Artikel mit ‘Jugendbuch’ getagged

Tobie Lolness – Timothée de Fombelle

Sonntag, 13. Mai 2012

Tobie ist winzig klein und sein ganzes Universum besteht aus einem einzigen Baum, auf dem seine Familie und viele, viele andere Baumlebewesen leben. Doch eines Tages gerät seine Familie in große Schwierigkeiten und Tobie ist auf sich allein gestellt. Es liest sich nett, einige schöne Ideen sind drin und doch hat mich das Buch nicht vollends fesseln können – woran es lag, weiss ich garnicht genau zu sagen. Durchaus eine Leseempfehlung für fantasievolle Kinder, ich muss den zweiten Teil aber nicht mehr unbedingt lesen.

Pampa Blues – Rolf Lappert

Donnerstag, 10. Mai 2012

Jeder der auch nur ansatzweise auf einem Dorf großgeworden ist, wird sich in diesem Roman ein wenig wiederfinden. Unaufgeregt erzählt Lappert eine kleingroße Geschichte: vom Erwachsenwerden, dem Drang etwas besonderes sein zu wollen, die Suche nach dem Platz für sich selbst im Leben, von Verpflichtungen, von Liebe. Und einem skurrilen Dorf, wie wir wohl alle eines kennen. Liest sich gut, macht sich gut.

Finn released – Oliver Uschmann

Dienstag, 01. Mai 2012

Ich mag die Figuren von diesem Autor einfach unheimlich gern. Genauso wie die Geschichten die er sich ausdenkt. Also eigentlich alles. Und überhaupt: nun hat er schon wieder ein tolles Jugendbuch geschrieben, welches mich unterhalten hat, amüsiert hat, mit glaubhaften Jungs, einer verrückten Spielidee und dem Quentchen Verrücktheit, dass es braucht damit man ein Buch so richtig wegzischt. Oliver Uschmann, Sie müssen damit aufhören, mir fällt langsam nicht mehr ein, wie ich noch sagen soll: ihre Bücher sind genial! Mehr davon!

Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick – Jennifer Smith

Freitag, 30. März 2012

Von der Gestaltung und dem Titel her erwartete ich eine romantische Liebesgeschichte, wohl nah am Kitsch, eben was fürs Herz . Ich bekam stattdessen eine sensibel erzählte Geschichte über den Umgang mit der  Trennung der Eltern  UND eine Liebesgeschichte, eine wirklich toll erzählte noch dazu, in der es auch nicht an Humor mangelt. Das war wirklich eine schöne Entdeckung im Jugendbuch!

Die Bestimmung – Veronica Roth

Montag, 19. März 2012

Ein gutes Beispiel dafür, wie idealerweise eine Jugendbuch-Dystopie geschrieben und gestaltet sein sollte. Eine recht einfache, einteilbare zukünftige Welt, die erst nach und nach ihre Schwächen und Geheimnisse enthüllt, starke Hauptfiguren, ungewisse Gegner und stets die Frage, wer Vertrauter und wer Feind sein wird. Mit Schnelligkeit und Spannung fesselt einen dieses Buch bis zur letzten Seite und der Cliffhanger läßt einen wirklich gespannt zurück. Davon darf es jederzeit mehr geben!

 

Vango: Zwischen Himmel und Erde – Timothée de Fombelle

Donnerstag, 23. Februar 2012

Über dieses Jugendbuch gerate ich ins Schwärmen, weil es sich wohltuend von vielen anderen abhebt! Hier nimmt einen die Geschichte wirklich mit ans Geschehen: auf eine winzige Insel, nach Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland – aus vielen Perspektiven setzt sich die Geschichte von Vango nach und nach zusammen. Und es ist rasant, es ist unheimlich spannend und noch dazu historisch interessant ohne dröge oder belehrend zu wirken. Mich jedenfalls hat die Geschichte nach einer Hörprobe die ich im Deutschlandfunk (sehr empfehlenswert übrigens der Podcast für Kinder- und Jugendliteratur!) gehört habe, nicht mehr losgelassen, das Buch musste her! Ein spannender, wirklich toll geschriebener Abenteuerroman für Jugendliche ab etwa 13 (und ich versteige mich zu der Behauptung, dass dieses Buch durchaus auch lesefaule Jungs begeistert). Der zweite Teil wird hoffentlich bald fertig übersetzt sein – ich möchte unbedingt wissen wie es mit Vango weitergeht!

Delirium – Lauren Oliver

Montag, 20. Februar 2012

Eigentlich hätte ich es wohl besser wissen müssen. Bereits ihr Erstling “Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie” hatte mich ja nicht so richtig vom Hocker gerissen. Und hier fand ich wirklich…ich sage mal so: ich lag krank im Bett beim Lesen und wollte etwas Leichtes lesen. Soweit wurde die Erwartungerfüllt, allerdings war mir, auch wenn die Grundidee nicht verkehrt war, das Buch einfach zu aufgebläht, viel zuviele Wiederholungen, die Geschichte kam sehr langsam in Gang und es kam nicht wirklich Lesefieber bei mir auf – die Charaktere blieben mir fremd, ich konnte einige Handlungsweisen nicht nachvollziehen. Ich habe mich beim Lesen teilweise wirklich geärgert und überlegt ob ich vielleicht zu alt für dieses Jugendbuch bin – andererseits bin ich generell durchaus ein Fan von Dystopien und habe mehrere, wirklich gute Bücher dieser Art im Jugendbereich gelesen, ohne mir zu alt vorzukommen. Nein, dieses Buch und ich, wir kommen nicht zusammen und ich werde die Fortsetzungen definitiv nicht lesen.

Margos Spuren – John Green

Freitag, 27. Januar 2012

John Green ist so ein Autor der mich seit Jahren geradezu verfolgt. Seien es meine Kolleginnen die sich samt und sonders auf “Eine wie Alaska” eingeschossen haben und das leidenschaftlich empfehlen, Besprechungen auf Blogs oder meine Freundin Christine von Lesemomente, die mir diesen Autor ebenso ans Herz legte. Nun lastet also gewisser Erwartungsdruck auf Herrn Green. Zum Glück weiss er ja nichts davon und hat hier ein Buch vorgelegt, das den ganzen Vorschusslorbeeren stand halten konnte. Er bevölkert das Buch mit vielen ungewöhnlichen Figuren, allen voran der geheimnisvollen Margo. Man spürt wie sehr ihm seine Figuren nahestehen, etwas was mich sehr für dieses Jugendbuch einnahm. Er hat mich mehrfach schwer grinsen lassen, weil ich die verrückte  Szenerie direkt vor Augen hatte   – um ein paar Sätze später schon fast wieder philosophisch zu werden, manchmal fast ein wenig schwermütig. Gerade diese Stellen haben es mir angetan. Es ist mehr als der typische “Roadmovie”, es ist eine temporeiche Geschichte über Abschiede, über Leben, über das Gesehen-werden und Freundschaft. Geht in Kopf, Herz und Bauch und bleibt. Empfehlung meinerseits!

Cassia & Ky: Die Flucht – Ally Condie

Montag, 23. Januar 2012

Wie immer schwierig über eine Fortsetzung zu schreiben ohne zu spoilern, daher in gewohnter Kürze: für mich ein würdiger Nachfolger, etwas schwächer als der erste Band, damit aber immer noch packend, spannend und vorallem enthüllt sich hier einfach nochmal mehr, wieviele unterschiedliche Kräfte rund um die Gesellschaft in der Cassia & Ky leben wirken. Ich habs wieder in einem Rutsch gelesen, klasse Jugendbuch-Unterhaltung, wieder sticht die Geschichte aus den Massen der Dystopien, die der Markt gerade so hergibt heraus. Und wieder will ich wissen – wie geht es weiter?

Wie ein Flügelschlag – Jutta Wilke

Dienstag, 17. Januar 2012

Eine gespannte Erwar­tung erfüllte mich, als ich das neue, wun­der­bar gestal­tete Buch von Jutta Wilke end­lich in den Hän­den hielt! Vom ers­ten Moment an steckte ich in der Geschichte von Jana, die als Leis­tungs­schwim­me­rin ein Sport­in­ter­nat besucht. Als ihre Klas­sen­ka­me­ra­din Mela­nie tot in der Schwimm­halle auf­ge­fun­den wird, ist Jana  ent­schlos­sen den Tod der Freun­din auf­zu­klä­ren – denn die offi­zi­elle Begrün­dung eines Herz­ver­sa­gens schluckt sie nach eini­gen selt­sa­men Bege­ben­hei­ten zuvor nicht mehr…

Die­ser Jugend­krimi lebt aber nicht nur von der bis zum Schluss gro­ßen Span­nung, er zeich­net sich beson­ders dadurch aus, das er einen ganz nah heran lässt an Janas Gefühle. Ich spürte die Was­ser­per­len auf mei­ner Haut, tauchte unter und fühlte die Frei­heit die Jana im Was­ser emp­fin­det, weit weg von der klam­mern­den Mut­ter, dem Leis­tungs­druck und der gan­zen Welt. Die Atmo­sphäre in der Schwimm­halle, die Ver­zweif­lung Janas die gegen Mau­ern des Schwei­gens anrennt — all das hat Jutta Wilke zu einem packen­den Jugend­krimi ver­ar­bei­tet, den ich an einem Abend ver­schlun­gen habe! Die­ses Buch ist kein Sprung ins kalte Was­ser, son­dern in bes­tes Lesegewässer!