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Das Labyrinth der träumenden Bücher – Walter Moers

Sonntag, 16. Oktober 2011

Wie lange habe ich auf diese Fortsetzung gewartet. Der Folgeband zu “Die Stadt der träumenden Bücher” eines der wenigen Bücher das ich mehrfach gelesen und einmal seineshalben eine Nacht durchgelesen habe. Und ich wurde, für mein Gefühl, auch nicht enttäuscht.

Ich finde das der Verlag sich absolut keinen Gefallen damit getan hat, zu verschweigen das dieser Roman wirklich “mittendrin” endet und dann der dritte Teil angekündigt wird. Lieber wäre mir fast noch 2 Jahre Wartezeit und dafür richtiger Schmökerspaß gewesen. Wenn man sich im Netz umsieht bekommt das Buch daher diverse, richtig schlechte Bewertungen. Das ist schade, denn verdient sind diese nicht.

Ja, es ist mehr ein Auftakt, ein Warmwerden mit dem großen, neuen Abenteuer von Mythenmetz, eine kleine Rückschau…aber auch das ist so farbig, prall, kreativ und herrlich in üblich moerscher Manier geschrieben, das ich einfach nichts zu meckern habe. Zamonien und seine Bewohner begeistern mich, auch hier habe ich wieder an Anagrammen herumgerätselt und mich über die Fabulierkunst des Autors nur noch gefreut. Also: ein kleiner Wermutstropfen ist der wohl gemeinste Cliffhanger aller Zeiten schon, aber ein gutes Buch, das findet der geneigte Moers-Fan hier auf jeden Fall!

Am Ende der Welt – Anthony McCarten

Montag, 25. Juli 2011

McCarten ist ja ein Liebling von mir – ich liebe seine schrägen Ideen, seine unangepassten Charaktere. Eigentlich stimmt hier auch wieder alles: schräge Protagonisten, eine ziemlich abgedrehte Grundidee inkl. Aliens um die sich die Handlung rankt. Aber irgendwie hat mir das Buch auch Schwierigkeiten bereitet – vielleicht weil ich von McCarten eher halbwegs realistische Romane gewohnt bin und mir nicht vorstellen konnte, wie er die Kurve aus dem SciFi-Bereich bekommen würde? Ich kann den Finger nicht drauf legen – ich habs gern gelesen, die Kurve hat er bekommen und zwar richtig gut. Aber zwischendrin hab ichs auch mal weggelegt und fand das nicht so dramatisch. Ein bisschen Schade, andererseits – vielleicht wars einfach diesmal nicht mein Fall.

Der Tag an dem Marilyn starb – Donna Milner

Mittwoch, 25. Mai 2011

Nachdem ich von River von der gleichen Autorin so begeistert war, habe ich mir von diesem Buch recht viel erhofft. Warum es mich nicht ganz so gepackt hat, kann ich selbst nicht so genau sagen: die Personen wuchsen mir ans Herz, gerade die Kinder, die Geschichte war auch sauber erzählt. Für mich aber eben nicht mehr, zumal mir Geschichten die rund um Kriegsgeschehen angesiedelt sind, selten gut gefallen. Vielleicht einfach für mich nicht das richtige Buch.

Super Mom: Zwischen Kind und Karriere – Katharina Mahrenholtz

Montag, 02. Mai 2011

Tja, was soll ich sagen – vielleicht hätte ich den Ratgeber eher lesen sollen, so wusste ich schon ungefähr wie das so geht, mit Kind, Arbeiten, Ehe, Freizeit und Haushalt…;-) Zudem falle ich nicht direkt in die Zielgruppe, die meisten Probleme die dort angesprochen werden kenne ich so nicht, da komplett andere Ausgangssituation. Es war ein bisschen was zum Schmunzeln dabei, ein paar nette Illustrationen und bei einigen Beschreibungen rund um den Alltag in dem man Kind und Job vereinbart konnte ich nur nicken. Aber im Endeffekt wars eher ein humorvolles, mit einem Schuss Ironie gewürztes Geschenkbuch als ein Ratgeber.

1Q84 – Haruki Murakami

Mittwoch, 30. März 2011

Ich musste ein wenig warten, bevor ich diesen Leseeindruck schreiben konnte, ich wollte diesem Buch so unbedingt gerecht werden und mir genug Zeit geben, alles setzen zu lassen. Murakami ist ja so ein Thema bei mir, ich lese ihn generell nur im Urlaub und habe so fast ein halbes Jahr gewartet, bis ich diesen wundervollen Roman gelesen habe. Die letzten 550 Seiten von über 1000 habe ich übrigens an einem absolut perfekten Saunatag nur so inhaliert..ich war im Rausch. Und da sind wir wieder: Ich kann über Murakami nicht schreiben, ohne Superlative zu benutzen, ich kann nicht über ihn schreiben ohne das mein Herz schneller schlägt. Seine Geschichten sind so intensiv erzählt, er ist so konsequent in seinen Beschreibungen und Personen wie wenige Schriftsteller es schaffen. Auch hier bin ich wieder in der Geschichte versunken, habe mich besonders gefreut das in diesem Buch auch die Literatur eine große Rolle spielt, begegnete alten bekannten Motiven aus vorhergegangenen Romanen…Ich habe die letzten Seiten umgeblättert und musste sofort nochmal von vorne beginnen, nochmal im Buch stöbern, es umarmen – Murakami ist hier wieder so groß, verdammt groß. DANKE!

Wallanders erster Fall – Henning Mankell

Dienstag, 01. März 2011

Oh, war das schön! Nochmal ein Wallander, das ist einfach wie nach Hause kommen. Auch wenn dieser Band rein chronologisch als erster dran wäre, fand ich es ganz prima, ihn nach dem Abschluss der Reihe zu lesen. Wallander als junger Mann, einige Fälle zu erleben auf die in den späteren Bänden immer wieder Bezug genommen wird, das hatte was. Seine Prägungen werden klarer, das Bild des eigenwilligen Ermittlers bekommt noch ein paar Details mehr.  Mir hat dieser Ausflug in die Jugend Wallanders richtig gut gefallen!

Accabadora – Michela Murgia

Dienstag, 15. Februar 2011

Dieser Roman hat mich begeistert – eine klare Sprache, wunderbar erzählt.Ich weiss auch nicht was es ist, aber dieser Roman hatte mich total in seinen Bann gezogen, das Thema war mir völlig unbekannt und hat mich fasziniert. Unaufgeregt und mit dem Blick für das Besondere schildert Murgia das Aufwachsen von Maria, die als “filius de anima” von Bonaria Urrai großgezogen wird, einer alleinstehenden Frau der eigene Kinder verwehrt blieben. Die beiden entwickeln eine spezielle Beziehung – die an der nächtlichen Tätigkeit der Schneiderin als Accabadora fast zerbricht…

So oder so ist das Leben – Marie-Aude Murail

Freitag, 03. Dezember 2010

Murail hat eine ganz eigene Art Jugendbücher zu schreiben – leichtfüßig aber nie banal. Hier wagt sie sich an das schwierige Thema einer ungewollten Schwangerschaft mit 17. Aber nur allein dieses Thema würde den Roman nur unzureichend beschreiben. Der Umgang mit dieser Schwangerschaft, eine Familie die aneinander vorbei lebt und sich schon lange nichts mehr sagen hat und zwei sehr gegensätzliche Ärzte komplettieren das Bild. Ein bisschen ratlos lässt mich das Buch zurück, es wartet zwar mit einer Lösung auf, lässt aber doch sovieles offen. Als Diskussionsstoff für die Schule durchaus geeignet, hat es doch viel Zündstoff, als Jugendbuch lässt es mich doch leise enttäuscht zurück, was aber auch an einer etwas konträren Meinung zum Thema liegen kann.

Blinde Weide, schlafende Frau – Haruki Murakami

Dienstag, 30. November 2010

Was bleibt mir zu meinem Lieblingsautor noch zu sagen? Auch diese Sammlung von Kurzgeschichten (die so kurz garnicht sind) ist wieder Kunst, Liebe auf den ersten Blick, die Wörter hallen lange nach, Murkami beschreibt das Leben wie es kein anderer kann und tut. Ich kann mich vor diesem Großmeister der Sprache und genauem Beobachter der Menschen nur immer wieder verbeugen und mir wünschen das er noch verdammt viel schreibt.

Und jedem anraten, einen Murakami so zu lesen wie ich: in völliger Stille, mit Lieblingsgetränk, wach und aufmerksam um alle Gedanken und Gefühle nur auf dieses Buch zu konzentrieren. Wer sich auf Murakami einlässt, der verliebt sich. Für immer.

Zuhause – Kristof Magnusson

Dienstag, 23. November 2010

Ein netter Roman, nicht aufsehenserregend, wer Island-Fan ist wird Spaß haben an einigen Schilderungen, für alle anderen ist es schnell gelesen und an einigen Stellen merkt man durchaus, das Magnusson mehr kann, es hat Witz und Charme. Allerdings schafft er es nicht dieses Niveau durchzuhalten. Aber dafür das es sein Debüt ist, ist es auf jeden Fall gelungen.