Artikel mit ‘Liebe’ getagged

Ada liebt – Nadine Balschun

Dienstag, 03. April 2012

Eine Liebesgeschichte zwischen Wörtern und Schweinen. Leichtfüßig, aber nicht seicht. Traurig und doch auf eine fragile Art und Weise schön. Ungewöhnlich und doch bodenständig. Ein Buch voller Gegensätze, die es sehr reizvoll und lesenswert machen!

Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick – Jennifer Smith

Freitag, 30. März 2012

Von der Gestaltung und dem Titel her erwartete ich eine romantische Liebesgeschichte, wohl nah am Kitsch, eben was fürs Herz . Ich bekam stattdessen eine sensibel erzählte Geschichte über den Umgang mit der  Trennung der Eltern  UND eine Liebesgeschichte, eine wirklich toll erzählte noch dazu, in der es auch nicht an Humor mangelt. Das war wirklich eine schöne Entdeckung im Jugendbuch!

Liebe usw. – Julian Barnes

Dienstag, 13. März 2012

Wie kein zweiter Autor den ich bisher gelesen habe, versteht sich Barnes darauf, Beziehungsgeflechte genau zu sezieren. Seine Spezialität: das Erleben der einzelnen Figuren in dieser Dreiecksgeschichte gegeneinander zu stellen und immer wieder die Frage an den Leser zu richten: gibt es eine allumfassende Wahrheit? Oder ist es nicht vielmehr so, dass unsere Wahrnehmung und unsere Erinnerungen und Empfindungen nur von uns aus genau dieser Perspektive gefühlt werden können? Und je mehr man von Barnes liest, desto mehr merkt man: nein, es gibt kein Richtig, Falsch oder auch nur eine objektive Wahrheit. Ein Buch von ihm lässt einen nachdenklich zurück, lässt einen Sätze mehrfach lesen – und fordert heraus. Allerdings eine Herausforderung, die ich nur allzugerne annehme!

Mit Haut und Haaren – Arnon Grünberg

Sonntag, 11. März 2012

Hier wird das Konzept einer Dreiecksbeziehung enorm ausgeweitet – hier wird eine von der modernen Welt stark geprägte Beziehungsgeschichte mit vielen Beteiligten durchaus ausführlich (ein wenig Geduld braucht man dafür ehrlicherweise schon) geschildert – und wie wir es von Grünberg gewohnt sind, steuert schon in den ersten Kapiteln alles darauf hin, dass seine Figuren scheitern. Wie sie das tun – wird virtuos und mit einem Gespür für Timing erzählt. Grünberg mag Verzweiflung, er mag Menschen die von ihren innersten, verheererenden Wünschen getrieben werden, er mag Katastrophen. Und so düster es jetzt auch klingt – es ist für den Leser dennoch immer wieder ein Erlebnis, ihn dabei zu begleiten.

Everlasting: Der Mann der aus der Zeit fiel – Holly-Jane Rahlens

Freitag, 09. März 2012

Das erste was an diesem Buch ins Auge sticht, ist das herrliche Pink des Covers, knallig und verspielt. Schnell merkt man aber, dass sich dieses Buch weder in ein Genre einordnen lässt, noch das man vorschnell ein Urteil fällen sollte – hier steckt viel drin und vorallem ist es ein echter All-Age-Titel und nicht nur Jugendliche sollten hier zugreifen!

Holly Jane-Rahlens beschreibt eine Zukunftsvision im Jahre 2264, in der Deutsch eine alte, tote Sprache darstellt, die von nur wenigen beherrscht wird. Die Menschen verständigen sich über eine Art Computer in ihren Köpfen, Schreiben ist eine altmodische Sache und wird kaum praktiziert. Als Finn, ein Historiker und Experte für Deutsch anfängt ein Teenie-Tagebuch einer gewissen Eliana zu übersetzen, welches Aufsschluss über die damalige Zeit geben soll und daraufhin zu einer gewagten Mission, in die Zeit zurück geschickt wird, landet er in Berlin – des 21. Jahrhunderts!

Rahlens schreibt gewohnt humorvoll, wird dabei aber nie oberflächlich oder flapsig, vielmehr lässt sie in leisen Tönen auch gesellschaftskritische Ansätze anklingen. Mit großem Vergnügen habe ich die Geschichte zwischen Finn und Eliana, verfolgt. Viel Sprachwitz steckt in den Wortspielereien und Erklärungen die ganz wunderbar mehrere Sprachen vereinen und von der Liebe der Autorin zum Wort zeugen. Ihre Freude am Detail zeigt sich auch in den Beschreibung der futuristischen Gesellschaft und den Schwierigkeiten, die Finn im ungewohnten Berlin meistern muss.  In diesem Roman findet sich eine Zukunftsvision, Romantik, eine ordentliche Portion Witz und eine spannende Geschichte, bei der man nicht aufhören will – ein toller Schmöker, den ich wirklich sehr gerne empfehle!

Alberta empfängt einen Liebhaber – Birgit Vanderbeke

Freitag, 02. März 2012

Ein kleines, schmales Bändchen…ich wollte mal etwas von Vanderbeke probieren. Einerseits hat es mich durchaus angesprochen, eine schöne Sprache – leider war der Inhalt für mich eher sperrig, vage, es kam nicht so richtig an mich ran. Vielleicht auch der gewünschte Effekt, wissen die Figuren doch auch nicht recht, wohin mit sich. Da ich nicht genau wusste, wie ich es beurteilen soll, bin ich ein wenig auf die Suche nach anderen Rezensionen gegangen und habe aufs Geratewohl einen Veriss gefunden, der ziemlich genau traf, was mich störte – und dann eine überschwängliche Rezension, die die Punkte herausstellte, die für mich dieses Buch eben doch durchaus lesenswert machten. Anscheinend muss ich einfach gespalten bleiben und dem Buch beides zugestehen ;-)

Delirium – Lauren Oliver

Montag, 20. Februar 2012

Eigentlich hätte ich es wohl besser wissen müssen. Bereits ihr Erstling “Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie” hatte mich ja nicht so richtig vom Hocker gerissen. Und hier fand ich wirklich…ich sage mal so: ich lag krank im Bett beim Lesen und wollte etwas Leichtes lesen. Soweit wurde die Erwartungerfüllt, allerdings war mir, auch wenn die Grundidee nicht verkehrt war, das Buch einfach zu aufgebläht, viel zuviele Wiederholungen, die Geschichte kam sehr langsam in Gang und es kam nicht wirklich Lesefieber bei mir auf – die Charaktere blieben mir fremd, ich konnte einige Handlungsweisen nicht nachvollziehen. Ich habe mich beim Lesen teilweise wirklich geärgert und überlegt ob ich vielleicht zu alt für dieses Jugendbuch bin – andererseits bin ich generell durchaus ein Fan von Dystopien und habe mehrere, wirklich gute Bücher dieser Art im Jugendbereich gelesen, ohne mir zu alt vorzukommen. Nein, dieses Buch und ich, wir kommen nicht zusammen und ich werde die Fortsetzungen definitiv nicht lesen.

Ewig Dein – Daniel Glattauer

Freitag, 03. Februar 2012

In der gewohnt charmanten Manier von Glattauers Romanen beginnt diese augenscheinliche Liebesgeschichte – ein Kennenlernen, ein Kribbeln, ein neuer Mann im Leben von Judith, der liebenswürdige, sehr verliebte Hannes. Nach dem großen Erfolg seiner beiden Emmi&Leo-Romane hätte Glattauer auch einfach wieder eine Liebegeschichte der “üblichen” Art schreiben können – er hat jedoch alles richtig gemacht und genau das nicht getan!  Statt dessen schleicht er sich auf ungewohnt spannende Pfade, baut langsam eine gewisse Bedrohlichkeit auf und haut dem Leser seine Erwartungen um die Ohren. Und das liest sich einfach gut und abwechslungsreich, denn auch der Humor kommt durch einige wirklich herrlich karikierte Nebenfiguren nicht zu kurz. Mal etwas ganz anderes, überraschendes – hier kommen sowohl Fans vom Autor als auch jene, die ihn noch nicht kennen, auf ihre Kosten!

Für den Rest des Lebens – Zeruya Shalev

Donnerstag, 02. Februar 2012

Voller Wucht und Eindringlichkeit schildert Zeruya Shalev die Facetten einer Familie über 3 Generationen – in einer bildhaften, wundervollen Sprache die einen berührt zurücklasst…Meine erste Shalev und ganz sicher nicht meine letzte! Ja, man braucht einige Tage (und Ruhe!) für das Buch, weil es wirken muss – die Sätze sind lang, manches Mal fast ohne Anfang und Ende, aber genau das ist es was für mich den Reiz des Romans ausmacht.

Unbedingt erwähnen muss man die Tiefe, in die Shalev uns mitnimmt, intensiv spürt man den so oft schmerzhaften Gefühlen der Protagonisten nach. Eine Betrachtung der Familie,  3 eigenwillige Figuren und auch wenn viel Schweres den Roman bewohnt, so finden sich hier und dort doch kleine, wunderschöne Betrachtungen und Wörter und bilden so gemeinsam ein großes, sehr rundes Werk. Ein ganz wichtiger Lesetipp!

Harold and Maude – Colin Higgins

Montag, 30. Januar 2012

Hier bleibt mir nur zu sagen: ein wunderbares kleines Büchlein über das Sterben und das Leben – selten hat es jemand so gut auf den Punkt gebracht, wie diese beiden Ereignisse sich gegenseitig bedingen. Jeder sollte eine Maude in seinem Leben haben, jeder sollte singen und tanzen wenn ihm danach ist und sein ganz eigenes Leben leben. Ach, es ist einfach so ein großes JA zum Leben und nachdem ich den Film schon lange liebe, war diese Lektüre überfällig.