Die Manana-Kompetenz – Jung/Storck

Für mich funktioniert die Manana-Methode gut – der Ratgeber ist klar gegliedert, liest sich schnell und hat die wissenschaftlichen Aspekte ansprechend verpackt. Habe nach dem Lesen einige Methoden in den letzten Wochen praktiziert und empfinde sie als griffig und gut einsetzbar im Alltag. Kurzgefasst geht es bei Manana um Entspannungsmomente trotz oder gerade wegen Stress – den ja so ziemlich jeder kennt und hat.

Super Mom: Zwischen Kind und Karriere – Katharina Mahrenholtz

Tja, was soll ich sagen – vielleicht hätte ich den Ratgeber eher lesen sollen, so wusste ich schon ungefähr wie das so geht, mit Kind, Arbeiten, Ehe, Freizeit und Haushalt…;-) Zudem falle ich nicht direkt in die Zielgruppe, die meisten Probleme die dort angesprochen werden kenne ich so nicht, da komplett andere Ausgangssituation. Es war ein bisschen was zum Schmunzeln dabei, ein paar nette Illustrationen und bei einigen Beschreibungen rund um den Alltag in dem man Kind und Job vereinbart konnte ich nur nicken. Aber im Endeffekt wars eher ein humorvolles, mit einem Schuss Ironie gewürztes Geschenkbuch als ein Ratgeber.

Kluge Babys, schlaue Kinder – Katharina Bäcker-Braun

Bitte nicht vom Titel abschrecken lassen – Das Buch hat nichts mit überzogener Frühförderung oder ähnlich überambitionierten Zielen zu tun. Es bietet einen guten Überblick über die verschiedenen Elemente der geistigen Entwicklung und verknüpft sie miteinander. Zudem ist das Buch gespickt mit Ideen für Kinder von 0 bis 3 Jahren, Liedern, Spielen, Bastelideen und Ritualen. Eine wahre Fundgrube für Eltern. Noch dazu machte es Spaß es zu lesen – ich bin sehr zufrieden und es wird uns sicher noch die nächsten Jahre begleiten!

Tu Dir gut: Das Wohlfühlbuch für Frauen – Jennifer Louden

Der Name ist Programm – ein Buch gespickt mit Ideen, Vorschlägen und Ritualen um sich richtig wohlzufühlen. Wie das so ist mit Ratgebern – es muss für einen selbst passen. Mein Exemplar jedenfalls ist gepflastert mit Post-Its, vieles habe ich angestrichen und probiert. Gerade im Bezug auf die praktische Ausführung bietet sie viele Anregungen, Schreibübungen, Rituale, Affirmationen. Was ich an diesem Buch besonders mag ist, das man das Gefühl hat, die Autorin meint es wirklich gut mit einem und möchte einfach einen kleinen Beitrag dazu leisten, das man auf sich achtet, sich selbst etwas Gutes tut. Sollten wir schliesslich alle machen …;-)

Traut euch, Eltern zu sein – Helena Harrysson

Allein der Titel sagte zu mir “Das könnte was sein!” Ich konnte mich in sehr vielen Ansichten der Schwedin die selbst 6 Kinder hat und lange Zeit als Rektorin tätig war wiederfinden. Sie versteht es vorzüglich ihre eigenen Erfahrungen zu schildern, ihre Erfolge, ihre Niederlagen und verliert dabei nicht aus den Augen, das jedes Kind einzigartig ist. Eine Ermutigung an Eltern, sie selbst zu sein und manchmal einfach zu machen. Mag sein das ich vieles schon instinktiv ähnlich gemacht hätte – ich habe mir aber viele Anregungen aus dem Buch mitnehmen können und empfand ihre Schreibe als sehr mitreissend.

Wie ein Baby seine Welt entdeckt – Mauri Fries

Hier kann ich mit gutem Gewissen sagen: ein kurzer, knapper Ratgeber von Beltz der Eltern im ersten Lebensjahr ihres Kindes an die Hand gegeben werden kann. Die Autoren schaffen es einen guten Überblick zu geben, was im Leben des Kindes passiert, welche Entwicklungen sich vollziehen und wie Eltern mit neuen Situationen umgehen können. Sehr klar und angenehm geschrieben, keine moralisch-wertenden Tendenzen (war mir sehr wichtig!) und viel Information. Kann ich nur empfehlen.

Kinderkacke – Julia Heilmann/Thomas Lindemann

Eigentlich ist Kinderkacke kein Ratgeber. Den wollten die beiden Autoren auch nicht schreiben. Statt dessen entpuppt Kinderkacke sich als ehrliches, ungeschöntes Elternbuch das mich mehrfach zum Lachen, heftig-mit-dem-Kopf-nicken und So isses! sagen gebracht hat. Die beiden erzählen aus der jeweiligen Sicht, wie sie die Zeit mit ihren Kindern erleben und das machen sie richtig gut – man hat das Gefühl eine Familie kennenzulernen die um ihre Ecken und Kanten weiss, die ihre Schwierigkeiten genauso mit einem teilt wie die gemeinsamen Glücksmomente – das generell Kinder für beide Autoren zum Leben dazu gehören und sie ihre 2 Jungs nicht missen wollen steht ausser Frage!

Besonders gut fand ich das beide wirklich versuchen, sich offen und tolerant so manchen Fragen zu stellen, betrifft es jetzt die Elternzeit, die Erziehung, den Wiedereinstieg in den Beruf oder Zeit für sich selbst. Ganz klar ist das hier kein Nachschlagewerk, es ist ein Erfahrungsbericht der aber angenehmerweise nicht belehrt oder glaubt die Wahrheit für sich gepachtet zu haben. Nach einigen doch sehr blumig-verklärten Büchern zum Thema – eine echte Wohltat!

Schlafräuber & Wonneproppen – Gary Chapman

Ein Ableger vom Autor der “5 Sprachen der Liebe” – es ist nur ein sehr schmales Bändchen und im Nachhinein muss ich sagen, es ist auch nicht so toll. Ein nettes kleines Mitbringsel für frische Eltern, ich empfinde aber die “Grundwerke” von Chapman als deutlich reichhaltiger und richtungsweisender. Hier sind nur einige kleine Dinge versammelt die sich leider nicht so richtig im Kopf festsetzen. Schade irgendwie!

Die Hebammensprechstunde – Ingeborg Stadelmann

Dieses Buch zählt ja zu DEN Standard-Werken wenn man schwanger ist und sich auch von Hebammen betreuen lässt, ein wenig offen ist für alternative/naturheilkundliche Methoden und generell Interesse hat, was im Körper abläuft. Logisch das ich es mir besorgt hatte. Nach der Lektüre war ich etwas zwiegespalten: die vielen Beispiele haben mir gut gefallen, auch konnte ich während der Schwangerschaft immer mal den einen oder anderen Tipp aus diesem Buch nutzen. Es legt aber auch einen Fokus auf bestimmte Aspekte der Schwangerschaft und Geburt, die für meinen Geschmack sehr einseitig sind – und zudem nichtmal unbedingt bewiesen. Ein Buch das Frauen ein schlechtes Gewissen macht, weil sie manche Dinge anders handhaben (und oftmals das garnichtmal in der Hand haben!) finde ich nicht sehr förderlich – ich habe mich jedenfalls beim Lesen einige Male wirklich geärgert. Natürlich berichtet Stadelmann aus jahrelanger Erfahrung, andererseits gibt es auch unter Hebammen äußerst unterschiedliche Herangehensweisen – ich habe Ärzte und Hebammen im Krankenhaus eindeutig als gemeinschaftlich arbeitend empfunden, was laut Stadelmann ein Ding der Unmöglichkeit ist…. Ich hätte mir etwas mehr Toleranz gewünscht. Trotzdem würde ich das Buch jeder Schwangeren empfehlen, weil der Nutzen doch überwiegt. Man kann sich ja noch eine zusätzliche Lektüre, die genau die eigene Einstellung trifft suchen und es als nützliche Ergänzung sehen.

Die fünf Sprachen der Liebe – Gary Chapman

Ratgeber sind ja immer so eine Sache für sich und definitiv Typsache. Dieses Buch hat bei mir aber einen Volltreffer gelandet und sogar meinen Mann konnte ich mit einigen Dingen daraus dafür begeistern und das will was heissen. Wie der Titel schon ahnen lässt, schreibt Chapman über die 5 verschiedenen Sprachen der Liebe und welche Schwierigkeiten daraus erwachsen, wenn nicht beide die gleiche Sprache sprechen. Auch erklärt er anhand von vielen Beispielen, wie man versuchen kann, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen und die Sprache des anderen lesen zu lernen. Für mich hat dieses Buch einige sehr wichtige Gedanken aufgeworfen, mich inspiriert und verstehen lassen. Aufgabe perfekt erfüllt!