Der ausgebüxte Weihnachtsesel – Meike Haas

Ich habe eine ausgeprägte Vorliebe für Weihnachtsbücher und bin mit einem kleinen Sohn natürlich auch immer auf der Suche für Bücher zum gemeinsamen Vorlesen. Noch ist er ein wenig zu klein, aber diese Weihnachtsgeschichte zum Selberlesen ab 8 Jahren hat auch mir schon das wohlig-warme Weihnachtsgefühl und das ein oder andere Schmunzeln entlockt.

Meine wunderbare Buchhandlung – Petra Hartlieb

Buchhändler lieben Bücher über Bücher. Über Literatur. Über Buchläden. Und Buchhändler. Ich bilde da keine Ausnahme. Denn jede Buchhandlung hat ein Herz, eine Geschichte, etwas, was sie einzigartig macht. In einer Wiener Buchhandlung, die fast “aus Versehen” entsteht, ist das schlagende Herz Petra Hartlieb: quirlig, gut vernetzt und leidenschaftlich. Wer sie trifft merkt, die Autorin spricht und lacht so wie sie schreibt, mit überbordender Begeisterung. Ab und an, so muss ich es gestehen, musste ich aus buchhändlerischer Sicht dann doch mal den Kopf schütteln , weil ich mir das ein oder andere aus meiner Praxis heraus einfach nicht vorstellen konnte – das kennt sicher jeder, der sich in einem Fachgebiet auskennt und dann etwas darüber liest. Und dennoch: zu ihrer Liebe zur Literatur und ihrem Wagemut, dazu muss man Petra Hartlieb wirklich gratulieren.

Kolibri – Kati Hiekkapelto

Packender, finnischer Krimi mit einer jungen ungarischen Ermittlerin. Multikulturelles Miteinander, Rassismus und die Frage der eigenen Identität sind nur einige Themen die hier gekonnt innerhalb der Ermittlungen zu einer Mordserie auftauchen. Einzig der unvermeidliche zunächst bärbeißige neue Kollege hätte vielleicht nicht sein müssen, andererseits – gibt es einen Krimi ohne diesen Prototypen?

Trümmergöre – Monika Held

Nachdem mich “Der Schrecken verliert sich vor Ort” dermaßen sprachlos zurückgelassen hatte, war es keine Frage, dass ich auch das neue Buch von Monika Held unbedingt lesen wollte. Trümmergöre – der Name des Romanes ist Programm und wir verfolgen die Spuren einer Jugend in der Nachkriegszeit, die heute wohl Kopfschütteln hervorrufen würde und von mehr als einem Bruch begleitet wird. Monika Held hat die ganz große Gabe, Figuren so plastisch und authentisch zu schildern, dass man sie regelrecht vermisst, nachdem man das Buch beendet hat.

Der Schrecken verliert sich vor Ort – Monika Held

So lange habe ich versucht, für dieses Buch Worte zu finden, die meine Bewegtheit einfangen konnten. Am Ende fand ich nur diese Wortsplitter. Erschütternd, andere Perspektive, intensiv, danach vor den Scherben sitzen, noch lange nicht vorbei, kraftvolle Sprache, karg, heftig. Nach diesem Buch konnte ich drei Tage kein neues Buch anfangen – eine Seltenheit…

Das Huhn, das vom Fliegen träumte – Sun-Mi Hwang

Schon in meiner Schulzeit empfand ich Fabeln als eine der schönsten Gattungen, die die Literatur so hervorgebracht hat. Demnach hatte ich mich auf dieses Buch, mit seinen feinen Zeichnungen, sehr gefreut. Nachdem ich es allerdings eher ratlos nach dem Lesen zur Seite legte und wochenlang einhellig begeisterte Rezensionen las, kann ich leider nur schulterzuckend sagen: mich hat die tiefsinnige Botschaft offensichtlich nicht erreicht. Hier und da erreicht die Geschichte ein paar nette Ansätze, zieht sich dann aber wieder in die Länge und die abschliessende Moral bleibt für mich eher im Dunkeln – zuviel gewollt, zuviel hineingepackt?