Artikel mit ‘Japan’ getagged

Mit Staunen und Zittern – Amélie Nothomb

Donnerstag, 06. Oktober 2011

Nachdem ich einige andere Werke von Nothomb schon gelesen habe, wurde es dringend Zeit für dieses Buch was oftmals als eines ihrer eindrücklichsten Werke bezeichnet wird. Und ja – es lässt einen atemlos zurück. Atemlos deswegen, weil man die Hälfte der Zeit die Luft anhält, ob der Methoden und Gemeinheiten, die in diesem Büro über der jungen Frau ausgeleert werden. Die japanische Arbeitswelt wird hier (für den europäischen Blick) fast schon bis ins Groteske beschrieben und sicherlich bedient sich Nothomb hier auch dem Stilmittel der Überspitzung. Das Ende hat dann fast schon etwas heiteres, es wird so überdreht das man fast lachen könnte. Muss man auch. Irgendwie. Diese Frau kann einfach schreiben – bitterböse mit dem Blick immer auf die absurde Komik, die in auswegslosen Situationen steckt.

Blinde Weide, schlafende Frau – Haruki Murakami

Dienstag, 30. November 2010

Was bleibt mir zu meinem Lieblingsautor noch zu sagen? Auch diese Sammlung von Kurzgeschichten (die so kurz garnicht sind) ist wieder Kunst, Liebe auf den ersten Blick, die Wörter hallen lange nach, Murkami beschreibt das Leben wie es kein anderer kann und tut. Ich kann mich vor diesem Großmeister der Sprache und genauem Beobachter der Menschen nur immer wieder verbeugen und mir wünschen das er noch verdammt viel schreibt.

Und jedem anraten, einen Murakami so zu lesen wie ich: in völliger Stille, mit Lieblingsgetränk, wach und aufmerksam um alle Gedanken und Gefühle nur auf dieses Buch zu konzentrieren. Wer sich auf Murakami einlässt, der verliebt sich. Für immer.

Am Meer ist es wärmer – Hiromi Kawakami

Samstag, 16. Oktober 2010

Das Buch ist ohne Frage wieder wunderschön geschrieben. Kawakami macht nirgendwo zuviele Worte  – muss sie auch nicht, sie hat die Gabe Alltagsdinge so treffend zu beschreiben, das zwischen den wenigen Worten genug Platz bleibt für eigene Bilder. Die Geschichte bleibt allerdings schemenhaft und verschwommen…was dem Buch ein wenig den Glanz nimmt.

Der Himmel ist blau, die Erde ist weiss – Hiromi Kawakami

Samstag, 13. März 2010

Dieses Buch wird untertitelt mit “Eine Liebesgeschichte” – und was für eine! Bin ja ein Fan von japanischen Liebesgeschichten, sind die Rituale des umeinander werbens, des Gespräches, der Annäherung doch so ganz anders als hier in Deutschland. Ich tauchte in dieses Buch ein, ließ mich von der Poetik der Sprache verzaubern, faszinieren vom Umgang der Liebenden miteinander und verliebte mich – in dieses Buch.

Eine wunderbare Geschichte, die mich zum Schwärmen und zum Weinen brachte, ohne das sie jemals ins kitschige abgleiten würde. Klare Empfehlung für alle mit Frühlingsgefühlen – noch dazu ist die Taschenbuchausgabe von DTV in gewohnter Weise mit einem sehr passenden Cover versehen worden. Also auch äußerlich ein Genuß!

Und vielleicht nicht für jeden so wichtig, für mich aber eine Erwähnung wert: ich mag die intensiven Beschreibungen, wenn es ums Essen geht. Und da das japanische Essen sich ja doch grundlegend von der westlichen Küche unterscheidet, habe ich diese Passagen besonders genoßen…

Obession – Hitomi Kanehara

Samstag, 21. November 2009

Ein Portrait einer jungen Japanerin, die in ihren Beziehungen ungesunde Muster an den Tag legt. Für einen Westler teilweise eine ganz andere Sichtweise und doch ähneln sich ja überall auf der Welt die großen Themen. Ungewöhnlich, heftig und ein wenig erschreckend…

Herr Nakano und die Frauen – Hiromi Kawakami

Montag, 02. Februar 2009

Fängt sehr gut an, mit tollem Stil, wird aber zur Mitte/Schluss hin etwas verworren, klärt sich dann wieder auf. Der Roman ist durchaus erotisch, allerdings eben auch sehr “japanisch” – nicht mit allen Anspielungen konnte ich etwas anfangen. Trotzdem, allein wegen der schönen Skurrilität und auch einigen sehr schönen Sätzen durchaus lesenswert. Herr Nakano und sein Trödelladen ziehen seltsame Gestalten und Aussenseiter einfach an…

Die seltsamen Methoden des Dr. Irabu – Hideo Okuda

Donnerstag, 20. März 2008

Das Buch war echt ne kleine Entdeckung! Dr. Irabu ist Psychater – aber seine Methoden sind alles andere als normal. In diesem schmalen Bändchen gibt es 5 Kurzgeschichten rund um den Arzt und seine Patienten und ich war immer neugierig, was dem Mann noch so alles völlig seltsames einfällt. Ich fands herrlich :) Dr. Irabu ist sowas von daneben, das er schon wieder kultig ist!