Archiv für die Kategorie ‘P’

Schuldig – Jodi Picoult

Freitag, 04. März 2011

Hat mich nicht richtig überzeugt. Die Figuren bleiben nicht richtig greifbar, die Idee des Comics im Roman empfinde ich als eher schwierig. Noch dazu sind die unterschiedlichen Geschichten nicht richtig miteinander verwachsen, es wirkt bemüht. Die Spannung hält sich auch in Grenzen. Nur Picoults gewohnte Schreibe die sich einfach süffig wegliest hat mich das Buch zuende lesen lassen. Als Taschenbuch mag es noch angehen, als Hardcover wäre mir der Preis für eine mittelmässige Geschichte zu hoch.

Die Dienstagsfrauen – Monica Peetz

Sonntag, 27. Februar 2011

Ich hatte hier ein bisschen mehr erwartet – weniger Klischee, mehr Frauenfreundschaft, ein schönes Buch mit Witz und Spannung. Ja, es war nett und ganz okay, bediente aber soviele Stereotypen und hatte wenige glanzvolle Momente das ich mich etwas geärgert habe. Zunächst brach ich es sogar ab, las es dann im Zuge des Lesekreises aber doch noch zu Ende. Fürs Sofa und die Badewanne mag es durchgehen aber auch da habe ich schon schönere Schmöker gelesen.

Pferde stehlen – Per Petterson

Montag, 12. April 2010

Es gibt Bücher, da stimmt auf den ersten Blick alles: ein skandinavischer Autor, ein schönes Cover, egal auf welcher Ausgabe, ein ansprechender Titel. So erging es mir mit “Pferde stehlen“. Eine Familiengeschichte, ein Drama, das vielleicht gerade durch die ruhige, fast schon zu langsame Erzählart fast noch tragischer wirkt. Zwar sind die Landschaftsbeschreibungen Norwegens, die Stille und Ruhe wunderbar eingefangen worden, die Sprache reiht sich toll aneinander – die Geschichte aber ist mir manchmal fast zu vage gewesen, zu wenig klar. Es ist ein nachdenkliches Buch, eine Rückschau. Es lässt mich ein wenig ratlos zurück, ich konnte es zum Teil nicht richtig “greifen” – vielleicht habe ich etwas anderes davon erwartet.

Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdiziplin – Kathrin Passig/Sascha Lobo

Mittwoch, 17. März 2010

Die beiden Autoren befassen sich bei diesem Sachbuch vorallem mit dem Begriff des http://de.wikipedia.org/wiki/Prokrastinieren. Aufgelockert durch einige Beispiele, aber auch relativ ernsthaft, wird hier teilweise fast schon philosophisch versucht zu ergründen, wo er denn liegt, der schmale Grad zwischen “zuviel” und “zuwenig” tun. Klar ist einiges überzogen, aber es waren doch viele “AHA”-Erlebnisse für mich dabei und ich hab viel angestrichen. Es ist ein wenig der Gegenentwurf zu Selbstdisziplin, geregelten Haushaltplänen, trotz allem aber keine Totalverweigerung. Warum To-Do-Listen manchmal mehr hindern und manches sich von selbst erledigt, wenn man nur lange genug wartet – und warum “Aufschieben” nicht unbedingt etwas schlechtes bedeuten muss. Auch die Anfänge der Überlegungen zur Arbeit an sich, der 4-Tage-Woche und dem “Weniger-ist-mehr” habe ich sehr gerne gelesen (und würde davon gerne noch mehr lesen…) Wer einen “richtigen” Ratgeber sucht ist sicher falsch. Dieses Buch gibt eher Anhaltspunkte, Ideen, Theorien. Diese haben mich aber sehr gut unterhalten und zu einigen Teilen auch Einzug in mein Leben gehalten.

Danke an meinen Bruder, der mir dieses Buch innig ans Herz gelegt hat und nach den Regeln der Autoren, soweit ich das beurteilen kann, wirklich “Die Dinge geregelt bekommt” – ohne das es sehr stressig aussieht…;-)

Der Untergang des Hauses Usher – Edgar Allan Poe

Sonntag, 14. Februar 2010

Grandios! Ich kannte bisher sehr wenig von Poe, aber diese kleine Novelle hat mein Herz erobert. Gruselig, toll geschrieben, ich will mehr von Poe…! Gut das ich hier noch gesammelte Werke habe…

Es wird mir fehlen, das Leben – Ruth Picardie

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Zu diesem Buch kann ich eigentlich nur sagen, das es mich sehr tief berührt hat. Ruth Picardie war Journalistin, frischgebackene Mutter von Zwillingen und hatte eine so wunderbare Schreibe. Sie nahm den Kampf gegen den Krebs an, schrieb gegen ihn an, schrieb über das Leben mit ihm und die Angst vorm Sterben und das ganze so entwaffnend ehrlich, so berührend, das ich das ganze Buch über immer wieder Tränen wegwischen musste. In diesem Buch sind ihre Kolumnen und viele Mails und Briefe versammelt, die sie in dieser Zeit schrieb. Das Buch hat mich bewegt und ist etwas, was ich immer wieder aus dem Schrank holen werde…

Kühlfach 4 – Jutta Profijt

Sonntag, 04. Oktober 2009

Ein kurzweiliger Krimi der nicht gerade durch seine Krimi-Handlung besticht sondern durch das Zusammenspiel der 2 sehr unterschiedlichen Protagonisten: Da wäre Dr. Martin Gänsewein, der Ente fährt und immer mit seinem Dufflecoat anzutreffen ist – und der Kleinkriminelle Pascha. Allerdings ist der Ort ihrer Begegnung etwas ungewöhnlich: im Keller der Pathologie…und Pascha ist eigentlich tot! Sicherlich ist einiges in diesem Krimi schon so überspitzt, das man es durchaus auch als satirische Anspielung verstehen kann. Trotzdem, die ungewöhnliche Idee hat mich angesprochen und es war nett zu lesen.

Das Herz ihrer Tochter – Jodi Picoult

Samstag, 05. September 2009

Eine neue Picoult ist ja an sich ein Grund zur Freude. Fans ihrer Schreibe werden auch von diesem Buch sicherlich nicht enttäuscht werden, es ist wieder gut recherchiert, soweit ich das überblicken kann, absolut süffig zu lesen und ja, auch spannend. Die Grundidee ist die Organspende (Herz) eines Todeszelleninsassen. Allerdings möchte er sein Herz nicht irgendwem spenden – sondern der schwerkranken Tochter von June Nealon, deren Ehemann und andere Tochter er vor Jahren erschoß. Echte Reue? Was steckt dahinter?

Picoult berichtet wieder aus den unterschiedlichen Sichtweisen der handelnden Personen, stellt diesmal die männliche Sicht etwas in den Vordergrund. Was mich zu einer etwas verhaltenen Reaktion bringt, ist das sie nicht nur ein oder zwei Hauptthemen bzw. “heisse Eisen” im Feuer hat, sondern gleich 3 große Themen, die viel Erklärung und Wissen brauchen. Den ein oder anderen mag dieses Konstrukt ein wenig erschlagen, zumal eines der großen Themen die unterschiedlichen Weltreligionen recht intensiv beleuchtet. Das ist einfach nicht jedermanns Sache. Wer Picoult noch nicht kennt, dem würde ich eher andere Werke von ihr empfehlen, für den Einstieg. Trotz allem hat dieser Schmöker absolut das Recht, im Bücherregal zu stehen. Diskussionsbedarf bietet er jedenfalls reichlich!

Die Macht des Zweifels – Jodi Picoult

Sonntag, 14. Juni 2009

Es war ein Doppelband und der Einfachheit halber, habe ich beide Bücher am Stück gelesen. Diesmal lautet das vorherrschende Thema Kindesmißbrauch. Die Staatsanwältin Nina Frost hat selbst schon viele Fälle von Kindesmißbrauch verhandelt. Als ihr eigener 5jähriger Sohn jedoch vergewaltigt wird, vertraut sie den Gesetzen alleine nicht mehr…Diese Picoult war etwas anders vom Aufbau her – weniger detailreich, die Figuren wurden mehr angerissen – im Mittelpunkt stand mehr die Frage nach Moral, nach Gesetz, nach Selbstjustiz – was ist richtig, wie darf man handeln? Wie gut schützt das Rechtssystem die Kinder? Die Figuren blieben für mich eher farblos, die Protagonistin erschien mir, trotz beschriebener Gefühle zu kalt, zu berechnend.  Trotzdem, das Buch las sich schnell und spannend und ist für Picoult-Fans auf jeden Fall wieder etwas!

Auf den zweiten Blick – Jodi Picoult

Freitag, 12. Juni 2009

Als Cassie Barrett ihr Gedächtnis verliert und orientierungslos und verletzt auf einem Friedhof umherirrt, wird sie von Will, einem Polizisten aufgelesen. Ihr Mann, der berühmte Filmstar Alex Rivers identifiziert sie als seine Ehefrau…Cassie könnte glücklich sein, aber Alex kann seine Wut und Aggression nicht unterdrücken und läßt sie an ihr aus…Cassie muss sich entscheiden, was sie will und was sie verzeihen kann. Wieder eine gute Picoult, nicht so herausragend wie andere von ihr, aber ich würde wieder eine gute Note für packende Geschichte,  Perspektivwechsel und heißes Thema vergeben – wieder mal Lesefutter mit interessanten Figuren.