Archiv für die Kategorie ‘G’

Der alte König im Exil – Arno Geiger

Montag, 24. Januar 2011

Ein ganz berührendes Buch über einen Vater und seinen Sohn, den Schriftsteller Arno Geiger – der Vater erkrankt an Alzheimer, der Sohn hört dem Vater zu – und er schreibt. Ein schmaler Band über eine Krankheit die sovieles vergessen macht und längst vergessenes wieder zu Tage fördert. Ein Buch mit Sätzen die man mehrfach liest weil sie so schön und ungewöhnlich sind und doch im Endeffekt: eine Familiengeschichte und ein Versuch sich zu fragen: wie gehen wir mit der Krankheit des Vaters um? Lassen wir los, halten wir fest, lernen wir, die Krankheit einfach anzunehmen als das was sie ist – eine Krankheit.

Das Buch bewegt und hallt noch lange nach.

Smaragdgrün: Liebe geht durch alle Zeiten – Kerstin Gier

Montag, 27. Dezember 2010

Nachdem ich die ersten beiden Bände der Liebe geht durch alle Zeiten-Trilogie verschlungen habe, wartete ich genauso wie zig andere Fans auf den dritten Teil. Und wieder brennt Gier ein Feuerwerk an coolen Sprüchen, schrägen Ereignissen, Fettnäpfchen für unsere Hauptfigur und Spannungsmomenten ab. Vielleicht wirkte der dritte Teil auf mich etwas blasser, weil längere Zeit zwischen dem Lesen der vorigen Bände lag, eventuell sind aber auch einfach die Wirrungen um Gwendolyn und Gideon ein bisschen zu offensichtlich. Aber gut, ist jammern auf hohem Niveau, der Band war ebenso schnell gelesen wie seine Vorgänger und die ganze Reihe empfehle ich oft und gern, weil sie einfach mal etwas aus dem Rahmen fällt – positiv!

Ostrich Boys – Keith Gray

Samstag, 30. Oktober 2010

Zu diesem großartigen Jugendbuch gibt es auch wieder ein Video von mir:

http://www.youtube.com/watch?v=aFymZpygJHg

Tirza – Arnon Grünberg

Donnerstag, 30. September 2010

Ich gebe ehrlich zu das ich mich hier zum Teil ein wenig durchgebissen habe. Trotzdem wollte ich es fertiglesen und ebenso übte es eine gewisse Faszination auf mich aus. Die Geschichte eines besessenen Vaters der seine Tochter nicht loslassen kann und will ist auf jeden Fall lesenswert, aber nicht unbedingt leichte Kost – zu intensiv beschrieben sind die Abgründe aller Beteiligten, zu schonungslos die Erzählweise. Aber wer sich darauf einlässt, erlebt einen Sog, dem man sich bis zum bitteren Ende nicht entziehen kann. Ein Buch für das man sich Zeit nehmen muss, die ist aber gut investiert!

Der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard – Neil Gaiman

Dienstag, 15. Juni 2010

Neil Gaiman hat ein untrügliches Gespür dafür, wie man eine Geschichte erzählen kann – er schreibt nicht nur, er malt diese Szenarien, die weitab vom Kinderzimmer passieren. Obwohl dieses kleinen Buch für Kinder nicht viele Seiten füllt, es eigentlich mehr eine kleine Fabel ist, so taucht man doch hinein und erfreut sich an diesem schnörkelosen Abenteuer. Und ja, man ist danach auch einfach nur – glücklich. Egal ob man 11 oder 24 ist…;-)

Fillory: Die Zauberer – Lev Grossman

Montag, 31. Mai 2010

Das Buch sah toll aus, der Klappentext versprach einiges, der Titel auch. Und dann bin ich damit so reingefallen. War der Anfang noch vielversprechend, je weiter ich kam desto zäher wurde es. Zuviele Verschwurbelungen, viel, viel Füllsel-Material und ich habe immer nur noch weiter gelesen, weil ich hoffte der Autor bekommt die Kurve, war die Grundidee an sich ja eigentlich gut. Leider bekam er sie nicht. Insgesamt hat mich das Buch enttäuscht, ein dicker Schinken und nicht viel dahinter.

Die Mütter-Mafia-Trilogie – Kerstin Gier

Samstag, 15. Mai 2010

Ich habe mich entschlossen die 3 Einzelbände (Die Mütter-Mafia, Die Patin, Gegensätze ziehen sich aus) gemeinsam zu beschreiben. Ich habe sie alle in kurzen Abständen gelesen – und mich amüsiert. Selbst zu diesem Zeitpunkt schwanger haben mich die herrlich spitzen Beobachtungen im Mütter-Kosmos (den es so garantiert in jeder deutschen Großstadt gibt) angenehm schaudern lassen. So manches Mal brachten mich die Bücher zum Schmunzeln, Lachen und Kichern. Ich gebe ehrlich zu das ich nicht ganz soviel erwartet hatte zu Anfang und dann eines besseren belehrt wurde – man schliesst die Protagonisten ja doch ins Herz und auch wenn manches Mal die Geschehnisse ein wenig überbordend werden – was solls – dafür ist es eben auch ein Buch und kein Sachbuch über die Realität. Mich hat diese Reihe jedenfalls prima unterhalten und ich verfolge den Blog von Constanze, der Hauptfigur immer wieder gerne :-)

Die Liste – John Grisham

Dienstag, 20. April 2010

Grisham hat hier nicht sein bestes Werk verbrochen. Die Krimihandlung ist nicht so ausgeprägt obwohl es Morde gibt, es ist im Bezug auf die Atmosphäre der Südstaaten gelungen – auch die Problematiken der damaligen Zeit, Rassentrennung und das zum Teil fatale Rechtssystem der USA werden aufgegriffen. Dennoch – das Buch mutet mehr wie ein Roman an, ein durchaus ordentlicher, mit einigen sehr interessanten Figuren – aber so recht Spannung will nicht aufkommen. Wer Grisham mag, der kann zugreifen, solange er keinen Thriller erwartet – dafür die Geschichte einer Kleinstadt, eines eigenwilligen, jungen Zeitungsverlegers und seiner spannendsten Interviewpartnerin….

Saphirblau: Liebe geht durch alle Zeiten – Kerstin Gier

Mittwoch, 07. April 2010

Nachdem “Rubinrot” mich so begeistert hatte, musste ich einen kleinen Abstecher machen und dann am Sonntag noch in die Buchhandlung fahren (wozu hat man Schlüssel…) und mir den zweiten Teil besorgen – bis Montag hätte zu lange gedauert *hust*. Konnte mich von der Geschichte einfach schwer losreissen. Gier hat sich hier warmgeschrieben, die Figuren sind einem bereits vertraut und so langsam beginnt sich eine gewisse Spannung anzuschleichen – die Zeitreisenden Gideon und Gwendolyn bekommen immer mehr Einblicke in ihre “Mission”, werden aber gleichzeitig vor weitere Geheimnisse gestellt – genau wie der Leser. Gerade für Liebhaber des Miträtselns wird hier einiges geboten, es fallen immer mehr Hinweise und Theorien auf – und die Charaktere bekommen noch mehr Ecken und Kanten. Ich möchte hier garnicht weiter auf die Entwicklung eingehen um niemand zu spoilern – mir gefiel dieser zweite Teil ebenso gut und ich kann nur warnen: er hat einen sehr, sehr fiesen Cliffhanger am Schluss…wer das nicht mag sollte bis Oktober warten, da ist dann der dritte Teil angekündigt…;-)  Ich freue mich jedenfalls schon riesig darauf!

Rubinrot: Liebe geht durch alle Zeiten – Kerstin Gier

Montag, 05. April 2010

Hier bin ich einer ausdrücklichen Empfehlung von Eva  (http://teachocolateandbooks.blog.de/) gefolgt. Und liebe Eva – ich danke Dir! Gier hat ein tolles Jugendbuch geschrieben, das schon durch die Aufmachung ins Auge springt und auch im Inneren kein bisschen enttäuscht. Auch das Thema; Zeitsprünge und ihre Tücken, noch dazu im besten Teenie-Alter ist mal etwas erfrischend anderes und liest sich fesselnd. Das Buch hat Charme, viele nette Anspielungen die neugierig auf die nächsten beiden Bände Saphirblau (bereits erschienen) und Smaragdgrün (in Vorbereitung) machen. Die etwas schräge Familie rund um die 16jährige Protagonistin Gwendolyn lässt Zündstoff erahnen, der junge Gideon, der ebenfalls ein Zeitreisender ist (und noch dazu unverschämt gut aussieht) ist neben den Zeitreisen gleich das nächste “Problem“…

Das Buch hat für mich genau die richtige Mischung: ein bisschen Harry Potter Charakter, der liebevollen Details wegen und auch weil die Hauptfigur sich einige Geheimnisse erstmal erarbeiten muss, einen Schuss Buffy und Plötzlich Prinzessin (beide werden auserwählt, noch als Jugendliche und werden ins kalte Wasser geworfen). Dazu kommen noch interessante Details der Londoner Geschichte – toller Mix! Und dennoch hat Gier es geschafft – ihr Buch mag Handlungen aufgreifen, die man so eventuell schon kennt, wirkt aber kein bisschen abgekupfert – sie hat einen ganz eigenen, sehr sympathischen Stil und schafft es, das ganze in neuem Glanz darzustellen!

Freue mich schon auf den nächsten Teil!