Dass wir uns haben – Luise Maier

Manchmal lese ich ein Buch, das so schmerzhaft ist und soviel in mir anrührt, dass ich mich frage, wie ich dieses Buch empfehlen kann und soll. Und gleichzeitig ist mir bewusst, wie wichtig diese Bücher sind, die den Finger auf die Wunde legen. Die Schmerz sichtbar machen, unsichtbare Familiengefüge ans Licht bringen und die uns aufschrecken lassen. Dass wir uns haben – Luise Maier weiterlesen

Silver Linings – Matthew Quick

Ich werde mir den Film wohl noch einmal ansehen. Ich glaube, dass dieses Buch als Film hervorragend funktionieren kann und mich auch berühren wird. Als Buch kam es nicht recht an mich heran, ich fand irgendwan den Tonfall des Protagonisten so anstrengend, es zog sich. Wie gesagt – die Grundidee ist klasse, die Motive werden in bewegten Bildern sicherlich etwas für mich sein.

Es wird keine Helden geben – Anna Seidl

In Anbetracht des zarten Alters der Autorin, hat sie da ein ganz ordentliches Debüt vorgelegt. Ihre Sicht eines Amoklaufes und der Zeit danach war eindringlich geschildert und hat mich besonders beeindruckt, weil ihre Hauptfigur im Laufe des Buches eine Wandlung durchmacht, die sie mich immer besser verstehen ließ. Mal schauen, was von dieser jungen Frau noch kommt.

Bugatti taucht auf – Dea Loher

Was mich auch noch nach Monaten an diesem Buch fasziniert, ist eine ganz bestimmte Szene. Und das muss ein Buch erstmal schaffen, sich so im Gedächtnis festzubeissen. Die Geschichte reizt, auch die unterschiedlichen Erzähler und Stilarten schafften es, dass ich sofort gefangen war und dranbleiben wollte. Die Szene um die es mir geht, ist ein Verhör, das literarisch für mich so herausstach, zumindest habe ich noch nie etwas in dieser Art gelesen – es wurde mir fast schwindelig, allem zu folgen, die Raffinesse mit der Erinnerung, Aussage und Beobachtung hier gemischt werden. Allein dafür lohnt sich dieses Buch ganz unbedingt!

Die Farbe Lila – Alice Walker

Ein Klassiker den ich schon lange mal lesen wollte und den ich mal aus einer Bücherkiste in einem der nettesten Hausflure Kölns aufgegabelt habe Viele haben mir von dem Buch vorgeschwärmt und ich kann mich nur anschliessen – das ist einfach etwas ganz besonderes, eine berührende Geschichte, eine mutige. Und überaus wichtige! Ein Buch das ich, würde ich einige Klassikerempfehlungen rausgeben, definitiv weit oben ansiedeln würde!

Märchenprinz – Marian Keyes

Mir war mal wieder nach einem echten, sogenannten “Frauenroman” – da bietet sich Marian Keyes als eine meiner liebsten Autorinnen in diesem Sektor ja an und dieses Buch war mit etwas über 850 Seiten ja auch ein echter Schmöker. Es ist nicht mein liebstes von ihr geworden, aber für graue Februartage auf dem Sofa und zum Abschalten war es genau das richtige und dank ihrer immer schön ausgefallenen Figuren und der netten irischen Atmosphäre hebt es sich doch angenehm von anderen Büchern ab. Besonders gefällt mir, das Keyes immer wieder Themen wie Gewalt, Drogen oder Alkoholismus einfliessen lässt und dabei nicht auf “Eitel Sonnenschein” besteht.

Auf den zweiten Blick – Jodi Picoult

Als Cassie Barrett ihr Gedächtnis verliert und orientierungslos und verletzt auf einem Friedhof umherirrt, wird sie von Will, einem Polizisten aufgelesen. Ihr Mann, der berühmte Filmstar Alex Rivers identifiziert sie als seine Ehefrau…Cassie könnte glücklich sein, aber Alex kann seine Wut und Aggression nicht unterdrücken und läßt sie an ihr aus…Cassie muss sich entscheiden, was sie will und was sie verzeihen kann. Wieder eine gute Picoult, nicht so herausragend wie andere von ihr, aber ich würde wieder eine gute Note für packende Geschichte,  Perspektivwechsel und heißes Thema vergeben – wieder mal Lesefutter mit interessanten Figuren.

Freedom Writers – Erin Gruwell

Vielleicht hat ja jemand den Film gesehen. Eine junge, ehrgeizige Englischlehrerin beginnt, nachdem sie eine rassistische Karikatur im Klassenraum findet, mit ihren Schülern (eine “Problemklasse”) das “Tagebuch der Anne Frank” und andere Literatur über Jugendliche und ihre Erfahrungen zu lesen. Die Kids schreiben anonym Tagebuch über ihre Englischstunden. Diese Einträge sind sehr ehrlich, ungeschönt und sehr fesselnd. Mich fasziniert es schon sehr, wie sich einige Jugendliche im Laufe des Buches verändern, wie sich der Geist dieser Klasse erschliesst – aber auch, das es eben kein Hollywood-Ende gibt.