Die Seiten der Welt – Kai Meyer

Mein erster Kai Meyer. Eigentlich ein Wunder, bin ich doch von vielen Seiten von Fans umgeben. Und doch bin ich ja keine ausgesprochen große Fantasyleserin. Hier kam dann alles zusammen, denn der Kombination aus wunderschöner Aufmachung und der Thematik konnte ich dann kaum widerstehen. Und Kai Meyer hat mich nicht enttäuscht, denn er hat mir eine spannende Geschichte erzählt, eine ganz neue phantastische Welt eröffnet und mich prima unterhalten. Besonders wird mir wohl im Gedächtnis bleiben, wie “down to earth” er geblieben ist. Ob das die prompte Reaktion auf unsere Buchladendeko zum Roman war oder der Moment, als wir bei S. Fischer am Messestand nebeneinander zu sitzen kamen und ganz locker ins Gespräch kamen, obwohl er sicherlich 1000 Dinge im Kopf und auf der Messe zu tun hatte. Wirklich, ausgesprochen sympathisch, dieser Autor

Der Code – Fredrik T. Olsson

Ich sage es ja immer wieder gerne, ich lese kaum Krimis. Auf diesen hier stiess ich durch den hr-iNFO-Büchercheck und es hat sich für mich gelohnt. Actiongeladen, spannend und natürlich geht es um nichts weniger als um die Rettung der Erde. Hat mir Spaß gemacht, war intelligent geschrieben und hat immer noch ein Schippchen Spannung draufgelegt.

Kolibri – Kati Hiekkapelto

Packender, finnischer Krimi mit einer jungen ungarischen Ermittlerin. Multikulturelles Miteinander, Rassismus und die Frage der eigenen Identität sind nur einige Themen die hier gekonnt innerhalb der Ermittlungen zu einer Mordserie auftauchen. Einzig der unvermeidliche zunächst bärbeißige neue Kollege hätte vielleicht nicht sein müssen, andererseits – gibt es einen Krimi ohne diesen Prototypen?

Die wilden Piroggenpiraten – Maris Putninš

Ein mehr als nur leckeres Abenteuer. Herrliches Fabulieren, wunderbare Bilder im Kopf, Gewürze in der Nase, Hunger im Bauch, die ganze Zeit über. Ein Sieg der Phantasie, eine wilde Abenteuergeschichte und über 600 Seiten kulinarischer Lesespaß! Einzig die Leseempfehlung ab 8 Jahren kann ich so nicht teilen: das Buch ist schon enorm anspruchsvoll und durch seine Dicke dürfte es Leseanfänger vielleicht etwas einschüchtern. Aber geübte Leser ab 10 dürften hier voll auf ihre Kosten kommen – oder gemeinsames Vorlesen, denn die Eltern werden ihren Spaß dabei haben, das kann ich garantieren!

Night School: Du darfst keinem trauen – C.J. Daugherthy

Von aussen würde man das Buch wohl als einen weiteren Titel in Richtung Vampire, düster, geheimnisvoll einordnen. Geheimnisvoll ist es auch – allerdings kommt es von vorne bis hinten ohne übersinnliche Phänomene aus. Prima Lesefutter für Jugendliche (denn es wird einige weitere Bände geben) das sich, ganz klassisch, im Internat abspielt. Hier geht es aber wie gesagt mal weder um Magie, noch um Fantasiewesen sondern um knallharte Fakten: Elite, Konkurrenzkampf, Intrige, Macht – spannend erzählt.

Die Bestimmung – Veronica Roth

Ein gutes Beispiel dafür, wie idealerweise eine Jugendbuch-Dystopie geschrieben und gestaltet sein sollte. Eine recht einfache, einteilbare zukünftige Welt, die erst nach und nach ihre Schwächen und Geheimnisse enthüllt, starke Hauptfiguren, ungewisse Gegner und stets die Frage, wer Vertrauter und wer Feind sein wird. Mit Schnelligkeit und Spannung fesselt einen dieses Buch bis zur letzten Seite und der Cliffhanger läßt einen wirklich gespannt zurück. Davon darf es jederzeit mehr geben!

 

Holundermond – Jutta Wilke

Ich bin zwar schon länger nicht mehr zehn Jahre alt, habe aber doch 2 Tage lang abends auf dem Sofa gesessen und bin in diesem Buch versunken. Wenn ein Kinderbuch es schafft, einen so in seinen Bann zu ziehen, das man anfängt nachzuschlagen, was es mit dem Rätsel auf sich haben könnte, dann hat der Autor irgendwas verdammt richtig gemacht! Genau die richtige Mischung aus Mystischem, Abenteuer und Geschichte macht dieses Buch zu etwas Besonderem!

Wird Nele ihren Vater,  der die Geheimnisse hinter Diebstählen in einigen Kirchen aufdecken soll und spurlos verschwindet wiederfinden? Nele lernt Flavio, einen charmanten und hartnäckigen Jungen kennen und gemeinsam erkunden sie Wien und das Kloster Mauerbach auf der Suche nach Neles Vater … und begeben sich damit in höchste Gefahr. Keine Frage das ich mit beiden mitgezittert habe! Spannend bis zum Schluss, mit zwei so sympathischen Helden hat mich dieses Kinderbuch begeistert und ich empfehle es nur zu gerne!

Auf ihrem Blog Schreibwelt kann man übrigens nachlesen, wie es sich so als Autorin lebt – der Blog ist immer wieder lesenswert! Und natürlich gibt es auch einen Blog zum Buch!