Archiv für die Kategorie ‘L’

[das] Wörterbuch der Liebenden – David Levithan

Mittwoch, 16. Februar 2011

Endlich mal wieder eine Liebesgeschichte die mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt hat! Wie der Titel schon verrät ist das Buch aufgebaut wie ein Wörterbuch – und jedes Wort von A bis Z erzählt eine Eigenschaft, ein Ereignis, eine Gemeinsamkeit der beiden Liebenden. Selten habe ich etwas so zärtlich und poetisch geschriebenes gelesen, ich bin in diesem Buch verschwunden vor Begeisterung. Soviele Erinnerungen die der Erzähler aufsteigen lässt, auch wenn wir recht von Anfang an wissen was passiert, kann man sich der Schönheit dieser Beschreibungen nicht entziehen. Einfach  ganz wunderschön!

Leseliste 2010

Freitag, 31. Dezember 2010

107 gelesene Bücher :-)

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Kinderkacke – Julia Heilmann/Thomas Lindemann

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Eigentlich ist Kinderkacke kein Ratgeber. Den wollten die beiden Autoren auch nicht schreiben. Statt dessen entpuppt Kinderkacke sich als ehrliches, ungeschöntes Elternbuch das mich mehrfach zum Lachen, heftig-mit-dem-Kopf-nicken und So isses! sagen gebracht hat. Die beiden erzählen aus der jeweiligen Sicht, wie sie die Zeit mit ihren Kindern erleben und das machen sie richtig gut – man hat das Gefühl eine Familie kennenzulernen die um ihre Ecken und Kanten weiss, die ihre Schwierigkeiten genauso mit einem teilt wie die gemeinsamen Glücksmomente – das generell Kinder für beide Autoren zum Leben dazu gehören und sie ihre 2 Jungs nicht missen wollen steht ausser Frage!

Besonders gut fand ich das beide wirklich versuchen, sich offen und tolerant so manchen Fragen zu stellen, betrifft es jetzt die Elternzeit, die Erziehung, den Wiedereinstieg in den Beruf oder Zeit für sich selbst. Ganz klar ist das hier kein Nachschlagewerk, es ist ein Erfahrungsbericht der aber angenehmerweise nicht belehrt oder glaubt die Wahrheit für sich gepachtet zu haben. Nach einigen doch sehr blumig-verklärten Büchern zum Thema – eine echte Wohltat!

Wofür stehst Du? – Axel Hacke/Giovanni di Lorenzo

Sonntag, 03. Oktober 2010

http://www.youtube.com/watch?v=sem9RIrYQDQ

Und auch hier habe ich wieder live über dieses Buch erzählt – ich fand es richtig toll!

Hector und die Suche nach der Liebe – Francois Lelord

Freitag, 07. Mai 2010

Vom Vorgänger war ich ja ziemlich angetan. Auch hier hat Lelord wieder ein nettes kleines Büchlein geschrieben. Ich sage mal: er erfindet das Rad zum Thema Liebe nicht neu, aber er verpackt es eben wieder einfach schön. Ein bisschen mehr Geschichte drumherum ist es diesmal, es zieht mich aber nicht ganz so sehr an, wie sein erstes Werk, wie das manchmal so ist mit Fortsetzungen. Nevertheless – habs gern gelesen.

Alabama Song – Gilles Leroy

Samstag, 10. April 2010

Wer kennt sie nicht: DAS Paar der Roaring Twenties – F.Scott Fitzgerald und Zelda Fitzgerald. Allerdings ist meist mehr über ihn bekannt – das auch seine Frau eine begabte Schriftstellerin war, der Autor geradezu andeutet, das ihr Mann bei ihr klaute…das ist schon unbekannter. Leroy mischtsein Buch aus der Biographie dieser bemerkenswerten Frau und es  eigenerVorstellungen – es könnte so gewesen sein. Insgesamt zeichnet das Buch eine interessante, zerissene Frau nach, eine Ehe in der es wenig Gemeinschaft gibt, 2 die nicht ohne einander sein können, aber auch nicht miteinander können. Wer sich für diese Epoche und Biographisches interessiert, wird an diesem Buch Freude haben. Ich fand es auch ansprechend, es hat einige ganz tolle Szenerien und wunderschöne Sätze, allerdings blieb mir doch zuvieles fremd. Ein ganz typischer Kandidat für “Ist Geschmackssache!”.

Ferien auf Saltkrokan – Astrid Lindgren

Donnerstag, 08. April 2010

Immer wenn ich erwähnte, das ich diesen absoluten Klassiker nicht kenne, dann seufzten die Leute in meiner Umgebung laut, verdrehten schwärmerisch die Augen und meinten “Das musst Du unbedingt mal lesen…”. Nun passte meine Stimmung, ich hatte Zeit und las dieses herrliche Buch. Wenn auch einiges sich mittlerweile in unserer Welt geändert hat – es spielt für die Bücher von Lindgren keine Rolle. Dort gibt es noch keine Handys, kein Facebook – und dennoch kennt auf der kleinen Insel Saltkrokan jeder jeden und Verabredungen werden eben so getroffen, wie der Tag verläuft. Das Buch läßt einen den Sommer riechen, diesen typischen, verschwenderischen schwedischen Sommer, läßt einen laut auflachen, wenn die Familie Melcherson ihr etwas verrücktes und ungewöhnliches, aber so herzerfrischend anderes Leben auf der Insel erlebt. Die Kinder wachsen einem ans Herz, ebenso die Tiere und Bewohner der Insel. Endlich verstehe ich, warum alle immer so schwärmerisch seufzen…ich gehöre nun auch dazu! Mein besonderer Liebling ist Pelle – und alle seine Äußerungen zu Haustieren – ein Kind das sogar Wespen als Haustiere zählt, das kann man doch nur liebhaben, oder? Und nun sage ich allen zimtfisch.net Lesern…“Solltet Ihr unbedingt mal lesen…oder auch mal-wieder-lesen…!”

Wir tun uns gut: Das Wohlfühlbuch für Schwangere – Jennifer Louden

Sonntag, 21. März 2010

Das dieses hervorragende Buch vergriffen ist, ist sehr, sehr schade. Ich habe einiges an Schwangerschaftsliteratur gelesen, tolle, informative Bücher. Aber die seelische Seite der Schwangerschaft, die Gefühle der Mutter und des werdenden Vaters, alles was da so auf einen einprasselt – das hat mir dieses Buch nahegebracht. Es ist sehr liebevoll geschrieben ohne dabei betulich zu wirken – es ist ein toller Ratgeber, eine beste Freundin, hat viele Anregungen für Übungen, egal ob man durch Schreiben oder andere Hilfsmittel lernt, mit all diesen Veränderungen umzugehen.Ob es jetzt um die Kleiderfrage, die Geburt, die Stimmungsschwankungen, die Einstellung zum eigenen Körper oder Überforderung in den ersten Wochen geht – das Buch geht alle Aspekte an, ohne zu beschönigen, aber auch ohne Horrorvisonen.

Ausserdem hat das Buch Humor und vermittelt einem eine gewisse Gelassenheit und das man mit all dem nicht alleine da steht und schon garnicht verrückt ist…auch wenn sichs manchmal so anfühlt. Für mich bisher das Buch in dem ich am meisten geblättert habe, in dem sehr viele Post-Its stecken, ich wahnsinnig viel angestrichen habe und auch mitgenommen habe.

Ich würde es jeder Freundin zur Schwangerschaft schenken: als Hilfe, als Wegbegleiter, als Idee, als liebevolle Geste! Wer es sich gebraucht besorgen kann, sollte das tun!

Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdiziplin – Kathrin Passig/Sascha Lobo

Mittwoch, 17. März 2010

Die beiden Autoren befassen sich bei diesem Sachbuch vorallem mit dem Begriff des http://de.wikipedia.org/wiki/Prokrastinieren. Aufgelockert durch einige Beispiele, aber auch relativ ernsthaft, wird hier teilweise fast schon philosophisch versucht zu ergründen, wo er denn liegt, der schmale Grad zwischen “zuviel” und “zuwenig” tun. Klar ist einiges überzogen, aber es waren doch viele “AHA”-Erlebnisse für mich dabei und ich hab viel angestrichen. Es ist ein wenig der Gegenentwurf zu Selbstdisziplin, geregelten Haushaltplänen, trotz allem aber keine Totalverweigerung. Warum To-Do-Listen manchmal mehr hindern und manches sich von selbst erledigt, wenn man nur lange genug wartet – und warum “Aufschieben” nicht unbedingt etwas schlechtes bedeuten muss. Auch die Anfänge der Überlegungen zur Arbeit an sich, der 4-Tage-Woche und dem “Weniger-ist-mehr” habe ich sehr gerne gelesen (und würde davon gerne noch mehr lesen…) Wer einen “richtigen” Ratgeber sucht ist sicher falsch. Dieses Buch gibt eher Anhaltspunkte, Ideen, Theorien. Diese haben mich aber sehr gut unterhalten und zu einigen Teilen auch Einzug in mein Leben gehalten.

Danke an meinen Bruder, der mir dieses Buch innig ans Herz gelegt hat und nach den Regeln der Autoren, soweit ich das beurteilen kann, wirklich “Die Dinge geregelt bekommt” – ohne das es sehr stressig aussieht…;-)

Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück – Francois Lelord

Montag, 15. Februar 2010

Dieses Buch stand seit über einem Jahr harmlos im Regal herum. Nun hatte es mich gefunden und auch genau die richtige Zeit um es zu lesen…mir hat es sehr gefallen. Ich denke vieles was Hector, der Psychater auf seiner Reise herausfindet, wussten wir im tiefsten Inneren schon, aber wie wir Menschen so sind – wir schauen gerne anderen dabei zu, wie sie etwas herausfinden und haben Erkenntnisse gerne schön verpackt. Wenn man danach geht hat dieses Buch aber eine doppelte Schleife und schönes Geschenkpapier gehabt.Die Schreibweise ist gekonnt naiv, aber nie zu einfach – aber gerade durch diesen Kunstgriff wirken die Glückslektionen von Hector nur noch mehr. Auch wenn ich Hector an wenigen Stellen aus eigener Erfahrung innerlich widersprach, so habe ich dieses Buch doch innig ans Herz gedrückt und so einige Menschen, denen ich dieses Buch gerne schenken möchte.