Artikel mit ‘Rassismus’ getagged

Paris Trout – Pete Dexter

Samstag, 24. September 2011

Hier war ich eher enttäuscht. Das Buch hat sich für mich gezogen, die Geschichte kam nicht richtig in Gang und verlief sich wie Kaugummi der nicht recht vom Schuh will. Ich habe glaube ich eine ganz andere Auseinandersetzung mit Rassismus und Kleinstadt-Justiz erwartet und kam dann nicht klar. Ein bisschen schade, weil das Buch von einigen Kunden und Kollegen sehr geschätzt und oft empfohlen wurde, bei mir hat es leider nicht den Nerv getroffen.

Die Liste – John Grisham

Dienstag, 20. April 2010

Grisham hat hier nicht sein bestes Werk verbrochen. Die Krimihandlung ist nicht so ausgeprägt obwohl es Morde gibt, es ist im Bezug auf die Atmosphäre der Südstaaten gelungen – auch die Problematiken der damaligen Zeit, Rassentrennung und das zum Teil fatale Rechtssystem der USA werden aufgegriffen. Dennoch – das Buch mutet mehr wie ein Roman an, ein durchaus ordentlicher, mit einigen sehr interessanten Figuren – aber so recht Spannung will nicht aufkommen. Wer Grisham mag, der kann zugreifen, solange er keinen Thriller erwartet – dafür die Geschichte einer Kleinstadt, eines eigenwilligen, jungen Zeitungsverlegers und seiner spannendsten Interviewpartnerin….

Aus der schönen, neuen Welt – Günther Wallraff

Mittwoch, 18. November 2009

Wallraff ist ja nun kein Unbekannter mehr, seine Recherchemethoden bekannt. Dieses Buch war mal wieder eine Lehre, wie naiv ich doch gerne noch ans Gute im Menschen glaube ;-)

Alle Reportagen und Erfahrungen sind spannend verarbeitet, aufrüttelnd und bei vielen beschriebenen Szenen kann man sich seiner Mitmenschen wirklich nur schämen. Wallraff ist als Obdachloser, Brötchenbäcker, “Ausländer” und in Callcentern unterwegs – was er dort erlebt, das geht weit über das hinaus, was ich angenommen hätte…Wenn dieses Buch ein wenig zum Umdenken anregt, nur weiter so!

Stumme Schreie – Karin Fossum

Sonntag, 01. November 2009

Mal wieder ein Skandinavien-Krimi, hatte lange nichts von Fossum gelesen. Sie erzählt hier meisterhaft, unterstützt von ihrem Kommissar Sejer, wie eine ganze Dorfgemeinschaft in gegenseitiges Mißtrauen verfällt, als der Mord an einer schönen, fremden Inderin passiert, grausam zugerichtet. Fossum lotet die Untiefen zwischen den Dorfbewohnern aus, mögliche Motive, dabei ist sie leise und eindringlich. Mir gefällt das Ruhige, Bedachte sehr gut an ihren Romanen, in diesem besonders die Tragik der Geschehnisse, die sie zum Anfassen nah schildert und man mitleidet. Gerade aufgrund seines Spannungsbogens manchmal fast eher ein reiner Roman als Krimi.

Himmel und Hölle – Malorie Blackman

Mittwoch, 07. Oktober 2009

In der Welt dieses Buches gibt es zwei Arten von Menschen. Die Alphas und die Zeros. Die Zeros sind Bürger zweiter Klasse, sie haben deutlich weniger Möglichkeiten und Rechte als die Alphas. Sephi ist eine Alpha. Callum ist ein Zero. Beide sind seid ihrer Kindheit befreundet – aber als sie älter werden und aus Freundschaft Liebe entsteht, wird der Druck der Gesellschaft, diese Verbindung zu zerstören immer stärker…

Dieses Buch ist heftig. Die Sprache erinnert zunächst wirklich an ein Jugendbuch, einfach und klar. Ich habe allerdings mehrfach heftig schlucken müssen. Was Blackman hier zunächst sanft und später immer heftiger anprangert, das ist erschreckend realistisch, atemberaubend spannend und für mich wirklich ganz großes Kino. Was ein Buch! Für mich die absolute Empfehlung sowohl für Jugendlich ab 15 aber auch Erwachsene. Blackman hat hier Themen angeschnitten, die uns alle angehen!