Artikel mit ‘Leben’ getagged

Süß wie Schattenmorellen – Claudia Schreiber

Dienstag, 15. März 2011

Ein Gefühl für schräge, herrlich skurrile Gegebenheiten hat Claudia Schreiber, das muss man ihr lassen. Ganz in Tradition von “Emmas Glück” hat dieser Roman wieder sehr eigenwillige Hauptpersonen die, es scheint in einer völlig anderen Welt leben – und doch ist es nur Nordhessen. Einige Dorfbewohner dieses Landstriches sind so lebendig gezeichnet das man sich fragt, wo genau dieses Dorf liegt – denn das muss es wirklich geben. Der Roman zündet, für mich vorwiegend auf den ersten 150 Seiten, total. Leider – und das tut mir richtiggehend weh, weil ich diese Autorin nach einigen Lesungen bei uns wirklich sehr mag – fällt die Geschichte für mich dann kontinuierlich ab. Vielleicht ist das gewollt, es soll nicht gefallen, es soll anecken und polarisieren – ich war aber irgendwie frustriert ob der Ereignisse, konnte mich nicht mehr einfühlen. In seiner Gesamtheit ist das Buch trotzdem lesenswert! Und der Schluss gibt ja auch einiges her – an Diskussionsstoff!

[das] Wörterbuch der Liebenden – David Levithan

Mittwoch, 16. Februar 2011

Endlich mal wieder eine Liebesgeschichte die mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt hat! Wie der Titel schon verrät ist das Buch aufgebaut wie ein Wörterbuch – und jedes Wort von A bis Z erzählt eine Eigenschaft, ein Ereignis, eine Gemeinsamkeit der beiden Liebenden. Selten habe ich etwas so zärtlich und poetisch geschriebenes gelesen, ich bin in diesem Buch verschwunden vor Begeisterung. Soviele Erinnerungen die der Erzähler aufsteigen lässt, auch wenn wir recht von Anfang an wissen was passiert, kann man sich der Schönheit dieser Beschreibungen nicht entziehen. Einfach  ganz wunderschön!

Erika – Elke Heidenreich

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Die Geschichte des großen rosa Plüschschweins habe ich als eines meiner Weihnachtsbücher gelesen. Die Geschichte war ganz schön, allerdings empfand ich sie nur teilweise an eine Hommage an Leben und Liebe und einige Male eher als ziemlich deprimierend. Trotzdem ein nettes, kleines Büchlein und die Reaktionen auf das Plüschschwein sind einfach zu nett!

Wenn Du stirbst zieht dein ganzes Leben an Dir vorbei, sagen sie – Lauren Oliver

Samstag, 13. November 2010

Bei diesem Buch hat mich zuerst der Titel und die tolle Covergestaltung angesprochen….ich glaube ich habe einfach ein bisschen was anderes erwartet, mehr Philosophie, mehr tiefere Fragen über Leben und Sterben. Oliver erzählt die Geschichte im Leben eines jungen Mädchens einem einzigen Tag, der immer wieder seinen Lauf nimmt. Obwohl erzählerisch durchaus eine Kunst, die gleiche Geschichte so oft zu erzählen und immer wieder neue Facetten einzubauen, hat es mich einfach nicht mitgerissen. Die Figuren blieben für mich unnahbar, die Hauptperson über weite Strecken unsympathisch – viele waren zwar durchaus realistisch gezeichnet, mich verband aber wenig mit diesen Jugendlichen. Die Idee durch wenige Änderungen im Verhalten auch dem Leben einen anderen Verlauf zu geben ist zwar gut – mir hat die Umsetzung nicht gefallen.

Damit ihr mich nicht vergesst – Mitch Albom

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Mitch Albom wird vom Rabbi seiner Heimatstadt um einen ungewöhnlichen Gefallen gebeten: er soll auf dessen Beerdigung die Trauerrede halten. Und obwohl Albom das ganze eigentlich für keine gute Idee hält, fängt er an, sich regelmässig über 8 Jahre mit dem Rabbi zu treffen um Material für diese Rede zu sammeln. Wer jetzt an eine Neuauflage von Dienstags bei Morrie denkt, hat weit gefehlt. Albom verknüpft die Geschichte des Rabbis, seine interessanten Ansichten, Erlebnisse und Lebenserfahrungen mit denen eines weiteren Mannes, einem freien Prediger, der bevor er zum Glauben kam wirklich ganz unten war – Drogen und eine kriminelle Vergangenheit. Und obwohl man denkt, diese beiden Religionen und Männer gehen nicht zusammen – so zeigt sich doch immer wieder, das beide sich darin ähneln, das sie ihren Glauben mit voller Kraft leben. Ein Buch aus dem man sehr viel ziehen kann, ein Buch bei dem man anfängt, sich mit den eigenen Überzeugungen auseinanderzusetzen – ein Plädoyer für Toleranz, Liebe und das Teilen von Geschichten und Erfahrungen. Mich hat dieses Buch einfach berührt und ich wünsche mir, das Mitch Albom noch oft über solch inspirierende Persönlichkeiten schreibt!

Pferde stehlen – Per Petterson

Montag, 12. April 2010

Es gibt Bücher, da stimmt auf den ersten Blick alles: ein skandinavischer Autor, ein schönes Cover, egal auf welcher Ausgabe, ein ansprechender Titel. So erging es mir mit “Pferde stehlen“. Eine Familiengeschichte, ein Drama, das vielleicht gerade durch die ruhige, fast schon zu langsame Erzählart fast noch tragischer wirkt. Zwar sind die Landschaftsbeschreibungen Norwegens, die Stille und Ruhe wunderbar eingefangen worden, die Sprache reiht sich toll aneinander – die Geschichte aber ist mir manchmal fast zu vage gewesen, zu wenig klar. Es ist ein nachdenkliches Buch, eine Rückschau. Es lässt mich ein wenig ratlos zurück, ich konnte es zum Teil nicht richtig “greifen” – vielleicht habe ich etwas anderes davon erwartet.

Wir tun uns gut: Das Wohlfühlbuch für Schwangere – Jennifer Louden

Sonntag, 21. März 2010

Das dieses hervorragende Buch vergriffen ist, ist sehr, sehr schade. Ich habe einiges an Schwangerschaftsliteratur gelesen, tolle, informative Bücher. Aber die seelische Seite der Schwangerschaft, die Gefühle der Mutter und des werdenden Vaters, alles was da so auf einen einprasselt – das hat mir dieses Buch nahegebracht. Es ist sehr liebevoll geschrieben ohne dabei betulich zu wirken – es ist ein toller Ratgeber, eine beste Freundin, hat viele Anregungen für Übungen, egal ob man durch Schreiben oder andere Hilfsmittel lernt, mit all diesen Veränderungen umzugehen.Ob es jetzt um die Kleiderfrage, die Geburt, die Stimmungsschwankungen, die Einstellung zum eigenen Körper oder Überforderung in den ersten Wochen geht – das Buch geht alle Aspekte an, ohne zu beschönigen, aber auch ohne Horrorvisonen.

Ausserdem hat das Buch Humor und vermittelt einem eine gewisse Gelassenheit und das man mit all dem nicht alleine da steht und schon garnicht verrückt ist…auch wenn sichs manchmal so anfühlt. Für mich bisher das Buch in dem ich am meisten geblättert habe, in dem sehr viele Post-Its stecken, ich wahnsinnig viel angestrichen habe und auch mitgenommen habe.

Ich würde es jeder Freundin zur Schwangerschaft schenken: als Hilfe, als Wegbegleiter, als Idee, als liebevolle Geste! Wer es sich gebraucht besorgen kann, sollte das tun!

Umgarnt – Kate Jacobs

Freitag, 19. März 2010

Die Fortsetzung von “Die Maschen der Frauen“. Wieder begegnen wir den Mitgliedern des Strickclubs, allerdings einige Jahre später. Da man nicht viel sagen kann ohne zu spoilern, halte ich es kurz: alle sind älter geworden, es gibt einiges an Veränderungen in den  Freundschaften – insgesamt bricht das vertraute Gefüge auf und macht Platz für neues. Es war als Fortsetzung in Ordnung, interessant zu erfahren, was die Zukunft bereithielt, für einen netten Nachmittag in der Badewanne. Mehr aber leider auch nicht – der Erstling hatte für mich doch deutlich mehr Charme.

Engel des letzten Tages – Michal Viewegh

Dienstag, 16. März 2010

Dieses Buch habe ich aus der Verlagsvorschau “gefischt” allein wegen des wunderschönen Covers. Und gut das dies passierte – eine kleine Perle dieses Buch! Viewegh beschreibt eine kleine Gruppe von Engeln in Prag, deren Aufgabe es ist, die Menschen in ihren letzten Stunden vor ihrem Tod zu begleiten. Und das tun diese nicht unbedingt auf die übliche Weise – da wird durchaus mit dem eigenen Schicksal gefochten – wieviel darf man den Sterbenden noch “helfen” in Ordnung zu bringen? Wer bestimmt die Lebensdauer? Die Schicksale der Sterbenden sind miteinander verwoben – und obwohl das Buch einige Tränen hat rollen lassen, so gab es doch wunderschöne Momente der Hoffnung, wenn die Engel noch durch scheinbare Kleinigkeiten, das Leben der Überlebenden verändern…

Hat mir sehr gefallen und wird sicher einige Male verschenkt werden…

Ein geschenkter Tag – Anna Gavalda

Dienstag, 09. Februar 2010

Gavalda ist zurück und zwar so, wie wir sie lieben. Mit leiser Ironie, herrlich französisch und es bringt schonmal einen Hauch von Sommer…. Dieses Buch erzählt von einem geschenkten, ich mag fast sagen, einem geklauten Tag. Schon die ersten Seiten offenbaren den wundervollen Stil Gavaldas und das Buch verzaubert mit der Geschichte der 4 unterschiedlichen Geschwister und ihrem Leben. Ein Geschenk für die beste Freundin, die Schwester, die Mutter, die liebenswerte Arbeitskollegin – ach was, alle sollten in den Genuß dieses Buches kommen…!!!