nicht mal so eben lesen. Man muss durchaus ein wenig dranbleiben und ein gewisses Interesse für das Jundentum und seine Bräuche mitbringen. Bleibt man aber dran, so wird man belohnt mit einem Roman der gespickt ist mit Witz und Scharfsinn. Mitunter bitterböse nimmt sich Jacobson seinen ziemlich neurotischen Figuren an und lässt vorallem seine Hauptfigur im Geiste ganze Schlachten mit sich selbst ausfechten (manchmal ein klitzekleines bisschen langatmig, aber das verzeihe ich). Richtig tolle, ungewöhnliche Literatur und nicht umsonst mit dem Booker Prize ausgezeichnet.
Tags:Familie, Gedanken, Judentum, Leben, Männerfreundschaft, Philosophie, Roman
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Sonntag, 17. Juli 2011
Ein Klassiker den ich schon lange mal lesen wollte und den ich mal aus einer Bücherkiste in einem der nettesten Hausflure Kölns aufgegabelt habe
Viele haben mir von dem Buch vorgeschwärmt und ich kann mich nur anschliessen – das ist einfach etwas ganz besonderes, eine berührende Geschichte, eine mutige. Und überaus wichtige! Ein Buch das ich, würde ich einige Klassikerempfehlungen rausgeben, definitiv weit oben ansiedeln würde!
Tags:Familie, Gewalt, Roman, Südstaaten
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Freitag, 17. Juni 2011
Nett für zwischendrin, war sehr schnell gelesen – einige Male laut gelacht. Die Idee, für Abschiedsbriefe nach einem mißglückten Selbstmordversuch gradezustehen, garantierte schräge Situationen. Ist aber wirklich eher was “leichtes” – aber manchmal braucht man eben auch genau das. Was mir an Kerstin Gier gefällt ist ihr bodenständiger Humor – sie klingt in ihrer Schreibe nicht bemüht, was in sovielen “locker-leichten” Frauenromanen der Fall ist. Allein dafür mag ich sie!
Tags:Familie, Freundschaft, Liebe, Roman, Selbstmord
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Mittwoch, 25. Mai 2011
Nachdem ich von River von der gleichen Autorin so begeistert war, habe ich mir von diesem Buch recht viel erhofft. Warum es mich nicht ganz so gepackt hat, kann ich selbst nicht so genau sagen: die Personen wuchsen mir ans Herz, gerade die Kinder, die Geschichte war auch sauber erzählt. Für mich aber eben nicht mehr, zumal mir Geschichten die rund um Kriegsgeschehen angesiedelt sind, selten gut gefallen. Vielleicht einfach für mich nicht das richtige Buch.
Tags:Familie, Geschwister, Krieg, Roman
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Montag, 23. Mai 2011
Dieses Buch hat mich schlicht umgehauen! Man hat das Gefühl, Frau Altaras sitzt einem in einem Berliner Café gegenüber und erzählt mit viel Gestik und Mimik die Geschichte ihres Lebens und ihrer jüdischen Familie. Und wie sie das tut, das ist virtuos, spannend, beeindruckend und keine Minute langweilig. Was für eine Frau, was für eine Beobachtungsgabe, was für ein Talent für die leisen Töne zur rechten Zeit, einen trockenen Humor, wenn man ihn nicht erwartet. Sie spannt den Bogen von ihrer Kindheit in Zagreb bis zu ihrem heutigen Leben in Berlin und wieder hat man das Gefühl: sie erzählt einfach, ohne zu beschönigen – eine echte Kostbarkeit. Ich habe in diesem Buch sovieles gefunden und kann nur sagen: man muss es einfach selber lesen!
Tags:Familie, Jüdisch, Roman
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Sonntag, 01. Mai 2011
Ein kleines, tieftrauriges und doch so schönes Jugendbuch. Über eine Familie, die durch einen Brand zerstört wird – wie soll Cara nach dem Verlust ihrer Mutter und Schwester weitermachen, zumal ihr Vater sich ganz in seiner Trauer zurückzieht? Sensibel, einfühlsam und mit viel Wärme schreibt Ferber sich in mein Herz – und kommt dabei ohne Kitsch aus. Dafür beeindruckt sie mit sehr viel Offenheit, intensiven Gedanken und einfachen und gerade deshalb eindringlichen Beschreibungen jüdischer Bräuche. Selten liest man ein so gutes Zusammenspiel….
Tags:Familie, Jugendbuch, Tod
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Mittwoch, 27. April 2011
Von einer, die losging, sich mit 13 Jahren an den eigenen wunderschönen langen Haaren aus dem Sumpf ihrer Kindheit zu ziehen. So heisst es auf dem Klappentext. Treffender kann man eigentlich kaum beschreiben was dieses Buch ausmacht. Fast wünscht man sich eigentlich, das dieses Buch nicht auf einer wahren Geschichte fußt…den diese hat es in sich. Eine Mutter die immer wieder an die falschen Männer gerät, zusammengewürfelte Geschwister und stets ein Leben im Umbruch – alles aus der Sicht eines aufwachsenden Kindes. Das Buch lässt einen betroffen zurück, machte mich wütend und traurig. Und doch, es hatte einen starken Sog, weil die Hauptperson eines nie verlor – ihre Hoffnung, unerschütterlich, auf ein besseres Leben. Könnte ich ihr heute die Hand schütteln und ihr all meinen Respekt darbieten, für das was sie durchgestanden hat – ich würde es gerne tun.
Tags:Familie, Kindheit, Mißbrauch, Roman
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Samstag, 23. April 2011
Der Titel lässt erahnen, das wir es hier nicht gerade mit dem üblichen 0815-Jugendbuch zu tun haben. Und auch beim Lesen kann ich mich nicht dem Eindruck verwehren, das es ein Buch ist, das ich schwer “einfach so, als nettes Geschenk” empfehlen kann. Nicht weil es nicht gut wäre (das ist es!), sondern weil hier ein so schwieriges Thema auf sehr unkonventionelle Weise angegangen wird. Es ist eines dieser Bücher, das die Jugendlichen selbst aus dem Regal ziehen sollten, wenn sie bereit dafür sind. An uns Erwachsenen liegt es, das Regal das für diese Jugendlichen zur Verfügung steht, mit solchen Titeln zu füllen.
Tags:Familie, Jugendbuch, Tod
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Sonntag, 17. April 2011
Nominiert für den deutschen Jugendliteraturpreis 2011, spielt in Australien, erschienen bei Gerstenberg – sprich, ich musste es haben. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht! Was mir an diesem Querschnitt aus dem Leben von 13 Jugendlichen die in der gleichen Kleinstadt aufwachsen so gut gefiel war das es verdammt ehrlich wirkte. Manche Einblicke waren miteinander verwoben, manche Handlungsfäden wurden auch nicht aufgeklärt. So entsteht aber ein ganz besonderes Geflecht einer Erzählung darüber, wie schwierig, großartig und spannend es sein kann, in der heutigen Zeit erwachsen zu werden. Speziell der Aspekt des “Es ist nicht alles unbedingt so, wie es scheint” und das der erste Eindruck oft doch täuschen kann, ist meisterhaft eingefangen.
Tags:Australien, Erwachsenwerden, Familie, Jugendbuch, Leben
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Samstag, 02. April 2011
Wie oft liest man einen Roman, der einen zusammenzucken lässt, der einen mitleiden lässt – obwohl man die Protagonisten nichtmal unbedingt mag? Noch dazu im Kontrast zur recht düsteren Handlung in einer klaren Sprache und einem guten Stil. Das Buch ist keine leicht-lockere Urlaubslektüre. Und sicherlich auch nicht in jeder Lebenssituation passend, kein Buch das man als Geschenk mit ins Krankenhaus bringen würde. Ein schwieriges, ein kantiges und anstrengendes Buch. Aber gerade deshalb wirklich lesenswert!
Tags:Depression, Essstörung, Familie, Freundschaft, Roman
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