Letztendlich sind wir dem Universum egal – David Levithan

Ich mag Herrn Levithan, egal ob er für Jugendliche oder Erwachsene schreibt. Bei ihm stehen Gefühle im Vordergrund – so auch hier. Ein Querschnitt durch die amerikanische Jugendszene, aber diese Beschreibung allein würde dem Buch nicht gerecht. Es ist eine Liebesgeschichte, ein Geheimnis, ein Einfühlen ins Erwachsenwerden. Toller Schmöker.

Wir tun uns gut: Das Wohlfühlbuch für Schwangere – Jennifer Louden

Das dieses hervorragende Buch vergriffen ist, ist sehr, sehr schade. Ich habe einiges an Schwangerschaftsliteratur gelesen, tolle, informative Bücher. Aber die seelische Seite der Schwangerschaft, die Gefühle der Mutter und des werdenden Vaters, alles was da so auf einen einprasselt – das hat mir dieses Buch nahegebracht. Es ist sehr liebevoll geschrieben ohne dabei betulich zu wirken – es ist ein toller Ratgeber, eine beste Freundin, hat viele Anregungen für Übungen, egal ob man durch Schreiben oder andere Hilfsmittel lernt, mit all diesen Veränderungen umzugehen.Ob es jetzt um die Kleiderfrage, die Geburt, die Stimmungsschwankungen, die Einstellung zum eigenen Körper oder Überforderung in den ersten Wochen geht – das Buch geht alle Aspekte an, ohne zu beschönigen, aber auch ohne Horrorvisonen.

Ausserdem hat das Buch Humor und vermittelt einem eine gewisse Gelassenheit und das man mit all dem nicht alleine da steht und schon garnicht verrückt ist…auch wenn sichs manchmal so anfühlt. Für mich bisher das Buch in dem ich am meisten geblättert habe, in dem sehr viele Post-Its stecken, ich wahnsinnig viel angestrichen habe und auch mitgenommen habe.

Ich würde es jeder Freundin zur Schwangerschaft schenken: als Hilfe, als Wegbegleiter, als Idee, als liebevolle Geste! Wer es sich gebraucht besorgen kann, sollte das tun!

Ein geschenkter Tag – Anna Gavalda

Gavalda ist zurück und zwar so, wie wir sie lieben. Mit leiser Ironie, herrlich französisch und es bringt schonmal einen Hauch von Sommer…. Dieses Buch erzählt von einem geschenkten, ich mag fast sagen, einem geklauten Tag. Schon die ersten Seiten offenbaren den wundervollen Stil Gavaldas und das Buch verzaubert mit der Geschichte der 4 unterschiedlichen Geschwister und ihrem Leben. Ein Geschenk für die beste Freundin, die Schwester, die Mutter, die liebenswerte Arbeitskollegin – ach was, alle sollten in den Genuß dieses Buches kommen…!!!

Zwei an einem Tag – David Nicolls

Ein fabelhaftes Buch das ich jedem nur ans Herz legen kann. Emma und Dexter verbringen nach ihrem Abschluss eine Nacht miteinander. Danach trennen sich ihre Wege – doch über 20 Jahre hinweg bleiben beide in Kontakt. Der Autor schaltet sich jedes Jahr am 15.Juli in beider Leben ein, mal aus Emmas, mal aus Dexters Sicht – und das ist liest sich bei beiden durchaus turbulent. Mit einer schmissigen Schreibe, tollen Dialogen und Beschreibungen packt einen das Buch von Anfang an. Nach jedem Jahr fragt man sich: Und, wie geht es mit den beiden weiter? Was passiert als nächstes? Noch dazu ist das Buch gespickt mit schönen Einfällen, herrlichen Beschreibungen über die Verwirrungen der Gefühlswelten und warum man manchmal nicht so kann, wie man will oder sollte – und das oft im Leben die Kleinigkeiten entscheiden.

Noch dazu eine tolle Liebesgeschichte mit Witz und Charme. Was bleibt mir da noch zu sagen außer: bitte kaufen, lesen, schwärmen!

Liebesgedichte РMascha Kal̩ko

Ich muss zu dieser Frau eigentlich nichts sagen, außer das sie eine meiner liebsten Lyrikerinnen überhaupt ist. Sie ist absolut wunderbar, traurig, melanchonisch, trotzig, herzlich, realistisch, verträumt und so tief. Dieser wundervolle Gedichtband lohnt sich jede Seite! Ich zitiere hier einfach mal eines meiner liebsten Gedichte von ihr…

Für Einen
Die Andern sind das weite Meer.
Du aber bist der Hafen.
So glaube mir: Kannst ruhig schlafen,
Ich steure immer wieder her.

Denn all die Stürme, die mich trafen,
Sie ließen meine Segel leer.
Die Andern sind das bunte Meer,
Du aber bist der Hafen.

Du bist der Leuchtturm. Letztes Ziel.
Kannst Liebster, ruhig schlafen.
Die Andern…das ist Wellenspiel.
Du aber bist der Hafen.

(Mascha Kaléko, 1912-1975)