Sheila Levine ist tot und lebt in New York – Gail Parent

Eine kleine Zeitreise, die sehr slapstickartig beginnt, mit jüdischem Witz und Galgenhumor. Das Buch schlägt aber auch ernsthaftere Töne an und verliert ein wenig die Rasanz des Beginns, gewinnt dadurch aber nochmal an Tiefe. Eine ganz eigene Welt – die Welt von Sheila Levine. Begleiten wir sie ein Stück… denn der Weg lohnt!

Dash und Lilys Winterwunder – Rachel Cohn/David Levithan

Wenn eine süße, romantische Wintergeschichte gesucht wird, mit ein paar popkulturellen Anspielungen, einer charmanten Mischung aus überdreht-niedlicher weiblicher Protagonistin mit schräger Familie und ernsthaftem, sich selbst etwas zu ernst nehmendem männlichen Buchliebhaber – zugreifen. Die Idee des Buches, eine Art Spiel das beide quer durch New York führt, ist eigentlich ganz schön. Aber die große Verzauberung blieb nach anfänglicher Begeisterung bei mir aus. Was vorallem daran lag, das es mir irgendwann zu überdreht wurde. Lustigerweise geht es mir wohl konträr zu anderen Meinungen: viele fanden Lilly ganz entzückend und Dash eher seltsam, ich fand Dash toll und Lilly eher anstrengend. Es ist dennoch ein nettes Jugendbuch, schöner Winterschmöker und wer eine romantische Ader hat, kommt sicherlich auf seine Kosten!

Summer and the City – Candace Bushnell

Nachdem ich vom ersten Teil der Carrie-Diaries ja wirklich positiv überrascht und angetan war, habe ich diesen zweiten Teil freudig erwartet. Leider, leider – ja, es war nett an einem Nachmittag zu lesen. Es hatte ein paar hübsche Szenen und vorallem sind die Kennlerngeschichten von Carrie, Miranda, Samatha und Charlotte natürlich für jeden Fan der Serie wichtig. Aber es hatte nicht ansatzweise den Witz  des ersten Teils, es kam nicht richtig in einen Erzählfluß…schade, wirklich schade!

The Carrie Diaries – Candace Bushnell

Jeder SATC-Fan braucht dieses Buch! Finde ich. Ich liebe die Serie sehr und somit war dieses Buch sofort mein. Wir erfahren alles über Carrie Bradshaw, bevor sie nach New York kommt – ihre Highschool Jahre. Und das ist so sehr Carrie das man es einfach nur lieben muss. Es ist eindeutig ein Jugendbuch, lässt sich schnell lesen, das passt aber auch einfach zur vorherrschenden Stimmung. Carrie als Teenie die schon damals ihren Traum von New York und dem Schreiben träumt, das ist einfach klasse! Auch wenn einiges im Buch nicht mit Erwähnungen in der Serie übereinstimmt, tut das diesem Buch keinen Abbruch – für mich gewährt es einen tieferen Einblick in Carries Seelenleben, warum sie wird wie sie uns später in der Serie erscheint und was ihre Überzeugungen prägte. Also – High Heels an und die Carrie Diaries kaufen…;-)

Umgarnt – Kate Jacobs

Die Fortsetzung von “Die Maschen der Frauen“. Wieder begegnen wir den Mitgliedern des Strickclubs, allerdings einige Jahre später. Da man nicht viel sagen kann ohne zu spoilern, halte ich es kurz: alle sind älter geworden, es gibt einiges an Veränderungen in den  Freundschaften – insgesamt bricht das vertraute Gefüge auf und macht Platz für neues. Es war als Fortsetzung in Ordnung, interessant zu erfahren, was die Zukunft bereithielt, für einen netten Nachmittag in der Badewanne. Mehr aber leider auch nicht – der Erstling hatte für mich doch deutlich mehr Charme.

Die Maschen der Frauen – Kate Jacobs

Der Titel ist leider selten dämlich übersetzt das Original “The Friday Night Knitting Club” spricht mich doch viel mehr an…. Ein echtes Wohlfühl-Sonntags-auf-dem-Sofa-Buch mit tollen Figuren, die zwar teilweise etwas schemenhaft bleiben, aber das tut dem keinen Abbruch. Lässt sich super lesen, hat Herzenswärme und macht total Lust auf Stricken :-D. Und hat mich durch alle Gefühlslagen einmal durchgeschleust von Lachen zu Weinen, diese Geschichte von Georgia Walker, Besitzerin eines Strickladens und ihrer Tochter, die sie alleine großzieht…. Ich finde, sowas braucht es zwischendurch einfach mal! Von aussen hätte ich das dem Buch wirklich nicht zugetraut…Daumen hoch!

Die große Welt – Colum McCann

*erscheint im September 2009*

Mit der Geschichte des Seiltänzers, der in den 70gern zwischen den zwei Türmen des World Trade Centers sein Seil spannte, verknüpft McCann ein großes New York Epos. Das Problem was ich eigentlich fast immer mit Geschichten habe, die aus 5 oder mehr Blickwinkeln erzählt werden – einige gefallen mir super, andere ziehen sich ein bisschen. So auch hier – ich habe das Buch gerne und auch recht schnell gelesen, werde es auch durchaus empfehlen. Trotzdem hat es einige Längen. Am Ende ist man dennoch erstaunt, wie toll der Erzählstrang durch alle Blickwinkel geht und wo sich die Protagonisten treffen und verknüpfen – das ist schon ein toller Erzähler, der McCann…

Die New York Trilogie – Paul Auster

Eine Empfehlung meiner lieben Buchhändlerkollegin Katrin!

Ich bin nicht sicher, ob ich nochmal was von ihm lesen werde. Den ersten Teil fand ich teilweise äusserst sperrig, ich hatte fast das Gefühl, das manche Teile von einem “Fachmann” geschrieben wurden, der zwar sein Fach beherrscht, aber so eintönig schreibt, das es einen nicht “packt”. Trotzdem gab es in diesem Teil einige richtig tolle Wendungen und Sätze – also so ganz falsch war es doch nicht. Das “zweite” Buch hat mich von Anfang an mehr fasziniert, allein die Namensgebung war klasse. Das Ende war mehr als verstörend…Und der dritte Teil ist quasi mein Favorit gewesen, eine klassische Kriminalhandlung irgendwie. Und obwohl ich durchaus die Paralellen zwischen den Geschichten gesehen habe, wie sie zusammenhängen, das kann ich jetzt nach einigem Nachdenken noch nicht genau sagen… Und alle Teile liessen mich relativ “verstört” zurück – sehr unsinnig und seltsam anmutend. Falls Auster mich völlig verwirren und ins Chaos schiessen wollte – das hatter geschafft!