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Die Zwillinge von Highgate – Audrey Niffenegger

Sonntag, 08. November 2009

Ich fing dieses Buch an und die ersten 100 Seiten waren weg wie nichts – ein toller Stil, ein echter Page-Turner. Wie die meisten ahnen, wird Niffenegger auch diesmal ein phantastisches Element eingebaut haben – das muss man mögen, in jedem Fall eine Geschmackssache. Als Elspeth stirbt, hinterlässt sie eine große Wohnung in London, direkt am Highgate-Friedhof. Die Nichten ihrer Zwillingsschwester, mit der Elsbeth kaum noch Kontakt hatte, sollen die USA verlassen und diese für ein Jahr beziehen. Aber Elsbeth hinterlässt auch ihren Liebhaber, Robert, der den Mädchen das Einleben erleichtern soll. An alles hat Elsbeth gedacht – sie hat nur nicht damit gerechnet, selbst als Geist in der Wohnung zu verweilen…

Insgesamt musste ich lange nachdenken, wie ich das Buch fand. Ich fand die Geist-Elemente eigentlich sehr spannend und auch die Geschichte hatte genug Geheimnisse und Faszination. Einige Kleinigkeiten als auch Angewohnheiten der Protagonisten sowie die etwas unheimlichen Zwillinge machten es schwer, dem Buch uneingeschränkt eine Bestnote zu geben. Andererseits hatte ich es extrem schnell durch und auch genoßen. Einzig der Schluss, der sehr abrupt kam und mich ehrlich gesagt nach Luft hat schnappen lassen, hinterlässt einen etwas schalen Nachgeschmack. Trotzdem mit Abstand, hab es gern gelesen.

Die Karte meiner Träume – Reif Larsen

Dienstag, 20. Oktober 2009

Dieses Buch ist eines meiner absoluten Highlights dieses Jahr. Eigentlich müsste es der geneigte Leser jetzt einmal in die Hand nehmen um allein schon das ungewöhnliche Format und die Ausstattung zu spüren. Beim ersten Durchblättern…doch halt ich greife vor.

Unser Held ist T.S. Spivet der mit seiner schrägen Familie auf der Coppertop Ranch, irgendwo in Montana wohnt. Seine Schwester träumt von einer Karriere, weit ab von der Landwirtschaft, der Vater ist durch und durch Farmer und Westernfan. Seine Mutter selbst ist Wissenschaftlerin. Doch was ist nun so besonders an T.S? Er ist ein genialer Kartograph.

Die Geschehnisse auf der Ranch werden graphisch dargelegt, der Whiskeykonsum des Vaters in Diagrammen aufgezeichnet, er schickt detaillierte Flora und Fauna Zeichnungen an das Smithsonian, das große Naturwissenschaftsmuseum im fernen Washington. Eines Tages bekomtm T.S. den Anruf der alles verändert: aufgrund seiner Leistungen soll er den renommierten Baird-Preis erhalten und dafür nach Washington reisen. Was keiner der Museumsangestellten ahnt: T.S. ist erst 12 Jahre alt.

Er begibt sich auf eigene Faust auf eine abenteuerliche Reise, quer durch Amerika. Ein Roadtrip, auf den er uns mitnimmt, der einen mitreißt, der einen nicht kalt lässt. Wie dieser ungewöhnliche, kluge Kopf versucht anhand seiner Karten das Leben, Gefühle und Ereignisse zu erklären, das ist magisch, brillant und unbedingt lesenswert. Wer nun das Buch aufschlägt, wird sehen, das T.S. seitlich der Geschichte alles kartographiert, kleine Ereignisse „dazwischenerzählt“ und so dieses Buch noch mehr zu dem macht, was es ist – ein brillanter Roman!

Ohne etwas verraten zu wollen – mich hat das Buch gerade durch seine vielen Facetten bis zum Schluss gefesselt und durchaus einige Kehrtwendungen enthalten, wo ich nur sagen kann: Hut ab – ich wurde immer wieder überrascht. Was bleibt mir als zu sagen – ich liebe es!

Die Wahrheit meines Vaters – Jodi Picoult

Donnerstag, 20. März 2008

Das war dann wieder eines von ihr was ich klasse fand – wieder aus den Sichten der jeweils Beteiligten erzählt, mit noch einigen Nebensträngen. Spannend, immer wieder eine Wendung/Drehung und auch insgesamt mal wieder ein “heisses Eisen” angefasst, mit der *Spoiler in weiss* Kindesentführung.

Die dreizehnte Geschichte – Diane Setterfield

Donnerstag, 20. März 2008

Hmtja, manchmal lief die Geschichte nicht ganz “rund” fand ich und auch das Ende lies mich etwas unbefriedigt zurück, allerdings nur das Ende und nicht die “Auflösung” an sich. Trotzdem war es ein schöner Schmöker der sich schwer an Bronte/Austen orientiert und im Winter bei einer Tasse Tee vielleicht auch nochmal mehr zu geniessen ist….er ist jedenfalls schön verschlungen und auch durchaus spannend.

Goodbye Lemon – Adam Davies

Donnerstag, 20. März 2008

Ganz toll! Schön gezeichnete Familiengeschichte in der nicht alles so ist wie es scheint, wo man als Leser vielleicht zu schnell seine Schlüsse zieht. Den schliesslich ist ein Familiengeheimnis nicht so leicht zu entwirren…Schöne Sprache, gut erzählt, einfach ein gutes, schönes Buch!