Solitaire – Alice Osman

Die ersten Seiten sprachen mich an, je weiter ich las, desto weniger konnte dieses Jugendbuch mich fesseln. Am Ende war ich schlicht enttäuscht, gerade weil das Buch in der Verlagsvorschau so vielversprechend präsentiert wurde. Bei mir hat es keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen können, nur einen schalen Nachgeschmack.

Waffelsommer – Polly Horvath

Gewohnt skurril entwirft Horvath hier eine etwas andere Sommergeschichte rund um verschwundene Eltern und ein einsames Mädchen. Ich lese sie wirklich gerne, frage mich aber, ob die Zielgruppe (10 bis 12 Jahre) wirklich schon die großzügig gestreute Ironie der Buches erfassen kann. Die Autorin ist schon sehr speziell, ich empfehle sie aber gerne für geübte Leserinnen und Leser, die etwas anderes lesen möchten als Mainstream.

Neues von den Penderwicks – Jeanne Birdsall

Endlich ein Wiedersehen mit den Penderwicks! Diese Reihe gehört für mich mit zu den schönsten, die es die letzten Jahre im Jugendbuch gab. In diesem Band werden die Schwestern alle ein wenig erwachsener und ich schaue ihnen mehr als gerne dabei zu. Jeanne Birdsall hat wunderbare Ideen und man spürt, dass auch sie ihre Charaktere ins Herz geschlossen hat. Wer die Penderwicks noch nicht kennt, kann jetzt gleich alle Bände am Stück lesen und sich damit sehr, sehr glücklich machen!

Kirschen im Schnee – Kat Yeh

Ach! Was war das für ein FABELHAFTES Jugendbuch. Lange habe ich keines mehr gelesen, was mich so glücklich gemacht hat. Eine zu Herzen gehende Geschichte garniert mit leckeren, liebevollen Rezepten. Wendungen mit denen der Leser so nicht rechnet und über all dem dieses Funkeln, was nur die speziellen Bücher haben. Ich liebe es, wenn ein Buch in der Lage ist, mich zu überraschen und glücklich zu machen. Hach!

Eleanor & Park – Rainbow Rowell

Ach, was habe ich dieses Buch gemocht. Weil es mehr ist, als die typische Aussenseiter-verlieben-sich-ineinander-Geschichte. Die schwierigen Verhältnisse, in denen Eleanor lebt und aus denen sie alleine nicht ausbrechen kann, haben mich sehr berührt. Und auch, dass Rowell darauf verzichtet, dem ganzen ein einfaches Happy End zu verpassen. Für mich ein Stück Jugendliteratur, was eindrucksvoll vor Augen führt, wie aus einer kleinen Geste nicht nur Freundschaft werden kann, sondern auch der Mut zu einem anderen Leben. Ganz und gar fabelhaft!

Anders – Andreas Steinhöfel

Über dieses Buch haben wir im Kolleginnenkreis schon ganz heftig diskutiert. Bis auf ein Buch habe ich alles von Andreas Steinhöfel gelesen und bezeichne mich selbst als großen Fan. Aber “Anders” war mir zu anders. Natürlich hat es diesen großartigen Stil von Steinhöfel, und die Interviews, die er rund ums Erscheinen gab darüber, Kindern mehr zuzutrauen beim Lesen – ganz wunderbar! Aber ich tue mich immer sehr schwer mit Fabeln oder märchenhaften Einschüben, Traumwelten und nicht greifbarem innerhalb einer Geschichte – für mich der Knackpunkt meiner Unschlüssigkeit. Aber: meiner Kollegin ging es genau andersherum: sie schätzt diese Art von Erzählung sehr und verkauft das Buch mit viel Herzblut. Wenn ich ihr zuhöre, wie sie es unseren Kunden ans Herz legt, möchte ich es dann doch fast nochmal lesen. Aber nur fast.

Das Blubbern von Glück – Barry Jonsberg

Der ungewöhnliche Aufbau des Buches unterhält von der ersten Seite an, man schliesst Candice Phee und ihre Altklugheit einfach gleich ins Herz. Eine schwierige Familiensituation, mit Humor und einem Schmunzeln erzählt. Candice mag nicht für alle Probleme eine Lösung haben – aber sie versucht alles, was in ihrer Macht steht, um die Dinge ein kleines bisschen besser zu machen. Ab 10 Jahren.