Archiv für die Kategorie ‘H’

Der kleine Erziehungsberater – Axel Hacke

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Ein echter Klassiker im Bereich des Geschenkbuches – jetzt weiss ich auch warum. Axel Hackes Beschreibungen über den ganz normalen Wahnsinn mit Kindern sind einfach nur eines: absolut herrlich! Wenn Sie es noch nicht besitzen – kaufen sie es! Egal ob die Kinder noch klein sind, schon längst aus dem Haus…es ist einfach toll!

Wofür stehst Du? – Axel Hacke/Giovanni di Lorenzo

Sonntag, 03. Oktober 2010

http://www.youtube.com/watch?v=sem9RIrYQDQ

Und auch hier habe ich wieder live über dieses Buch erzählt – ich fand es richtig toll!

Die Radleys – Matt Haig

Mittwoch, 16. Juni 2010

Mal ein etwas anderer Vampirroman, abseits von Biss und eher in der Romanecke als bei Fantasy und Jugendbuch zu finden. Eine ganze Vampirfamilie die gerne abstinent leben wollen, das war mal etwas neues – und entfaltet eine gewisse Komik durch das Schweigen der Eltern, die ihren Kindern nicht gesagt haben, das sie eigentlich Geschöpfe der Nacht sind… Das Buch liest sich schnell, witzig und man entdeckt trotz der vampirischen Abstammung auch in dieser ungewöhnlichen Familie die gleichen Abgründe wie überall. Was den Roman auszeichnet ist, das auch absolute Nicht-Vampir-Fans ihre Freude daran haben werden!

Axolotl Roadkill – Helene Hegemann

Freitag, 05. Februar 2010

Schwer zu diesem Buch noch ansatzweise unbefangen etwas zu sagen, nachdem die Wellen hochschlagen. Ich habe es einige Tage vor dem Kopier-Skandal gelesen und kann meine Erfahrung eigentlich kurz zusammenfassen: ein paar schöne Sätze und Beschreibungen drin, sehr weit weg von meiner Welt und die Frage ist: kann jemand, der vieles davon angeblich nicht erlebt hat, dann authentisch darüber schreiben? Als Film wäre dieses Buch sicher nochmal anders zu werten, oft kam es auch vor, das ich gewisse Passagen eher als filmisch beschrieben empfand (wenn man Hegemanns Werdegang betrachtet auch kein Wunder). Mein Fazit ist eigentlich: Kann man lesen, hat nichts mit Feuchtgebiete zu tun, wenn man es nicht liest hat man aber auch nichts verloren.

Zum Skandal an sich kann ich nur sagen: Klauen gehört sich nicht. Und Dreistigkeit siegt zum Glück nicht immer. Aber auch hier wurde das letzte Wort noch nicht gesprochen und ich bin gespannt auf weitere Entwicklungen!

Zehn Tipps das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen – Hallgrimur Helgason

Freitag, 08. Januar 2010

Ein Auftragskiller aus New York City findet sich in einem Flugzeug nach Island wieder. In dem verzweifelten Versuch, abzuhauen, bevor die lange Hand derer, die das Sagen haben, ihn erreicht, schlägt er einen Pfarrer nieder und entkommt mit dessen Identität. Was er nicht weiss: Father Friendly soll in Island im Fernsehen auftreten – als Gast in einem geistlichen TV-Format…herrlich schräg, mit wunderbaren Einschüben über das ungewöhnliche Island, vermengt mit den Lebensweisheiten eines Auftragskillers. Ein bisschen abgehoben, ein bisschen zuviel an manchen Stellen aber auch – endlich mal etwas anderes! Mir hats jedenfalls Spaß gemacht.

Erscheint im Februar 2010

Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand – Jakob Hein

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Dieses Buch macht Spaß! Warum? Nicht nur wegen der zwischen den Buchseiten fühlbaren Atmosphäre des damaligen Ost-Berlins. Sondern weil Jakob Hein die Geschichte schildert die wir alle kennen: der lange, steinige Weg zum Erwachsen-werden, die erste (unerwiderte Liebe), wie es ist, immer nur der beste Freund zu sein und dennoch ständig verliebt. Er erzählt das alles mit soviel Charme und Augenzwinkern, das man seinem Helden Sascha eigentlich nur auf die Schulter klopfen möchte und sagen „Junge, da mussten wir alle mal durch! Das geht vorbei!“ Danke Herr Hein, ich finde sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen!

Die Leber wächst mit ihren Aufgaben – Eckart von Hirschhausen

Samstag, 03. Oktober 2009

Muss man zu diesem Buch noch viel sagen? So wie es sich in den Bestseller-Listen hält, hat es ja ganz Deutschland schon lange vor mir gelesen. Ich fühlte mich jedenfalls gut unterhalten, mit Spaß und dem ein oder anderen „Aha, das wusste ich noch nicht“-Effekt. Ich fühlte mich zwar insgesamt mehr von Hirschhausens „Glücksbuch“ angesprochen, aber das ist sicherlich auch Geschmackssache.

Juliet, Naked – Nick Hornby

Samstag, 19. September 2009

Eins vorweg: Hornby hat sich mit diesem Buch wieder in mein Herz geschrieben (wo er nach der Lektüre von Slam kurzzeitig nicht mehr war ;-) ). Allein das es wieder um Musik geht, macht das Buch schon lesenswert. Annie und Duncan sind schon lange ein Paar. Doch eigentlich sind sie zu dritt, denn Dincan schwärmt geradezu besessen von Tucker Crowe, einem Rockstar der 1986 untr mysteriösen Umständen von der Bildfläche verschwand. Als eine spezielle Version eines früheren Albums auftaucht, schreibt Duncan auf seiner eigenen Fanseite eine euphorische Rezension, wohingegen Annie, genervt von Duncans Fantum, eine kritische Besprechung ins Netz stellt. Auf der anderen Seite der Welt liest Tucker diese Besprechung und fühlt sich zum ersten Mal seit langer Zeit verstanden. Kurz entschlossen nimmt er Kontakt auf…

Besonders ist auf jeden Fall, wie genial Hornby es schafft mit relativ wenig Handlung, doch so ein Gefühlsspektrum zu entfalten. Leidenschaft, Musik, Liebe und kantige Situationen, das sind die großen Themen dieses Romans.

Der fremde Freund / Drachenblut – Christoph Hein

Mittwoch, 05. August 2009

Eine Novelle die eine genaue Stimmung vermitteln kann, eine Kälte, eine Klarheit – außergewöhnlich. Nüchtern wird das leidenschaftslose Leben der Ärztin Claudia geschildert, ein Leben das sehr still und unaufgeregt geführt wird – das aber nicht als leer empfunden wird. Hein ist ein genauer Beobachter, hier ist jedes Wort genau abgestimmt worden. Lohnt sich!

Zwei Frauen – Diana Beate Hellmann

Freitag, 05. Juni 2009

Dieses Buch ist ja schon ein wenig älter, die Thematik – die Auseinandersetzung mit Krebs, Tod, Lebenswillen allerdings immer aktuell. Auch wenn einige medizinische Details sich sicherlich heutzutage gewandelt haben, tut das der Intensivität dieses Buches keinen Abbruch. Als die junge Tänzerin Eva Martin die Diagnose Krebs bekommt, bricht eine Welt zusammen. Als sie im Krankenhaus mit Claudia Jakoby in ein Zimmer gelegt wird, kann sie mit dieser Person, die schimpft und zetert, sich über alles lustig macht und fluchend ereifert erstmal wenig anfangen. Doch gemeinsam geraten die beiden in einen Prozeß der klarmacht – so unterschiedlich sind beide nicht.

Das Buch hat mich zunächst mit seinem starken Schreibstil fasziniert. Später empfand ich ihn etwas weniger stark, was vielleicht aber auch an den Geschehnissen liegen mag. Das Buch ist teilweise ganz schön heftig, ich würde es sicherlich nicht jedem in jeder Lebensphase empfehlen. Man will es mal in die Ecke werfen, mal heult man und man ist mal voll Bewunderung für Claudia, mal ist man entnervt von Evas Höhenflügen und doch – hier kämpfen zwei Frauen und sie kämpfen um so viel.Hier geht es um Leben, Tod, um den Willen zu leben, um Schmerzen und um die Frage, was man eigentlich will.

Eine Empfehlung mit Vorwarnung, aber definitiv eine Empfehlung!