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Sieben Minuten nach Mitternacht – Patrick Ness/Siobhan Dowd

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Ein Buch über eine Krankheit. Ein Buch über das Sterben. Ein Buch über den Tod. Ein Buch über die Liebe eines Sohnes zu seiner Mutter. Ein Buch über Angst. Ein Buch über Liebe. Ein Buch über Loslassen.

Und all diese Dinge machen dieses Buch zu einem besonderen. Die Ausstattung ist sehr auffällig, die Illustrationen bringen die Geschichte noch näher an den Leser heran. Es ist ein Buch das gleich auf drei Ebenen an ein sehr sensibles Thema rührt – Erzähltext, Grafik und Fabeln. Es gab einen kleinen Punkt der mich störte, der mir das ganze zu unrealistisch erscheinen lies, das mag aber auch Geschmackssache sein. Wichtig war, das ich zum Schluss doch etwas erschlagen von der Wucht die dieses Buch hinterlässt dasaß und ein wenig weinen musste.Was dieses Buch schafft ist, zu zeigen, das es im Angesicht des Todes einer geliebten Person kein richtig oder falsch gibt. Das manchmal der Tod selbst uns am meisten über das Leben lehren kann.

Der letzte unsichtbare Junge – Evan Kuhlmann

Sonntag, 02. Mai 2010

Finn wird langsam aber sicher unsichtbar. Er hat fast schon Angst, selbst zu verschwinden. Kann diese seltsame Farblosigkeit etwas damit zu tun haben, das sein Vater gestorben ist? In seinem Tagebuch hält Finn die Erinnerungen fest, die er mit seinem Vater verbindet, die neue Struktur der Tage, die ihm so fremd vorkommt und fragt sich immer wieder: wird er irgendwann wieder sichtbar werden?  Finn gestaltet sein Tagebuch mit Zeichnungen und schreibt sich die ganzen Dinge, die er weder mit seiner Mutter noch mit seinem Bruder besprechen kann, von der Seele. Das zu lesen, das rührt einen an, man fragt sich zusammen mit Finn, warum manche Dinge so passieren. Es ist schwer ein Buch zu beurteilen, das etwas so individuelles wie Trauer behandelt. Es wählt jedenfalls eine sehr schöne Idee aus, mit der Finn seine Gefühle ausdrückt – vielleicht gibt es irgendwo einen anderen 12jährigen, dem es genauso geht…ich kanns mir jedenfalls vorstellen…

Eismond – Jan Costin Wagner

Montag, 27. Juli 2009

Kann ein Deutscher wirklich gut einen Krimi schreiben, der in Finnland spielt? Ja, er kann! Eine sehr zurückhaltende, ruhige Sprache, dazu eine gewisse Grundtraurigkeit und interessante Charaktere rund um den Ermittler Kimmo Joentaa. Hat mir gut gefallen, erinnert ein wenig an Karin Fossum, deren schwedische Krimis ich auch sehr schätze. Ist ja der erste Krimi mit Kimmo, ich denke das dort der Grundstein gelegt wird, für weitere Entwicklungen. Gut gelungenes Debüt! Für alle Krimi Leser, die leise Zwischentöne schätzen und die Schönheit Finnlands.