Artikel mit ‘Krimi’ getagged

Flavia de Luce: Mord im Gurkenbeet – Alan Bradley

Dienstag, 21. Februar 2012

Lustigerweiser wollte ich meinen Leseeindruck mit “britischer Humor” beginnen. Allerdings – der Autor ist Kanadier ;-) Nunja, abgesehen vom Humor (der also entweder angelesen oder einfach kanadisch ist, wer weiss? )  hat er eine herrlich schräge Krimi-Geschichte, angesiedelt in Großbritannien geschrieben und Flavia, die etwas anders ist, als die meisten Jugendlichen, eroberte mein Herz  schnell. Nette Krimihandlung, ein bisschen Spannung, ein bisschen Rätselraten und die dubiose Familie rund um Flavia machen es zu einem schönen Schmöker für Menschen wie mich, die selten zu einem “normalen” Krimi greifen!

Fünf – Ursula Poznanski

Freitag, 17. Februar 2012

Ich gebe ganz ehrlich zu: nach den ersten zehn Seiten wollte ich dieses Buch zuklappen und weglegen. Der Funke sprang nicht über, ich fand keinen Halt im Buch und hatte einen hohen Stapel verlockender anderer Bücher. Ich gab mir aber einen Ruck und siehe da: just in diesem Moment kam dann etwas Fahrt ins Geschehen und ich sah mich einem unterhaltsamen Krimi mit ausgefallender Thematik (Geocaching) gegenüber.

Ein bisschen genervt war ich von der weiblichen Ermittlerin, die mir doch in allzuviele Klischees hinein passte. Man sieht, ich bin ambivalent – für die Idee gibt es  Punkte, ebenso für die Spannung und Auflösung – da haben wir es mit einem guten Plot zu tun. Trotzdem kam mir dieses Buch manchmal zu oberflächlich daher, was aber bei einem Krimi nunmal nicht die Hauptparameter zur Beurteilung sind. Finde es sehr schwierig, diesen Leseeindruck zu schreiben, denn zu negativ soll er auch nicht klingen – dafür hatte ich dann doch zuviel Lust, immer wieder weiterzulesen. Also: kleine Kritikpunkte, dennoch eine Krimi-Empfehlung für verregnete Samstage und definitiv für Freunde des Geocachings! Und eines hat dieses Buch definitiv geschafft: die Lust am Geocaching zu entfachen ;-)

Wie ein Flügelschlag – Jutta Wilke

Dienstag, 17. Januar 2012

Eine gespannte Erwar­tung erfüllte mich, als ich das neue, wun­der­bar gestal­tete Buch von Jutta Wilke end­lich in den Hän­den hielt! Vom ers­ten Moment an steckte ich in der Geschichte von Jana, die als Leis­tungs­schwim­me­rin ein Sport­in­ter­nat besucht. Als ihre Klas­sen­ka­me­ra­din Mela­nie tot in der Schwimm­halle auf­ge­fun­den wird, ist Jana  ent­schlos­sen den Tod der Freun­din auf­zu­klä­ren – denn die offi­zi­elle Begrün­dung eines Herz­ver­sa­gens schluckt sie nach eini­gen selt­sa­men Bege­ben­hei­ten zuvor nicht mehr…

Die­ser Jugend­krimi lebt aber nicht nur von der bis zum Schluss gro­ßen Span­nung, er zeich­net sich beson­ders dadurch aus, das er einen ganz nah heran lässt an Janas Gefühle. Ich spürte die Was­ser­per­len auf mei­ner Haut, tauchte unter und fühlte die Frei­heit die Jana im Was­ser emp­fin­det, weit weg von der klam­mern­den Mut­ter, dem Leis­tungs­druck und der gan­zen Welt. Die Atmo­sphäre in der Schwimm­halle, die Ver­zweif­lung Janas die gegen Mau­ern des Schwei­gens anrennt — all das hat Jutta Wilke zu einem packen­den Jugend­krimi ver­ar­bei­tet, den ich an einem Abend ver­schlun­gen habe! Die­ses Buch ist kein Sprung ins kalte Was­ser, son­dern in bes­tes Lesegewässer!

Der Mann, der kein Mörder war – Hjorth & Rosenfeldt

Montag, 31. Oktober 2011

Hier hat mich der Titel beim Auspacken der Neuheiten angesprochen und nachdem meine Kollegin dann auch noch meinte, sie könne mir ja ihr Leseexemplar mitbringen, nahm ich das zum Anlass, doch mal wieder einen Krimi zu lesen, was ich ja zugegebenermaßen selten tue. Und oftmals sind ja diese “Zufallsbücher”, die einem so über den Weg laufen, gerade genau das richtige. Ich sage nur: über 600 Seiten, ein Sofa und ein Sonntag – und ich war durch! Ein sehr sympathisches Ermittlerteam in Schweden, dazu ein unausstehlicher, eigenbrötlerischer Polizeipsychologe der seine ganz eigenen Gründe hat, sich in die Ermittlungen einzumischen – spannend bis zur letzten Seite, toller Plot und der Leser weiss sehr lange nicht, woran er ist. Definitiv meine Krimiempfehlung für 2011!

Rico, Oscar und der Diebstahlstein – Andreas Steinhöfel

Samstag, 22. Oktober 2011

So manchen Autor mag man einfach so sehr, das man richtiggehend leidet, wenn ein neues Buch auf sich warten lässt. Auf Andreas Steinhöfel und seine zwei Helden Rico und Oscar allerdings würde ich auch 10 Jahre warten, wenn er denn nur weiterschreibt. Diese zwei – hochbegabt und tieferbegabt – sind einfach absolut herrlich und ich versteige mich mal zu der Behauptung das die Reihe um diese beiden definitiv Klassiker-Status im Kinder und Jugendbuch erreichen wird. Wiedermal hat mich Steinhöfel begeistert, bezaubert, nachdenklich gemacht und das Buch wurde danach zärtlich zu seinen beiden Vorgängern in meine Steinhöfel-Ecke gestellt. Aus tiefstem Herzen – Danke und schreiben Sie weiter!

(Und ja, ich bin ganz knapp davor mein Autogramm von der Messe einzurahmen…)

Paris Trout – Pete Dexter

Samstag, 24. September 2011

Hier war ich eher enttäuscht. Das Buch hat sich für mich gezogen, die Geschichte kam nicht richtig in Gang und verlief sich wie Kaugummi der nicht recht vom Schuh will. Ich habe glaube ich eine ganz andere Auseinandersetzung mit Rassismus und Kleinstadt-Justiz erwartet und kam dann nicht klar. Ein bisschen schade, weil das Buch von einigen Kunden und Kollegen sehr geschätzt und oft empfohlen wurde, bei mir hat es leider nicht den Nerv getroffen.

Die Komplizin – Eireann Corrigan

Freitag, 16. September 2011

Als Finn und Chloe die Entführung von Chloe vortäuschen, geht nur anfangs alles “gut”. Und Finn befindet sich im Zwiespalt – noch viel mehr, als ein Mitschüler verdächtigt wird, Chloe etwas angetan zu haben… Zunächst mal hält man hier einen richtig gut gemachten Jugendkrimi in den Händen. Aber in dem Buch steckte, wie ich erfreut festgestellt habe, durchaus noch mehr. Die Frage, wieviel eine Freundschaft aushalten kann und auch warum sie entsteht – und wann aus Spiel Ernst wird  ist hier äußerst spannend behandelt worden. Gerade dieser nachdenkliche Part macht für mich das Besondere dieses Buches aus.

Allmen und der rosa Diamant – Martin Suter

Montag, 18. Juli 2011

Fortsetzungen sind ja immer so eine Sache. Bei diesem Werk habe ich öfter gelesen, es wäre längst nicht so gut wie der erste Teil. Ich empfand das aber garnicht so – dieser Teil ist ruhiger, die Krimi-Handlung viel gemächlicher. Aber gerade deshalb weil Suter eben probiert und sich einfach auf seine Figuren einläßt, hat mir dieser zweite Teil wieder genausogut gefallen. Ich für meinen Teil werde die nächsten Bände auch sicherlich kaufen!

Falscher Vogel fängt den Tod – Donna Andrews

Samstag, 19. März 2011

Auf dieses Buch stieß ich durch einen neu gegründeten Krimi-Lesekreis. Man muss ja auch mal was neues entdecken. Andrews schreibt sehr süffig, es liest sich so weg, man schmunzelt ab und an und verfolgt das Geschehen amüsiert. Das der Funke nicht komplett übersprang lag vielleicht daran das ich manche Wendung schon über das halbe Buch hinweg ahnte, eigentlich sind das aber nur kleine Schönheitsfehler. Unterhaltsam war es in jedem Fall und das ist bei Krimis, die ich ja eh eher selten lese, für mich dann auch in Ordnung so. Wer es also recht unblutig und dafür eher lustig mag, ist hier genau richtig.

DU – Zoran Drvenkar

Donnerstag, 10. März 2011

Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, nachdem ich wahnsinnig begeistert von “Sorry” war. Ein schwieriges Buch. Einerseits habe ich es zu Ende gelesen, wollte wissen wie es endet – bei 600 Seiten ja auch schon eine Aussage. Andererseits war es zwischendurch so zäh, anstrengend zu lesen, kein Durchblick…Drvenkar erzählt aus 3 Perspektiven – eine davon war genial, absolut packend, auf die hab ich mich dann immer gefreut. Leider nimmt sie den kleinsten Teil ein. Er versteht sein Handwerk, keine Frage, aber hier war ich dann doch eher enttäuscht – für einen Krimi fehlt es mir an Tempo…Trotzdem – komplett verreissen kann und will ich es nicht.