Hier könnte ich zur Welt kommen – Marjorie Celona

Oftmals ist es ja so, dass einem ein Cover ins Auge springt und man hängenbleibt. So ging es mir mit diesem Buch und dass der Titel mir auch gleich gefiel, führte dazu, dass ich es unbedingt lesen wollte. In Kanada nimmt diese Familiengeschichte ihren Lauf – allein um der eindrucksvollen Beschreibungen der Gegend ist dieses Buch schon besonders, aber auch die Geschehnisse haben es in sich: das kleine Mädchen, das von seiner Mutter ausgesetzt wurde und in ihren ersten Lebensjahren soviel mehr kämpfen muss, als sie je dachte, das von Familie zu Familie gereicht wird und nie wirklich zur Ruhe kommt. Das Buch ging mir sehr nahe, die Frage nach Familie, Geborgenheit, eigener Identität und auch nach den Beweggründen der jungen Mutter zereissen einem manchmal schlicht das Herz. Und es gab in diesem Buch so einiges, worüber ich gerne zusammen mit dem Mädchen geweint hätte. Stellenweise heftig, aber vorallem ein großartiges Buch!

Ihr kriegt mich nicht – Mikael Engström

Miks Aufgabe ist einfach: Niemand darf merken das sein Vater nur noch trinkt und sein Bruder so langsam in die Kriminalität abrutscht. Aber die Aufgabe ist nicht einfach: das Kartenhaus bricht zusammen. Statt bei seiner Tante im hohen Norden untergebracht zu werden, soll Mik zu einer Pflegefamilie und wehrt sich heftig. Was folgt ist eine einzigartige Geschichte über das Dazugehören, Familie, Freunde, ein klitzekleines skurriles Dörfchen und die Frage: “Wissen die Erwachsenen wirklich, wo ein Kind zuhause ist?”.

Das Buch berührt sehr, es ist intensiv und voller Kraft geschrieben. Kinder sind so stark und nicht immer ist die Lösung nach Schema F die richtige für die Seele. Ein großartiges Jugendbuch!