Stay Sweet – Siobhan Vivian

Ihr seid noch auf der Suche nach einer Sommerlektüre für den heimischen Liegestuhl oder den See? Ihr könnt aufhören zu suchen, denn „Stay Sweet“ ist der perfekte summer read. Der Job in der geschichtsträchtigen Meade Creamery In Sand Lake ist DER Ferienjob schlechthin und Amelia freut sich auf den letzten Sommer als Teamleiterin der sogenannten Meade-Mädchen, bevor sie ans College geht. Doch als Molly, die eigenbrötlerische Besitzerin der Eisdiele überraschend stirbt, kommt alles anders und Amelia verlebt einen völlig anderen Sommer als geplant – und wächst über sich hinaus. Stay Sweet – Siobhan Vivian weiterlesen

Writers & Lovers – Lily King

Es gibt sie, diese Bücher wo man bereits beim Durchsehen der Verlagsvorschau denkt: BÄM! Das wird was. Der Titel: ein Volltreffer! Das Cover: sofortige Aufmerksamkeit. Die Kurzbeschreibung: passt ins literarische Beuteschema.

Meine Erwartungen waren also hoch, als ich das Leseexemplar vor einigen Wochen in den Händen hielt. Writers & Lovers – Lily King weiterlesen

City of Girls – Elizabeth Gilbert

Das perfekte Sommerbuch! Man taucht sofort in das Flair und die Atmosphäre der 40ger Jahre in New York ein, fast meint man, den Trubel und die Musik dieser Stadt beim Lesen zu hören. Die Geschichte von Vivian, die sich von heute auf morgen als Landei in der großen Stadt wiederfindet, und gemeinsam mit einigen äußerst exzentrischen Charakteren dort einige Höhen und Tiefen erlebt, schreibt Elizabeth Gilbert mit Verve und einer unheimlichen Freude am Geschichtenerzählen.

Ihre Heldin würde man gerne zur Freundin haben, denn sie bleibt sich, allen Stürmen zum Trotz, stets treu und geht ihren eigenen Weg. Wer aus diesem Buch wieder auftaucht, hat das Hupen der Taxis im Ohr, die Revue-Nummern der Showgirls vor Augen, hat den Geschmack von Zigarren auf der Zunge und ein aufgeregtes Kribbeln im Herzen. Schwungvoll, unterhaltsam und einer meiner Lieblinge in diesem Frühjahr!

Übersetzt aus dem Amerikanischen von Britt Somann-Jung

Murakami zum Zweiten – vom Laufen und Wiederlesen

Wenn sich nichts bewegt, musst Du dich bewegen. So in etwa waren meine Gedanken vor knapp fünf Wochen. 2008 habe ich “Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede” das erste Mal gelesen. Auch, wenn mich damals mehr Murakami als Autor fasziniert hat, die vage Idee, irgendwann selbst mit dem Laufen zu beginnen war da. Manchmal muss so ein Entschluss offensichtlich lange reifen, und als nun 2020 die Welt auf eine ganz neue Art und Weise still stand, dachte ich: jetzt oder nie!  Murakami zum Zweiten – vom Laufen und Wiederlesen weiterlesen

Long Bright River – Liz Moore

Zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, wachsen in schwierigen Familienverhältnissen auf. Als Kinder sind sie sich nah, doch als Jugendliche entwickeln sie sich in unterschiedliche Richtungen – Mickey wird Streifenpolizistin, Kacey rutscht immer weiter in die Drogenszene ab.

Die alleinerziehende Mickey nutzt ihren Job, um ein Auge auf die kleine Schwester haben zu können. Doch dann erschüttert eine Mordserie die Straßen Philadelphias… Dieser Roman ist ein echter Pageturner, spannend bis zum Schluss, eine raffiniert erzählte Familiengeschichte und nicht zuletzt das ausgezeichnete Portrait einer Stadt und ihrer Probleme.

Für mich soll es Neurosen regnen – Peter Wittkamp

Über Zwangsstörungen wusste ich bisher wenig, über den Humor von Peter Wittkamp hingegen schon einiges . Als ich dieses Buch in der Vorschau entdeckte, hatte ich also nicht nur instant einen Ohrwurm (gute Titelwahl!) sondern wurde auch sofort neugierig. “Mein Leben mit Zwangsstörungen” ist der Untertitel und der ist auch Programm. Peter Wittkamp erzählt sehr offen darüber, was seine Erkrankung im Alltag für ihn bedeutet. Über seine Therapie, über die unterschiedlichen Zwänge, die auftreten können, in welche absurden Situationen ihn die Zwangsstörungen schon brachten und wo die täglichen Herausforderungen im Umgang mit dieser Krankheit liegen.

Wildwuchs im Neurosengarten

Er schafft es, das ganze ausgesprochen unterhaltsam und humorvoll zu tun, kippt aber nie ins Alberne. Im Gegenteil – gerade weil sich das ganze so gut lesen lässt, wiegen die etwas ernsteren Stellen umso schwerer. Aufgrund seiner so persönlichen Schilderungen habe ich das Gefühl, mehr verstehen zu können und zu lernen. Seine Erfahrungen und Erlebnisse zu teilen kostet Kraft, Mut und ist ganz sicher nicht einfach, zumal Wittkamp im Buch mehrfach erwähnt, dass nur wenige in seinem Umfeld vor Veröffentlichung überhaupt von seiner Zwangststörung wussten. So habe ich beim Lesen manchmal auch das Gefühl, eine Art Befreiungsschlag zu lesen.

Zu dieser Courage, diesem Öffnen und Niederschreiben, kann ich nur gratulieren und dem Buch noch viele Leserinnen und Leser wünschen!

Ein Abend mit Johan Harstad im Literaturhaus Frankfurt

Max, Mischa und die Tet-Offensive von Johan Harstad war für mich eine DER Entdeckungen in meinem Lesejahr 2019. Sich auf dieses umfangreiche Werk voll einzulassen, ein echtes Erlebnis – Hier geht es zur Rezension!

Nun war es soweit, Johan Harstad kam zu einigen Lesungen nach Deutschland, auch ins Literaturhaus Frankfurt. Und was war das für ein fantastischer Abend – es folgen einige Highlights aus dem intensiven Gespräch zwischen Johan Harstad und seinem Moderator Bernhard Robben, der sichtlich Spaß daran hatte, diesen Autor zu interviewen – eine gelungene Kombination! Ein Abend mit Johan Harstad im Literaturhaus Frankfurt weiterlesen

Kintsugi – Miku Sophie Kühmel

Mitte Juni:

Ich schlage das frisch eingetroffene Leseexemplar von Kintsugi auf. Nach wenigen Minuten lege ich es beiseite und schreibe meiner Freundin eine Nachricht.

Also, wenn das Buch so gut ist wie die ersten zehn Seiten, wird das mein bisheriger Herbstliebling!

Dann lese ich weiter. Lerne Max und Reik weiter kennen, die seit zwanzig Jahren ein Paar sind. Eines, von dem man sagt, dass es sich perfekt ergänzt, der Archäologe und der Künstler, eine besondere Verbindung. Die beiden wollen dieses Jubiläum feiern, im engsten Kreis in ihrem Wochenendhaus. Zu Gast: ihr ältester Freund Tonio und dessen Tochter Pega, die Max und Reik als ihre erweiterte Familie versteht, schließlich waren sie von Anfang an Teil ihres Lebens. Kintsugi – Miku Sophie Kühmel weiterlesen

#LebenSchreibenAtmen von Doris Dörrie – Wir laden euch zum Schreiben ein!

Werbung |Kooperation mit Diogenes

Pro Woche bekomme ich zwischen ein und zehn Anfragen für Buchrezensionen, Aktionen oder Kooperationen. Vieles muss ich aus Zeitgründen ablehnen, einiges fällt so gar nicht in mein Interessengebiet und bei manchen Mails weiß ich sofort: Das will und muss ich machen!

So geschehen, als Diogenes mich anschrieb, ob ich nicht gemeinsam mit ihnen ein paar Ideen für eine Aktion zum neuen Buch von Doris Dörrie aushecken wollen würde? Eine Art Schirmherrschaft für einen ganz besonderen Titel?

Leben, Schreiben, Atmen – Eine Einladung zum Schreiben.

Doris Dörrie hat es geschafft, hier nicht den xten Schreibratgeber mit mehr oder weniger hilfreichen Tipps zu verfassen, sondern vielmehr eine Mischung aus Anregungen zum autobiographischen Schreiben und ihrer direkten Umsetzung entworfen. So sind sehr persönliche und unterschiedliche Texte entstanden und Dörrie gibt uns einen spannenden Einblick in ihren ganz eigenen Schreibprozess und ihr Leben. Das ist ausgesprochen lesenswert und es kribbelt einem in den Fingern, ihre Anregungen selbst umzusetzen und zum Stift zu greifen. #LebenSchreibenAtmen von Doris Dörrie – Wir laden euch zum Schreiben ein! weiterlesen

Presseevent || Es wird Zeit von Ildikó von Kürthy

Werbung|| Presseevent auf Einladung des Rowohlt Verlags zu einer Verlagsführung und einem gemeinsamen Kochabend mit Ildikó von Kürthy in Hamburg.

Auf nach Hamburg! Anlässlich der Veröffentlichung des neuen Romans von Ildikó von Kürthy lud der Rowohlt Verlag ein Dutzend Bloggerinnen zu einem Event rund um das Buch ein.

Meine letzte Kürthy-Lektüre war über ein Jahrzehnt her und ich war ehrlich neugierig, wie ich sie jetzt, einige Jahre später erleben würde. Doch vor dem Treffen mit der Autorin am Abend, bekamen wir zunächst einen Einblick in die neuen Verlagsräume von Rowohlt. Der Verlag war erst im März 2019 nach 59 Jahren in Reinbek direkt ins Herz Hamburgs gezogen, ins Bieberhaus, direkt gegenüber vom Hauptbahnhof. Presseevent || Es wird Zeit von Ildikó von Kürthy weiterlesen