Denn alles Leben ist vergänglich – Irvin D. Yalom

Die Fallgeschichten von Yalom faszinieren mich jedesmal wieder aufs Neue. Manchmal denke ich, dass seine Fälle natürlich sehr speziell sind und nicht gerade repräsentativ für eine typische Therapie. Andererseits hängt es sowieso immer an Patient und Therapeut, wie sich die Beziehung gestaltet. Yalom hat jedenfalls eine hochinteressante Art zu arbeiten und kann noch dazu das ganze anschaulich in Literatur verpacken. Nach dem Lesen seiner Bücher habe ich immer das Gefühl, wieder ein klein wenig mehr von der menschlichen Seele verstanden zu haben – und doch immer noch viel zuwenig.

Die Liebe und ihr Henker – Irvin D. Yalom

Fallbeispiele aus der Praxis, in gewohnter Manier beschreibt Yalom zehn ungewöhnliche Fälle. Ein Buch, was man gut Stück für Stück lesen kann, weil es einen nachdenklich macht. Man kann es lesen, man kann es analysieren, man kann vielleicht etwas für sich daraus mitnehmen. Und man kann sich freuen: dass es solch fähige Therapeuten gibt, die die seltene Gabe haben, fachlich und schriftstellerisch auf gleicher Ebene zu sein und uns so daran teilhaben zu lassen.

Die Musik der Wale – Wally Lamb

Was ein Wälzer. Und auf über 600 Seiten passiert unserer Hauptperson so ziemlich alles, was so schiefgehen kann. Glaubt man anfangs noch, das die Dinge für Dolores Price sich noch gut entwickeln werden, so entdeckt man mit Schrecken, das die Abwärtsspirale sich noch viel weiter nach unten drehen kann. Ich muss ganz ehrlich gestehen, das ich nicht so glücklich mit dem Roman war und nicht ganz warm mit ihm wurde. Es ist andererseits aber auch faszinierend, in wieviel Drama sich eine Person manövrieren kann und wie weit Menschen gehen…es ist ein wenig unentschieden mit diesem Buch: nicht verkehrt, aber auch für mich kein Buch über das ich Freudenschreie ausstoße. Am besten – selber lesen, über dieses Buch könnte man sicher gut diskutieren, also los .