Was vom Tage übrigblieb – Kazuo Ishiguro

Nett, England des 19ten Jahrhunderts…bin noch nicht ganz sicher in welche Richtung es geht. Aber ich finds ab und an ganz angenehm, mal so verschachtelte Sätze und so umständliche Beschreibungen zu lesen. […] Ich werd mich mal korrigieren – das Buch rockt! Im Endeffekt versteckt sich hinter der Erzählung dieses Butlers ein relativ gesellschaftskritischer Blick auf Deutschland zwischen 1923 und 1945 … auch wenn eigentlich nur der Leser die ganzen Zusammenhänge so richtig greifen kann. War wirklich sehr interessant zum Schluss hin und die Liebesgeschichte war sehr schlicht aber passte in den Rahmen.

Voll beschäftigt – Oliver Uschmann

Ein Roman aus der “Hartmut & Ich”- Reihe! Großartiger Schreibe über die absolut schickste Männer-WG in Bochum. Zum Brüllen komisch und wer was für etwas…”strange” Ideen” übrig hat, wird Hartmut lieben. Ich finds immer wieder genial.In diesem Band beschliessen die beiden, etwas gegen die steigende Arbeitslosigkeit zu tun – sie beginnen mit Dequalifizierungsmaßnahmen und haben damit überraschend großen Erfolg…

Hendrikje, vorübergehend erschossen – Ulrike Purschke

Klasse Buch. Total abgedrehte Story, herrlich ironisch und die Hauptperson muss man mögen, so treudoof und naiv das man das ganze Buch durch grinst. Und diese Psychologin +grööhl+ Total nettes Buch für zwischendurch. Man versucht schliesslich nicht alle Tage, sich umzubringen – scheitert – und die Freunde bieten einem an, das für einen zu erledigen…

Sturmhöhe – Emily Bronte

Sou, die “Sturmhöhe” hab ich nun auch fertig. Das Buch rockt. Werd noch mehr von den “Bronte”-Schwestern lesen, dieses England-Bild ist irgendwie todschnieke. Vorallem beeindruckt mich, wie man solche tiefenpsychologischen Romane schreiben kann, wenn man sein ganzes Leben nur mit Familie im englischen Hochmoor verbringt…sehr schick das. Das erste Buch wo man wirklich keine Figur so richtig mag, aber trotzdem von einer Neugier befallen wird, wie es weitergeht. Das ist echt großes Kino!

Die Herrin der Worte – Frances Hardinge

Ziemlich genial. Wer auf fremde Welten, ein bisschen angelehnt an England im 18ten Jahrhundert, irrwitzige Namen und 2 skurrile Helden/Heldin steht (Das Mädel is 12…erlebt aber ganz schön viel für ihr Alter..) der hat hier einen Heidenspaß. Die Sprache ist sehr ausgefallen und etwas für Liebhaber schöner, komplizierter Wörter. Ist auch schön dick, hat man also was von. Ist wirklich kein Kinderbuch mehr, Jugendbuch triffts eher und ich denke, auch über 18 hat Spaß damit

Ich habe sie geliebt – Anna Gavalda

Ein poetisches, faszinierendes, sogartiges Buch – wenn jemand traurig-schön über eine Trennung schreiben kann, dann Frau Gavalda!

„Denn die Falle ist ja grade, das man sich vertäut glaubt. Man trifft Entscheidungen, schließt Kredite ab, geht Verpflichtungen ein und natürlich auch Risiken. Man kauft Häuser, man setzt Babys in rosa Zimmer und schläft jede Nacht engumschlungen. Man ist verzückt von dieser – wie hieß es noch? Dieser Einmütigkeit. Ja so hiess es, wenn man glücklich war. Und auch wenn man es weniger war“

Also, wenn das nicht schon genial ist…hach.

35 Kilo Hoffnung – Anna Gavalda

Absolut wunderbar. Fast schon nur eine Geschichte, ein schmales Büchlein, aber ganz groß. Die Frau hat es drauf. Gibts bei Reclam in der französischen Originalfassung, allen Franze-LK’lern sei das ans Herz gelegt! Ist ein Kinder/Jugendroman, aber…in einfachen Worten wird hier eine ganz besondere Geschichte zwischen Enkel und Großvater erzählt. Das findet man selten in so genialer Form.

Höhenrausch – Ildiko von Kürthy

Ansonsten grade mal nebenher mein Leseexemplar “Höhenrausch” gelesen, bin gleich fertig. Joaaah. Das sind die Sachen, wo ich mir dann denke  intelligent genug geschrieben, um nicht in Kitsch-Herz-Schmerz-Sparte zu gehören, aber doch so gestrickt, das keine große Spannung aufkommt. Aber genügend Einfälle hat die Frau schon…es liest sich jedenfalls sehr süffig, allerdings, wenn man die anderen Romane bereits kennt, auch etwas ähnlich.