Briefe an junge Autoren – Colum McCann

Es gibt keine allgemeingültige Anleitung zum Schreiben und in seinen Schreibseminaren gibt der Autor zur Eröffnung stets zu bedenken, dass er sich außerstande fühlt, den Lernenden überhaupt etwas beibringen zu können. Und trotzdem setzt Colum McCann sich hin und verfasst einen Schreibratgeber. Warum?

Weil es gut tut, nicht alleine zu sein, mit seinen Sorgen. Weil es tröstlich sein kann, ja und auch inspirierend, sich beim Lesen als Teil eines großen Ganzen zu begreifen. Zu wissen, dass sich alles auch bei den “Großen” manchmal erst nach langen Durststrecken und vielfachem Scheitern entwickeln konnte. Briefe an junge Autoren – Colum McCann weiterlesen

“Mein erster Gedanke war: Dankbarkeit!” Blogbuster 2017

Als Buchhändlerin lese ich oftmals Bücher lange vor ihrem Erscheinungstermin. Dass ich sie aber schon als Manuskript zu lesen bekomme, ist neu und die Schuld daran trägt der Blogbuster, die Idee von Tobias Nazemi (aka Buchrevier). Drei Manuskripte schafften es in meine Endauswahl und die Entscheidung  war wirklich nicht leicht. Für meine Nerven ist das auf Dauer nichts .

Bevor ich meine Kandidatin für den Blogbuster verkünde, möchte ich den beiden anderen, die auch noch im Rennen waren, ein großes Kompliment machen!

Valentin Tschiller und sein Manuskript  Jener Tag, an dem der Tod mit der Gesamtsituation unzufrieden war haben mich herrlich unterhalten. Ich habe weite Passagen meinem Mann vorgelesen und wir haben lauthals gelacht über die Schwierigkeiten, die es so mit sich bringt, als Jugendlicher Assistent des Todes zu werden. Besonders die popkulturellen Anspielungen, die der Autor immer wieder einbaut, trafen genau unseren Humor. Valentin wünsche ich ganz dringend einen Verlag, denn ich wüsste auf Anhieb schon diverse Kunden, denen ich das Buch empfehlen möchte!

Richtiggehend liebgewonnen habe ich die Protagonistin des zweiten Manuskripts Nach dem Tod gleich links von Antje Backwinkel. Auch hier spielt der Tod eine große Rolle, ans Herz gewachsen ist mir aber Else, die eine Vorliebe für alles mit Kuhfellmuster und Eierlikörpralinen hat und sich für ihre große Liebe sogar mit dem Tod anlegt. Klingt schräg? Ist es auch, aber so unterhaltsam und stets mit ein wenig Ernst im Hintergrund. Auch Antjes Werk möchte ich irgendwann in gedruckter Form im Laden liegen haben – sie hat es verdient!

Und nun, der Trommelwirbel, der Tusch, die Lichter im Saal gehen aus und Spot on auf die Blogbuster-Kandidatin mit der ich ins Rennen gehen werde:

Brigitte Morgenroth mit “Hundeseele”

Brigitte Morgenroth (c) Marco Reiss

Ein Dorf im Allgäu der 50er Jahre – Über den Krieg spricht man nicht, die katholische Kirche gibt die Regeln vor und der Rhythmus der Jahreszeiten bestimmt die Arbeit. Als Greta, Lehrerin der Dorfschule, ein Mädchen aufnimmt, das unter Hunden aufgewachsen ist, zeigt die Fassade Risse. Es ist die Geschichte einer Frau, die für ein traumatisiertes Mädchen kämpft – und eine Tochter gewinnt. (Brigitte Morgenroth)

Als ich diesen kurzen Abschnitt, der dem Exposé vorangestellt war las, machte etwas in mir KLICK. In diesen wenigen Zeilen steckte bereits soviel Sprengkraft, allein schon die Fragestellung, welchen Einfluss es auf einen Menschen hat, unter Tieren aufzuwachsen. Ich las das Manuskript mit wachsender Begeisterung, trotz der Schwere der Nachkriegszeit, die über dem ganzen liegt. Bewunderte die Dorfschullehrerin Greta für ihren Mut, für das “Hundemädchen” Waltraut (später Lili) einzustehen. Litt mit Lili, die zwischen Mensch und Hund hin- und hergerissen war, verfluchte das engstirnige Dorf und hielt den Atem an, als es bedrohlicher wurde. Denn längst nicht alle sind einverstanden mit dem Handeln Gretas. Das “Hundemädchen” ist vielen ein Dorn im Auge, die Dorfgesellschaft fühlt sich bedroht und die Situation spitzt sich zu…


Für mich hat dieses Buch alles, was ich von einer guten Geschichte erwarte. Brigitte Morgenroth hat einen Roman geschrieben, der einen packt und nachdenklich werden lässt und ich freue mich so sehr, dass ich mit solch einer starken Kandidatin ins Rennen um den Blogbuster gehen darf.

Greta fragt sich zunehmend, wo die Grenze zwischen Mensch und Tier liegt. Was trennt sie: Intelligenz, Humor, die Fähigkeit zum Mitgefühl? Hat der Krieg nicht gerade gezeigt, wie tierisch Menschen sein können? Und zeigt das Verhalten von Lilis Hundefamilie nicht Qualitäten, die man eigentlich Menschen zuschreibt? Greta lernt, das Tier in Lili zu respektieren und entdeckt ihre eigene Animalität. Das macht ihr Mut, sich auf eine Beziehung mit dem Arzt Karl einzulassen.

Bereits beim Lesen ging es mir so, dass ich die Schilderungen des hündischen Verhaltens enorm gelungen fand. Deshalb beeindruckte es mich besonders, dass Brigitte Morgenroth für ihren Roman intensiv recherchiert hat. Durch ihre eigenen jahrzehntelangen Erfahrungen mit Tanztheater geprägt, kroch sie beispielsweise auf allen Vieren, um zu erspüren, wie sich die Perspektive der unter Hunden aufgewachsenen, 16jährigen Lili anfühlte. Diese Hingabe an ihr Thema und für ihre Figuren, zieht sich durch den ganzen Roman. Die Thematik hat auch einen realen Bezugspunkt, wie sie im Exposé erläutert: “Der Roman nimmt Bezug auf das Schicksal von Oxana Malaya (geb. 1983) aus der Ukraine, die mit drei Jahren Zuflucht bei der Hündin auf dem Hof ihrer alkoholkranken Eltern fand. Mit acht Jahren kam sie in ein Heim. Sie weist hündisches Verhalten auf, bellt, knurrt und läuft auf allen Vieren, kann jedoch sprechen und sich menschlich verhalten.”  Mehr über Oxana Malaya (Youtube)


Über sich selbst schreibt Brigitte Morgenroth (Jahrgang 1963), die in Darmstadt und Berlin wohnt und arbeitet :

Ich bin Biologin und arbeite in der Pressestelle eines medizinischen Instituts. Dort kann ich meine naturwissenschaftlichen Kenntnisse mit dem Schreiben verbinden, um komplexe medizinische Zusammenhänge zu kommunizieren. Das literarische Schreiben habe ich in der Darmstädter Textwerkstatt bei Kurt Drawert und später Martina Weber entwickelt, an der ich seit über zehn Jahren teilnehme. Mehrere Kurzgeschichten habe ich in Anthologien veröffentlicht und 2009 den 2. Preis beim Stockstädter Literaturpreis gewonnen. 

Ich habe Brigitte gefragt, was ihr erster Gedanke war, als sie erfahren hat, dass sie dabei ist. Sie schrieb mir:

Dankbarkeit! Greta und Lili erhalten die Möglichkeit, andere an ihrer Geschichte teilhaben zu lassen. Für mich eine wunderbare Bestätigung, dass sich die viele Arbeit und der Einsatz gelohnt haben – und die Unterstützung der vielen lieben Menschen, die an mich geglaubt haben.
Jetzt glaubt noch jemand mehr an Brigitte, Greta und Lili, nämlich ich! Liebe Brigitte, ich wünsche uns eine gute, gemeinsame Zeit beim Blogbuster und Dir erstmal nun die herzlichsten Glückwünsche zur Longlist beim Blogbuster 2017!

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Blogbuster 2017 – Der Stand der Dinge

Nun ist es also soweit, die Bewerbungsphase für den Blogbuster – Preis der Literaturblogger endete am 31.12.2016. Fantastische 252 Einsendungen sind beim Blogbuster-Team eingetrudelt, welches uns Bloggerinnen und Blogger dann die jeweiligen Einreichungen weitergeleitet hat – ein großes Stück Arbeit, daher an dieser Stelle auch nochmal ein Dankeschön an die fleißigen Helferinnen und Helfer im Hintergrund!

blogbuster-2017

Insgesamt sind über 20 Einreichungen bei mir gelandet und ich bedanke mich bei jeder Autorin und jedem Autor, die/der mir ihr Vertrauen geschenkt hat. Allein, dass sie das durchgezogen haben, dass sie Seite um Seite gefüllt haben mit ihren Worten und Ideen, dass sie überarbeitet, korrekturgelesen und lange Zeit mit dem Schreiben zugebracht haben – allein dafür gebührt ihnen ALLEN ein ganz großer Respekt! Und, es mag vielleicht abgedroschen klingen, aber – diesen Erfolg, diese Errungenschaft “Ich habe ein Buch geschrieben!“, die kann ihnen ALLEN keiner mehr nehmen. Darauf können sie, nein, sollten sie ganz unbedingt, sehr stolz sein!

Ich habe mir alle Einreichungen angesehen, habe jedes Exposé und jede Leseprobe gelesen. Wie ist es mir dabei ergangen? Zum einen verspürte ich den oben bereits genannten Respekt, für all die Arbeit, die darin steckt. Und auch eine ganz große Ehrfurcht davor, dass sich alle getraut haben, ihre Werke einzureichen. Wer etwas einreicht, der nimmt in Kauf, dass es kritisiert wird, dass es nicht ausgewählt wird oder im besten Falle natürlich gelobt – das ist vorher nie klar. Das erfordert eine nicht unbeträchtliche Portion Mut und Vertrauen und auch dafür möchte ich mich nochmals bei allen bedanken.

writing-time

Was war nun dabei, in diesem bunten Strauß der Einreichungen? So einiges und meine Bewunderung für Lektorinnen und Lektoren, die diesen Job ja jeden Tag machen, ist noch weiter gestiegen. Es sind leider, und das ist wirklich schade, etwas über eine Handvoll Manuskripte herausgefallen, weil es sich um Genreliteratur (z.B. Jugendbuch) gehandelt hat, was wir in diesem ersten Durchgang des Blogbusters nicht gesucht haben. Trotzdem habe ich mir auch diese Einsendungen angesehen und ich empfehle denjenigen, diese Manuskripte weiter einzureichen, wenn die Vorgaben besser passen.

Ich habe sehr unterschiedliche Exposés und Leseproben bekommen. In meinen Notizen habe ich öfters, im positivsten Sinne, das Wort schräg verwendet. Es fanden sich sehr ausgefallene Ideen und Plots, ein paar wirklich gute Texte, die einen soliden, zuweilen sehr eigenen, bereits entwickelten Stil hatten, deren Thematik mich aber nicht “zog“. Dabei wurde mir wieder einmal bewusst, was für einen Glücksfall es darstellt, wenn der Schreibstil und die Thematik perfekt zueinander passen. Gerade um die Leseproben, wo ich nach dem Lesen sagte – der oder diejenige versteht sein/ihr Handwerk – tat es mir besonders leid, wenn ich trotzdem nicht in die Geschichte fand, was rein an meinen ganz eigenen, subjektiven Interessen lag, die allerdings wohl jede/r Leser/in hat. Hier und da fehlte mir die Spannung, die einen Text tragen muss oder ich wusste nicht genau, worauf der/die Schreibende/r hinauswollte. Wenn ich Leseexemplare anlese, um zu entscheiden, was für mich interessant sein könnte, sind die ersten Seiten für mich entscheidend, das galt für den Blogbuster nun genauso.

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Am Ende habe ich mich (vorerst) für drei Manuskripte entschieden, die ich in voller Länge lesen möchte.

Zum einen handelt es sich um einen jungen Autor, dessen Arbeitstitel mir schon ausnehmend gut gefallen hat: “Jener Tag, an dem der Tod mit der Gesamtsituation unzufrieden war“. An solcherlei Titeln habe ich große Freude, als ich das Exposé las, hatte ich eine Geschichte vor Augen, die einen runden Abschluss hat, einen hohen Unterhaltungsfaktor und viel Situationskomik. Die Leseprobe überzeugte mich, gerade weil sie nicht glattpoliert war. Ganz im Gegenteil, sie klang genauso, wie ein jugendlicher Protagonist klingen sollte, ohne dass es künstlich wirkt.

Es ist ein wenig auffällig, andererseits bei meiner Vorliebe für schräges und eine gewisse Komik, nicht verwunderlich, dass es sich auch beim zweiten Exposé einer Autorin um den Tod dreht. “Nach dem Tod gleich links” hatte mich spätestens in dem Moment, als ich mir die Leseprobe selbst laut vorlas – diesen Text konnte ich mir sofort hervorragend in einer Hörfassung vorstellen. Was mich hier besonders reizt, ist nicht nur die vordergründige Absurdität, die der Plot verspricht und der herrliche Witz, sondern auch, dass, so lässt es das Exposé vermuten, es sich in diesem Roman auch um die Fragen des Lebens drehen wird, die soviele von uns umtreiben. Wenn es etwas schwieriges gibt im Bereich des Romanes, dann ist es, leichtfüßig zu schreiben und dennoch hier und da mit feiner Ironie an den Tiefen in uns allen zu rühren. Ich bin sehr gespannt!

Das dritte Exposé hingegen ist komplett anders. Hundeseele. Allein der kleine Text, der dem Exposé einleitend vorausgeht, hätte genauso in einer der unzähligen Verlagsvorschauen stehen können, die ich in den letzten Wochen durchgearbeitet habe, ich wäre sofort neugierig geworden. Hier stimmt ganz viel, ich wurde sofort neugierig auf die Geschichte, fand die Thematik extrem spannend und merkte bereits den Unterlagen an, dass die Autorin einige Zeit in die Recherche für dieses Buch investiert haben muss. Die Leseprobe hatte einen Ton, der mich schnell weiterlesen ließ. Ich freue mich auf die Lektüre, auch wenn ich jetzt schon ahne, dass sie mich ganz schön mitnehmen wird – auf eine traurig-gute Art und Weise.

Nun habe ich also in den nächsten zwei Monaten genug Zeit, diese drei Manuskripte zu lesen (und vielleicht auch noch einige mehr, so ganz endgültig ist diese erste Auswahl nicht und sie kann sich noch ändern). Anfang März sollte die Longlist aller teilnehmenden Bloggerinnen und Blogger stehen und ich verfolge sehr aufmerksam, was bei den anderen so los ist. Nachlesen könnt ihr das bei Kulturgeschwätz, bei Literaturen, bei novelero und bei Bücherwurmloch .

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Her mit der Courage, ich trau mich jetzt!

In den letzten zwei Jahren habe ich wieder gemerkt, dass ich verdammt viel Spaß daran habe, zu schreiben. Ich habe über lange Strecken Morgenseiten geschrieben, habe einen NaNoWriMo vollendet, natürlich gebloggt und habe angefangen, einen freien Schreibtreff zu besuchen, um mich auszutauschen. Und immer, wenn ich mich darauf einlasse, ist es wie ein kleines Nachhausekommen. Dann spüre ich, wieviel Freude es mir bereitet. Wenn ich merke, dass ein Text klickt, wenn ich im Schreiben zu mir finde und sich Dinge auf dem Papier klären. Wenn ich etwas nach einiger Zeit aus der Schublade nehme und denke – Das ist von Dir? Whoussa!

Und dann kommen die Zweifel. Schreiben, das tun viele. Und wenn man beruflich soviel liest, wie ich das tue, dann hat man an sein eigenes Schreiben einen wahnsinnig hohen Anspruch. Einen, den man fast unmöglich halten kann, was dann oft damit endet, gar nicht erst anzufangen – wozu? Man wird seinen eigenen hohen Zielen ja sowieso nicht gerecht!

Dann muss ich wieder und wieder auf das Zitat an meiner Wand schauen :

Almost all good writing begins with terrible first efforts. You need to start somewhere. (Anne Lamott)

Warum sollte es beim Schreiben anders sein, als überall sonst im Leben? Niemand beginnt seine Laufkarriere mit einem Marathon, die allermeisten bekommen nach fünf Minuten Laufen einen roten Kopf und kommen aus der Puste, bis sie sich, durch stetes Training, langsam steigern. Und jeder, der vorankommen möchte, muss sich selbst und sein Vorhaben ernst nehmen, sich Zeit dafür freischaufeln und diese bis aufs Messer verteidigen. Wollen ist schön, tun ist besser!

Und dazu kommt dann noch diese leise Stimme, die dich warnt und flüstert: Wenn Du etwas von deinen Sachen herzeigst, dann könntest Du auf die Fresse fallen. Dann könnte jemand über Dich lachen, Du könntest scheitern. Bleib doch lieber auf deinem Sofa und schaue aus deiner Komfortzone heraus zu. Du kannst ja für Dich selbst herumprobieren, aber öffentlich machen kannst Du es erst, wenn es richtig perfekt ist!” (Also nie. Diese Stimme ist hinterhältig!)

Ich habe beschlossen, dieser leisen Stimme einen gehörigen Tritt zu geben und sie über die Klippe zu befördern. YAY!

Mehr-spielen

Geholfen haben mir dabei drei Leute. Da ist zum einen Austin Kleon, der in “Show your work” schreibt, dass der Prozeß genauso dazugehört, wie das Kunstwerk selbst und das auch so vorlebt. Er gewährt uns Einblick in sein Schaffen, er probiert unheimlich viel aus und er teilt es mit uns. Auch die Dinge, die schiefgehen. Das imponiert mir unheimlich.

Da ist Elizabeth Gilbert, die wie keine andere dazu motiviert, auch mal gehörig danebenzulangen. Weil wir dadurch lernen. Weil wir daran wachsen. Und weil es keinen perfekten Moment gibt, um etwas zu wagen. Mein Lieblingszitat von ihr ist:

Embrace the glorious mess that you are. (Elizabeth Gilbert)

Die dritte im Bunde ist Susan Sontag, deren Tagebücher (1964-1980) ich in den letzten drei Monaten gelesen habe. Eine unheimlich belesene, intelligente Frau, ein wacher und scharfer Geist. Und doch setzt sie sich in ihren Tagebüchern so oft mit sich selbst auseinander, verzweifelt an manchem und schreibt über ihre Ängste, nicht gut genug zu sein. Und ich lasse das Buch sinken und denke: Wenn sie trotz alldem ihre Kunst schaffen konnte, dann kann ich das auch. Nein, dann bin ich mir das selbst sogar schuldig! Danke dafür.

tell-the-story

2017 soll also ein Jahr werden, in dem ich laut und deutlich JA dazu sage, ganz viel auszuprobieren und Hindernissen zu trotzen, indem ich weitermache. In dem ich schreiben will, Kurzgeschichten, Gedichte, an meiner zweiten Romanidee. In der ich mich traue, mein erstes Manuskript auch mal aus der Schublade zu holen und es jemandem zu zeigen, ganz egal, wie unfertig es ist. In dem ich den Austausch suche und mich nicht kleiner mache, als es nötig ist. Wo ich auch andere kreative Felder beackere, wobei es unerheblich ist, ob ich darin besonderes Talent zeige oder nicht. Denn am Ende des Jahres will ich mich nicht fragen: Was wäre, wenn Du Dich mehr getraut hättest? Stattdessen will ich stolz auf mich und das, was ich erschaffe sein, will wieder aufstehen, wenn es mich zerlegt hat und der Angst vor dem Scheitern, dem nicht-gut-genug-sein einfach mal gepflegt sagen, “Hier ist die Tür, adieu!”

Und weil ich am allerliebsten spielerisch an die Dinge herangehe (und man damit auch hervorragend leise Stimmen zum Schweigen bringt, indem man sich “nur mal so” hinsetzt, um ein wenig herumzukritzeln. Und weil man eh schon dabei ist, schreibt man noch ein wenig mehr…und noch mehr…), habe ich mir ein wenig Unterstützung an Bord geholt.

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Austin Kleon habe ich schon einige Male erwähnt, nun wird es Zeit, ein wenig “Steal like an Artist“-Spirit auch bei mir einziehen zu lassen. Beim ersten Durchblättern stieg die Vorfreude schon enorm und ich freue mich darauf, hier den ein oder anderen kreativen Gedanken festzuhalten.

Genauso verhält es sich mit 642 things to write about. Ein hervorragender Eisbrecher, diese Art Schreibübungen gefallen mir und ich kann mich damit gut warm schreiben. Oftmals überrascht es mich auch, was bei einer simplen Vorgabe plötzlich für poetische Miniaturen entstehen können. Der “Leistungsdruck” ist bei so kleinen, überschaubaren Aufgaben gering, der Kopf bleibt frei und es bleibt viel Platz für Kreativität.

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Schon lange Zeit faszinieren mich die “Story Cubes” und nun sind zwei Päckchen davon bei mir eingezogen. Eigentlich ist es ein Spiel, bei dem man aus den neun Würfeln (Begriffe, Tätigkeiten, es gibt noch einige mehr) Geschichten erfinden muss. Ich werde die Würfel wild mixen und das Erwürfelte dann in eigene Kurzgeschichten umsetzen. Auch dieser spielerische Ansatz trifft genau meine Vorlieben, seit Jahren erzählen mein Sohn und ich uns kurze Geschichten, in denen jeweils einige bestimmte Wörter vorkommen sollen und jede Erzählung entwickelt ihre ganz eigene Dynamik.

Ihr seht, das Rüstzeug ist gepackt, es kann losgehen. Aber noch viel wichtiger als diese kleinen kreativen Anstubser sind zwei Dinge. Zum einen sind das die Menschen, die an einen glauben und die es schaffen, dass die leise Stimme auch die Klippe nicht wieder hochgekrochen kommt. Davon gibt es einige in meinem Leben (you know who you are!). Das zweite ist schlicht, einfach anzufangen, auch wenn man schon wieder Angst vor der eigenen Courage bekommen hat und sich überlegt, ob das wirklich eine kluge Idee war. Und dann fällt mir ein letztes Zitat von Neil Gaiman vor die Füße:

At the end of the day, the only thing that’s perfect is a blank sheet of paper – untouched with nothing on it. And if you’re questing for perfection than you will leave that blank paper blank.

(Neil Gaiman, on Magic Lessons Podcast by Elizabeth Gilbert)

Trau Dich!

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Haruki Murakami und ich

Die Beziehung, die Murakami und ich nun schon seit über einem Jahrzehnt führen, mag ein wenig seltsam anmuten, ja, geradezu einseitig. Ich habe fast alles von ihm gelesen, jedes Interview verfolgt, seine Bücher in mehreren Sprachen gekauft, sogar im japanischen Original. Er hingegen ahnt nicht einmal, dass es mich gibt. Und doch ist es eine der längsten und wichtigsten Beziehungen in meinem Leben. Und ganz so einseitig, wie es sich zunächst anhört, ist es vielleicht dann doch nicht.

In seinem neuen Essay-Band “Von Beruf Schriftsteller” gewährt Haruki Murakami uns in seiner bescheidenen und sehr zurückhaltenden Art einen Einblick in sein Schaffen. Eitelkeit liegt ihm fern, im Gegenteil, er ist demütig und bleibt immer realistisch in seiner eigenen Einschätzung. Er setzt sich besonnen und unaufgeregt mit Fragen auseinander, die ihm im Verlauf seiner schriftstellerischen Tätigkeit immer wieder gestellt wurden. Es geht um die Entwicklung seiner Figuren oder seine Einstellung dazu, wie Sport und körperliche Fitness für ihn die Grundlage für geistigen Tätigkeiten bilden. Er schreibt über Originalität, wie sich der künstlerische Prozeß für ihn selbst gestaltet und wie er dazu kam, sich überhaupt dem Schreiben zuzuwenden.

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An mehr als nur einer Stelle des Buches habe ich das Gefühl, dass diese Sätze nur für mich und für mich ganz allein dort stehen. Er schafft es, über all diese Kilometer hinweg eine Verbindung zu mir, seiner Leserin herzustellen, einen Moment, in dem ich die Worte und Sätze wieder und wieder lese um sie mir am Ende laut vorzulesen und das Gefühl zu haben als wäre es ein einziger, langer Brief an mich persönlich. Haruki Murakami ist 30 Jahre alt, als er seinen ersten Roman schreibt. Vielleicht kann er gerade deshalb dieses Jahr, in dem ich selbst 30 Jahre alt bin und mich künstlerisch ausprobiere, bei mir besonders Eindruck hinterlassen.

“Dennoch verspüren wir den Wunsch, uns auszudrücken, und erkennen dabei unvermutet unser eigenes Wesen”. (S.78)

Damit wären wir wieder bei der Beziehung angekommen. Murakamis Bücher begleiten mich, jedes hat seine Geschichte. Viele haben mich innehalten lassen, haben mir Mut gemacht, die Figuren gehören zu meinem Leben. Einige Zitate aus seinen Büchern sind Mantras geworden, Leitsprüche.

Ich habe bei den letzten Seiten der wilden Schafsjagd geweint, ich habe unzählige Male die “Sandsturm“-Stelle bei Kafka am Strand gelesen und zitiert, ich habe mich in Naoko verliebt und die Sinfonietta von Janacek aus 1Q84 gehört. Ich habe einen Blick auf das 100% Mädchen geworfen, bin neben Murakami-Sama die Marathonstrecken gelaufen, habe Spaghetti gekocht und in gedanklichen Brunnen gesessen.

Was für ein Geschenk ist es, jemanden zu bewundern und festzustellen, dass die Einstellung desjenigen zu Kunst und Literatur der eigenen ähnelt. Es ist, als würde ein Freund zur gleichen Zeit nach deiner Hand greifen, in der Du deine Hand nach ihm ausstreckst. Ein Mensch braucht hin und wieder Gleichklang, er braucht das Gefühl, dass ihn jemand versteht.

“Die Basis für alle Künstler muss immer eine überschäumende, spontane Freude sein” (S.77)

Wenn Murakami ein Buch herausbringt, dann ist das wie eine Verabredung für mich, etwas ganz Besonderes. Deswegen reiche ich schon seit Jahren für ein neues Werk Urlaub ein, um mich ganz diesem Ereignis widmen zu können. Er schreibt in diesem Buch von seinen Lesern: “Ich habe erstklassige Leser, wenn ich das selbst einmal so sagen darf” (S. 201). Diese Wertschätzung, die viele Arbeit, die er wieder und wieder für seine Leser*innen investiert, ist für mich in jedem seiner Bücher zu spüren.

Murakami-Sama, ich freue mich auf die nächsten Jahre mit Ihnen.

In tiefer Freundschaft,

Ihre Pinkfisch

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Nimm es an. Und dann lies ein Buch.

Oft kommt alles zusammen. Man hat Ideen im Kopf, man hat ein Ziel für sich festgelegt und dann schießt einem das Leben quer. Sobald Du denkst, nun ist es da, das Zeitfenster in dem Du kreativ deine Projekte verfolgen kannst, dreht das Leben Dir eine lange Nase.

Dieses Jahr ist für mich eine einzige lange Übungsstrecke. Hochmotiviert habe ich es begonnen, während der ersten Monate zwei wichtige Dinge angestoßen und dann schoss mir das Leben quer und beschäftigte mich für die nächsten drei Monate mehr als reichlich mit Organisieren, Verarbeiten und Neubeginn. Nun sollte endlich die Ruhe kommen, ich wollte zurück ans kreative Reißbrett. Das hatte ich mir so vorgestellt und wurde eines Besseren belehrt. Eine weitere Situation, die ich so nicht voraussehen konnte, trat ein und ließ mir, kombiniert mit dem üblichen Alltag wenig Auswahl, was meine Zeitgestaltung anging.20150927_161220

Einmal mehr habe ich gelernt: Es wird nie genug Zeit sein! Es wird immer etwas geben, was mich vom kreativ sein abhält. Es wird ein Amt auszufüllen sein, meine Familie wird mich brauchen, die Arbeit wird mich mehr fordern als gedacht. Es werden ungeplante Termine anfallen, auch in 50 Prozent der Fälle “Nein” zu sagen wird nicht ausreichen.

Ein Dilemma, was wohl jeder kennt, der versucht, Arbeit, Privates und Kreatives in seinem Leben zu vereinen. Die Gedankenspirale dazu könnte ich endlos aufzählen. Vom Gedanken, ob man allen (und sich selbst!) gerecht wird. Vom Selbstzweifel. Vom Gefühl, nirgendwo genug zu tun. Von dem Wunsch, völlig allein zu sein um endlich anfangen zu können. Und vom Nicht-Können, wenn es dann soweit wäre, dass man loslegen könnte. Was ich in solchen Zeiten tue?

Es annehmen. Und dann ein Buch lesen.IMG_20150926_085830

Und zwar eines, von dem ich mir sicher sein kann, dass es mich inspiriert. Das  mich dazu bringt, mit der wenigen Zeit die ich habe, auszukommen. Aber bevor ich das Buch lese, muss ich meine Situation annehmen. Mein Leben ist, wie es ist, das habe ich von einer klugen Freundin gelernt. Vieles darin kann (und vor allem: will!) ich nicht ändern. Weil es mich ausmacht. Weil ich meine Familie und meine Arbeit liebe. Ich brauche keine Zeitmanagement-Tipps und keine gutgemeinten Vorwürfe, ich würde ja immer zuviel wollen. Ich finde, dass der Wunsch, alles zu leben (wenn vielleicht auch immer nur in Teilen und Aspekten) und Dinge mitzugestalten, die mir wichtig sind, exakt das ist, was mich durch harte Zeiten trägt.

In meinen Jahren im Netz und auch im realen Leben habe ich ganz großartige Menschen kennengelernt. Sie haben Bücher veröffentlicht, machen Fotos die mich so demütig werden lassen ob ihres Könnens, sie spielen Instrumente, sie erdenken mitreißende Projekte oder bloggen so authentisch und motivierend, dass es mich jedes Mal wieder umhaut. An den allermeisten Tagen denke ich schlicht: Wow! Was für ein Können, was für eine Kreativität liegt hier in der Luft, es knistert vor Inspiration, Motivation und Freude an diesen Dingen!

Und es gibt die anderen Tage. Die, an denen ich mich frage, wann alle diese Dinge passieren. Wie jemand so unglaublich produktiv und geistreich sein kann, trotz Vollzeitjob, mehreren Kindern oder Whatever. Wo ich an meine eigenen Grenzen stoße, wo mich die Limitation meiner Zeit und Ressourcen fast körperlich angreift. Die, wo ich mich frage, warum kann ich das so nicht leisten? Obwohl ich genau weiß, dass Vergleiche der sichere Weg ins Verderben sind, kann ich nicht anders. Warum liegen meine Projekte brach, warum komme ich bei diesem oder jenem Vorhaben nicht vorwärts?

Ich muss für mich an diesen Ort gehen, mitten hinein in diese dunklen Stunden. Und wenn das bedeutet, dass ich stundenlang schlecht gelaunt und maulfaul mit Menschen, die das aushalten, durch einen Baumarkt stiefeln muss. Denn manchmal ist diese Zeit, in der wir von äußeren Umständen blockiert werden, in der wir neidisch auf die Projekte anderer schielen, in der wir immer unzufriedener werden, genau das was wir brauchen, um weiterzumachen. Wir tigern in unserem engen Zeitkorsett hin und her. Wir bekommen es nicht hin, uns in unserer eigentlichen Profession hinzusetzen um etwas zu erschaffen. Wir leben unsere Kreativität an den kleinen Dingen aus, weil sie trotz oder gerade wegen unseres Frusts irgendwohin muss. Wir gestalten den Balkon um. Wir sammeln die ersten Kastanien. Wir erfinden in der Küche neue Kreationen.20150927_171529

Und während wir all das tun, merken wir, wie das, was wir am meisten tun wollen, in uns Formen annimmt. Wie es uns in unser Atelier, an den Schreibtisch zieht, wie sich alles in unserem Kopf formt und zu Papier gebracht werden will. Und dann bricht es aus uns heraus, ganz egal, ob wir die Zeit haben oder die Möglichkeiten. Dieser Moment, wo ich merke, dass die Sätze und Ideen sich wieder hervortrauen – der ist großartig!

Eigentlich ist es nur logisch, dass nach dem Sortieren im Inneren jetzt ein Anstoß von außen folgt, bei mir meist in Form eines Buches. Auf “Big Magic” habe ich mich seit Monaten gefreut, denn Elizabeth Gilbert ist eine Au20150927_160716torin, die ich seit langem auf Facebook verfolge. Ihre positive und sprühende Art, sich Kreativität und dem Leben zu öffnen, hat mich fasziniert. Und oft ist es genau das, was wir alle brauchen, wenn wir das Gefühl haben festzustecken. Jemand, der uns nach einer Phase des Nicht-Vorwärts-Kommens mitreißt. Der uns das Mantra liefert, dass wir brauchen. Den Soundtrack für unser Schaffen. Der unsere Ängste und Unzulänglichkeiten kennt. Lasst euch von ihr inspirieren (TED TALK) oder hört ihr zu, bei ihrem wunderbaren Podcast Magic Lessons, begleitend zu Big Magic. Und last but not least: Lest das Buch, ganz egal, in welchem Feld ihr kreativ seid. Es vermag ein paar Türen zu öffnen, von denen ihr nicht wusstet, dass sie geschlossen waren…

Ps: Barbara, Chris, Elizabeth, Heidi, Maryanto, Stephan, Svenja, Torsten – dieser Text ist auch für Euch!

Arbeit und Struktur – Wolfgang Herrndorf

Ich wollte dieses Buch in Ruhe lesen, Herrndorf quasi die letzte Ehre erweisen, indem ich das Buch nicht so zwischendrin lese. Ich fand es schwer, großartig und wieder verdammt schwer. Ich konnte es nicht am Stück lesen, es brauchte Zeit und Herrndorf hat für seinen gewählten Weg und seinen Blog meinen höchsten Respekt. Ich habe beim Lesen so oft an meine Freundin U. gedacht, die einen ähnlichen Weg gehen musste und die, wie Herrndorf bis kurz vor dem Ende schrieb, sich mitteilte und uns bat, es mitzutragen, es zu “ertragen“. Sie hat mich damals beeindruckt und tut es heute immer noch, 5 Jahre später. Ich bin mir sicher, dass ihr Herrndorfs Blog gefallen hätte. Das Buch hat mich mitgenommen, durchgerüttelt und ganz und gar nicht unbeeindruckt hinterlassen. Und auch, wenn ich genau wusste, wie es ausgeht – die Träne auf den letzten Seiten, die rollte. Danke Wolfgang Herrndorf!

Glanz und Schatten: Truman Capote und Harper Lee – eine Freundschaft – Alexandra Lavizzari

In den letzten Wochen kommt man an Harper Lee ja kaum noch vorbei, so groß ist die Aufregung über ihren zweiten (oder eher – ersten) Roman, der nun erstmals erscheint. Für jemanden wie mich, der “Wer die Nachtigall stört” zu einem der wichtigsten Bücher zählt, was ich je gelesen habe, war nun der richtige Zeitpunkt, Harper Lee ein wenig besser kennenzulernen. Dieses Buch nähert sich Capote und Lee über ihre gemeinsame Zeit und Freundschaft her an. Es las sich unheimlich spannend und interessant, man tauchte ein in die damalige Zeit und ich war fasziniert davon, wie unterschiedlich beide sich entwickelten. Eine inspirierende Lektüre, wegen der ich wohl bald ein Buch aus dem Regal ziehen werde, was ich noch nicht kenne “Kaltblütig” von Truman Capote!

Das Leben und das Schreiben von Stephen King

Packend wie ein Roman und ein wirklich intelligentes Buch. King schreibt nicht nur über sein Leben und seine Romane, er gibt auch einen Einblick ins Schreiben, in seine Anfänge, typische Fehler und Stolpersteine eines Schriftstellers. Das ist enorm interessant und lehrreich zu lesen, ohne jemals langweilig zu werden. Für jeden Vielleser, Autor oder Schreibanfänger ein Leckerbissen.

Murakami und die Melodie des Lebens – Jay Rubin

Wer Haruki Murakami liebt, muss dieses Buch lesen, welches leider nur noch antiquarisch zu erwerben ist. Eine solche Fülle an Hintergrund zum Werk Murakamis, dabei in engener Zusammenarbeit mit dem Autor. Es hat nichts voyeuristisches, es ist wie eine neue Brücke, die Jay Rubin (einer seiner amerikanischen Übersetzer) uns zu seinem Werk schlägt. Zusammenhänge werden klarer, das Schaffen Murakamis bis 2004 wird begleitet. Ein sehr, sehr lesenswertes Buch, nach dessen Lektüre ich am allerliebsten jedes einzelne Buch von Murakami nochmal lesen wollte!