Archiv für die Kategorie ‘R’

Ich habe nach dir gewonnen – Kristina Reftel

Donnerstag, 02. April 2009

Ein kleines Buch mit “Weisheitsgeschichten”. Hatte ich ne ganze Weile immer “häppchenweise” gelesen. Schöne Geschichten und Sprüche über Lebensweisheit. Ist ein schönes Geschenk und lenkt auch die Gedanken immer mal wieder “auf das Wesentliche”!

Krankmeldungen – Gwendoline Riley

Sonntag, 01. Februar 2009

“Mal wieder” ein Buch über ein junges Mädchen, ohne Perspektive, in einer großen Stadt, die ihre Tage mit Teetrinken, sich betrinken, schreiben, schlafen und Rumhängen verbringt. Aber zum Glück schreibt Gwendoline Riley es so, das man wirklich das Gefühl hat, die Protagonistin hat sich ausgeklinkt, sich “krankgemeldet”, so wirkt das Bild das die Autorin entwirft, weniger hart, auch die Figur der Donna, ihrer besten Freundin die jeden Sturz “abfedert” hilft dabei. Ein bisschen deprimierend finde ich eine so junge gescheiterte Existenz immer beim Lesen, aber das ist ja auch die Kunst: den Leser zu bannen und einfühlen zu lassen in diese Welt. Gut gemacht, Frau Riley!

Ich knall euch ab – Morton Rhue

Donnerstag, 01. Januar 2009

Nicht Rhues bestes Buch, aber doch sehr bedrückend, wie er sich diesem (leider so aktuellem) Thema widmet. Er klärt nicht die Schuldfrage, er lässt in Fragmenten Mitschüler, Eltern, Freundinnen, Lehrer, Nachbarn zur Sprache kommen und jeder fragt sich, versucht zu erklären – wie konnte es zu dieser Tragödie kommen? Vielleicht gefällt mir das grade so daran – das klar wird, das eine solche Tat aus sovielen verschiedenen Punkten besteht und das man an sovielem arbeiten muss, wenn Schulen wieder ein sicherer Ort werden sollen, an dem Toleranz herrscht, an dem niemand “zurückbleibt”.

Empörung – Philip Roth

Donnerstag, 01. Januar 2009

Wow! Mein erster Philip Roth und ich verstehe, warum der Mann so oft gelobt wird. Er hat einen sehr klaren Ausdruck, sehr einfach aber nicht ohne Anspruch. Erzählt wird in diesem kurzen Roman die Geschichte eines Metzgersohnes der im Jahre 1951, während des Koreakrieges, um der elterlichen Sorge zu entgehen, an ein weit entferntes College flieht. Klingt langweilig? Ist es aber nicht! Die verdrehten Moralvorstellungen, die eigentlich so “einfache Welt” verdeckt das im Getriebe ganz gehörig Sand steckt. Toller Stil, regt zum Nachdenken an und vielen Fragen. Richtig gut!

Der Kaiser von China – Tilmann Ramstedt

Donnerstag, 20. März 2008

Oh, das fand ich echt klasse! Keith hätte eigentlich, ja eigentlich mit seinem Großvater nach China reisen sollen, so der Wunsch des Opas. Um nicht vorwegzugreifen – der Opa ist tot, niemand, schon garnicht Keith Geschwister soll das wissen – und so beginnt Keith, versteckt unter seinem Schreibtisch Briefe vom angeblichen China-Trip zu schicken – und was die beiden dort erleben – großartig! Ein Fabulierwerk erster Klasse, skurril, überraschend, eine tolle Sprache, ein deutscher, junger Autor – was will man mehr? Ich hab jedenfalls unheimliche Freude beim Lesen gehabt! (Und nach dem Lesen unbedingt das Video auf youtube sehen – grandios!)

Das Spiel des Engels – Carlos Ruiz Zafón

Donnerstag, 20. März 2008

Der perfekte Winter-Schmöker – düster, dramatisch und spannend bis zum Schluss!

Wie schon sein Vorgänger, “Der Schatten des Windes” spielt auch dieser Roman von Carlos Ruiz Zafón in Barcelona, im Jahre 1917 um genau zu sein. Ruiz Zafón entführt ins in ein Barcelona das nicht nur bunt und wild ist, sondern auch geheimnisvoll, tückisch, düster und dramatisch. Der junge David Martin fristet sein Leben als Schriftsteller unter falschem Namen, der recht erfolgreich eine mittelmässige Krimireihe schreibt. Zunächst nicht besonders aufregend – wäre da nicht das geheimnisvolle Angebot von einem französischen Verleger, für eine große Summe Geld ein ganz spezielles Buch zu schreiben…

Viel mehr will ich gar nicht verraten, möchte ich doch nicht die Spannung nehmen. Hier ist alles drin: Drama, Liebe, Spannung bis zur letzten Seite, Tragödie, Krimi, Tod und Leben…es klingt vielleicht abgedroschen, aber das hier ist ein 1a Schmöker für diesen grauen Winter. Was zunächst so harmlos anfängt entwickelt so einen Sog das man wirklich nicht aufhören möchte. Ab und an blitzen wunderbare Sätze auf in diesem Lesefutter, woran man sich erfreut und durch die Beschreibungen fühlt man sich wirklich fast wie in Barcelona.

Der kleine Bruder – Sven Regener

Donnerstag, 20. März 2008

Hach, toll, endlich wieder Herr Lehmann! Bzw. Frank oder auch Frankie…. Als einzelnes Buch hat dieser Roman auch so seine Momente, allerdings wird er erst im Zusammenhang mit den anderen beiden Büchern “Herr Lehmann” und “Neue Vahr Süd” so richtig gut. Da finde ich ist die Ergänzung perfekt gelungen. Hier erstreckt sich die Handlung nur über 2 Tage, es wird viel geredet, palavert, diskutiert, getrunken. Und auch wenn man sich denkt “Mensch, ganz schön abgedreht” denkt man gleichzeitig “Ja, genauso muss das gewesen sein”. Mir hat es jedenfalls großen Spaß gemacht!

Ghetto Kidz – Morton Rhue

Donnerstag, 20. März 2008

Der Mann hat es einfach drauf. Erschreckend, gut geschrieben, sehr eindringlich. Und man “wacht” aus diesem Buch auf und denkt: “Das ist keine Fiktion, so ähnlich passiert das Tag für Tag für Tag…”. Macht sehr, sehr nachdenklich das Buch. Es beschreibt den “Werdegang” von Kalon, der in einem Ghetto aufwächst – hat er überhaupt eine Chance?

Highschool der Vampire – Douglas Rees

Dienstag, 02. Januar 2007

N richtig nettes, cooles Jugendbuch, kein Riesen-Schmöker. Wär auch glaub ich was für Jugendliche die sonst nicht soviel lesen, angeblich werden die ja immer durch so extrem dicke Bücher abgeschreckt ^^ Momentan hab ich es eh mit Vampiren und die Geschichte hier hat einen ungewöhnlichen Held, für den der Schulwechsel aufgrund schlechter Noten zu mehr als einem Erlebnis wird – er scheint unter lauter Vampiren zu sein…Einziges Manko: Zu kurz!

Auf der Placa del Diamant – Mercè Rodoreda

Dienstag, 02. Januar 2007

Hab mir wirklich recht viel von dem Buch erwartet, leider hat der Klappentext meiner Meinung nach wenig mit dem Buch zu tun. Hat nur 250 Seiten aber ich saß echt lange dran weil es einfach keinen Spaß gemacht hat – keine Höhepunkte in der Geschichte, einige seltsame Eigenheiten…das einzige was mir noch so ein bisschen gefiel war der Stil, hat mich an Irmgard Keuns “Kunstseidene Mädchen” erinnert. Aber das wars denn auch…Soll ja eines der größten Werke aus dem katalanischen sein, ich war wirklich nicht besonders begeistert..