The Nothing Man – Catherine Ryan Howard

Bekanntermaßen lese ich selten Krimis. Damit das überhaupt passiert, muss mich die Grundstory sofort anfixen und neugierig machen. Das war bei „The Nothing Man“ der Fall:

«Ich war das Mädchen, das den Nothing Man überlebte. Jetzt bin ich die Frau, die ihn fassen wird.»

So beginnt das True Crime-Memoir «The Nothing Man», das Eve Black über die verzweifelte Suche nach dem Mann geschrieben hat, der vor nahezu zwanzig Jahren ihre gesamte Familie tötete. Dem Mann, der nie Spuren hinterließ.

Supermarkt-Wachmann Jim Doyle hat den Bestseller auch und je mehr er liest, desto größer wird seine Wut, denn er war – er ist – der Nothing Man. Seite um Seite wird ihm bewusst, wie gefährlich nah Eve der Wahrheit kommt. Er weiß, dass sie nicht aufgeben wird, bis sie ihn gefunden hat. Er hat keine Wahl: Bevor sie sein Leben zerstört, muss er das vollenden, was ihm 20 Jahre zuvor nicht gelungen ist: Eve töten.

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Was wir Frauen wollen – Isabel Allende

Isabel Allende, eine Autorin mit einer unglaublich großen Leser*innenschaft. Wer noch nichts von ihr gelesen hat, hat meist zumindest von ihr gehört. Mit „Das Geisterhaus“ und „Paula“ wurde sie weltbekannt. Auch ich habe einiges von ihr mit großer Begeisterung gelesen (wenn auch nicht alles, wir hatten so unsere Ups and Downs). Nun also „Was wir Frauen wollen“ – der plakative Titel ließ mich gleichzeitig aufhorchen und auch etwas skeptisch werden – wie würde Isabel Allende das Thema wohl angehen?

Eingebettet in ihr eigenes Leben erzählt Allende davon, warum sie schon im Kindergarten Feministin war. Sie wirft einen Blick zurück und lässt uns teilhaben. Was ich daran geliebt habe, ist wie sie bei dieser Rückschau gleichzeitig die Zukunft mit im Blick hat. Das ist wirklich eine der großen Stärken dieses Buches, dass sie immer wieder versucht, die Brücke zwischen den Generationen zu schlagen, zu ihrer eigenen Mutter, zu ihren Kindern und ihren Enkeltöchtern. Diese respektvolle Art, anzuerkennen, was war und gleichzeitig offen zu sein, für die Entwicklung der letzten Jahre, das finde ich sehr stark. Was wir Frauen wollen – Isabel Allende weiterlesen

Eine ganze Welt – Goldie Goldbloom

Angesiedelt in einer chassidischen Gemeinde in Brooklyn wird hier eine Familiengeschichte erzählt, in der das Ungesagte einen immer größeren Raum einnimmt. Denn was ist, wenn all das, woran Du dein Leben lang geglaubt hast, was Dich im innersten ausmacht und in dem Du dich auch glücklich gefühlt hast, in Frage gestellt wird?

Es ist nicht nur die Geschichte der Familie und dieser Gemeinde, ihre Rituale und Gepflogenheiten die mir Goldbloom näher bringt, die mich für dieses Buch einnehmen. Es sind die vielen Fragen, die aufgeworfen werden. Was macht eine lange Ehe aus? Wie gut kann man sich jemals wirklich kennen? Welche Auswirkungen hat Schweigen und Verleugnung innerhalb einer Familie? Und nicht zuletzt – welchen Einfluss haben unsere getroffenen Entscheidungen auf unser Leben?

Leseexemplar

Unzertrennlich – Irvin D. Yalom und Marilyn Yalom

Als das Ehepaar Marilyn und Irvin D. Yalom erfahren, dass Marilyn schwerkrank ist und sie nicht mehr lange zu leben hat, ist das Paar, das seit 65 Jahren verheiratet ist, tief erschüttert. Marilyn, die als Kulturwissenschaftlerin und Autorin arbeitet, schlägt Irvin vor, ein Buch über diese letzten Monate zu schreiben. „Unzertrennlich – über den Tod und das Leben“ wird das erste und gleichzeitig auch das letzte Buch, was dieses außergewöhnliche Ehepaar gemeinsam verfassen würde. Unzertrennlich – Irvin D. Yalom und Marilyn Yalom weiterlesen

Die Happy Ever After Reihe – Jenny Colgan

Ein kleines Nest in den schottischen Highlands, in dem das Wetter innerhalb von Minuten umschlägt (meist in Regen) und die Dorfgemeinschaft ihre ganz eigenen Schrulligkeiten mitbringt, dabei aber genauso liebenswert ist. In diesem Setting hat Jenny Colgan ihre „Happy Ever After“-Reihe angesiedelt, die bisher drei Bände umfasst, in deren Handlungszentrum jeweils eine junge Frau steht, die aus ganz unterschiedlichen Gründen in diesem Dorf landen. Letzten Sommer las ich, ohne zu wissen, dass es sich um eine Reihe handelte, den mittleren Band, einfach nur, weil er im englischen Original „The Bookshop on the shore“ hieß (Auf Deutsch: Wo Dich das Leben anlächelt. Ich kannte Jenny Colgan bereits von „Die kleine Bäckerei am Strandweg“, eines jener charmanten Bücher, die man im Buchladen dutzende Male verkauft und sich jedesmal darüber freut. Die Happy Ever After Reihe – Jenny Colgan weiterlesen

Radikale Selbstfürsorge jetzt! – Svenja Gräfen

Ich glaube, dass dieses Buch für viele Menschen gerade zur richtigen Zeit kommt. Beim Lesen fühlt es sich an wie eine Mischung zwischen einer intensiven Therapiesitzung und einem ermutigenden Gespräch mit einer Freundin, die dich wirklich gut kennt. Denn Selbstfürsorge, soviel ist nach diesem Buch einmal mehr klar, ist mehr als die Wanne mit dem teuren, fancy Badeschaum und fünf Minuten durchatmen während der Kaffeepause. slingaillustration. Radikale Selbstfürsorge jetzt! – Svenja Gräfen weiterlesen

New York Ghost – Ling Ma

Für mich ist „New York Ghost“ von Ling Ma DIE Entdeckung aus den Programmen der unabhängigen Verlage in diesem Frühjahr. Candace Chen arbeitet in New York City für einen Verlagsdienstleister. In ihren Zuständigkeitsbereich fällt die Organisation der Herstellung von zielgruppenorientierten Bibeln, ein etwas langweiliger Job, den sie mit einer gewissen Akribie ausfüllt, obwohl er ihr nichts bedeutet. Ihre eigentliche Leidenschaft gilt der Fotografie, die sie auf den Straßen New Yorks auslebt und anonym auf ihrem Blog New York Ghost postet. Auch, als sich die Stadt langsam verändert und immer mehr über das sogenannte Shen-Fieber gesprochen wird, das durch tödliche Pilzsporen übertragen wird und als unheilbar gilt, geht Candace weiter pflichtbewusst ihren Aufgaben nach und dokumentiert die Ereignisse.

Gerade dieser Teil der Handlung wirkt im Jahre 2021 in Zeiten einer weltweiten Pandemie unglaublich aktuell. Die Realität hat das, im englischen Original bereits 2018 erschienene Buch, eingeholt und die ein oder andere Szene kommt einem beim Lesen erschreckend bekannt vor – eine sehr eigene Leseerfahrung. Als die Stadt immer leerer wird, muss Candace eine Entscheidung treffen und schließt sich einer fliehenden Gruppe an, die bisher vom Fieber verschont wurde – doch hat sie damit die richtige Entscheidung getroffen?

 

Wir als Leser*innen verfolgen mit angehaltenem Atem, wie Menschen reagieren, wenn ihre Routinen und ihr Halt wegfällt und sie Gefahren ausgesetzt werden. Ling Ma schafft es, eine hochspannende und kapitalismuskritische Endzeit-Geschichte vor New Yorker Kulisse zu erzählen. Und gleichzeitig eindringlich in Rückblenden die Erfahrungen und die Familiengeschichte von Candace‘ Eltern zu schildern, die mit der jungen Candace, als sie sechs Jahre alt ist, von China in die U.S.A. emigrieren. So werden wir Lesenden immer wieder aufs Neue von diesen unterschiedlichen Perspektiven in den Roman hineingesogen.
Ein krasser, beeindruckender Hammer von einem Buch!

Tove Jansson – Tuula Karjalainen

Künstlerin. Autorin. Politische Karikaturistin. Aber auch Tochter, Schwester, Freundin und Geliebte. 

Die meisten Menschen kennen den Namen von Tove Jansson im Zusammenhang mit den Büchern und Comics der Mumins, mit denen sie weltberühmt wurde. Ich liebe die Mumins persönlich sehr, doch würde es viel zu kurz greifen, diese außergewöhnliche Künstlerin nur auf diese Geschichten zu reduzieren. In dieser, mit vielen Bildern angereicherten Biografie von Tuula Karjalainen (übersetzt aus dem Finnischen von Anke Michler-Janhunen und Regine Pirschel) erfahren wir von einem bewegten Leben. Erleben sie als innig mit der Familie verbundenen Menschen, vor allem mit ihrer Mutter Signe, genannt Ham, die ihr von Kindesbeinen an das Zeichnen beibrachte. Wir lesen vom schwierigen und doch intensiven Verhältnis zu ihrem Künstler-Vater Viktor, genannt Faffan. Beide Elternteile prägen Toves Leben sehr.

Zerrissen zwischen Kunst und Schrifstellerei

Wir verfolgen ihren Weg, in dem sie immer wieder zerrissen ist zwischen der Kunst und der Schriftstellerei – bevor die Mumins international bekannt werden, plagen sie oft große Geldsorgen. Als politische Karikaturistin beweist sie während der Kriegsjahre großen Mut und ihre pazifistische Haltung zeigt sich deutlich in ihren Zeichnungen. Vieles erfahren wir aus ihren ausführlichen Briefwechseln mit engen Freundinnen und sie führte einige Beziehungen, sowohl mit Männern als auch mit Frauen, bis sie ihre Lebensgefährtin Tuulikki Pietilä kennenlernt, mit der sie viele gemeinsame Jahre  bis zu ihrem Tod 2001 verbringt.

Die Künstlerin Tove Jansson, ihre Bilder und ihr Leben beeindrucken und inspirieren mich zutiefst, was für eine Frau! Gerade die Bilder lassen mich dieses Buch immer wieder in die Hand nehmen zum Blättern und Betrachten. Wunderbar, dass man ihr mit dieser ausgesprochen lesenswerten Biografie endlich das Denkmal gesetzt hat, welches sie verdient. 

Zur Blogpost zur Themenwoche „Tove Jansson entdecken mit Pinkfisch“ bitte hier entlang!

Tove Jansson entdecken mit Pinkfisch

Seit vielen Jahren fasziniert mich Tove Jansson. Die Künstlerin, Autorin und Zeichnerin die so vielseitig in ihrem Schaffen war, hat es mit ihren Büchern, ihren Comics und ihrer Kunst immer wieder aufs Neue geschafft, meine Begeisterung zu entfachen.

„Arbeite und liebe“ (Lebensmotto von Tove Jansson)

Aus diesem Grund wollte ich ihr gerne einen großen Blogpost widmen, gepaart mit eine Reihe an Postings auf Instagram und Twitter in der Woche vom 21. März bis zum 28. März. In diesen Tagen werde ich mich ihrem Werk widmen und es gemeinsam mit meinen Leser*innen (neu)-entdecken. Unter dem Hashtag #ToveJanssonentdecken kann jede*r auf Instagram und Twitter mitmachen und ebenfalls Lieblingsbücher, Gedanken und Hintergrundwissen posten.

Dieser Blogpost wird täglich ergänzt und so wird am Ende der Woche eine Hommage an Tove Jansson entstanden sein.

Ich freue mich wahnsinnig darauf, diese Woche einer beeindruckenden und zutiefst inspirierenden Frau widmen zu können und freue mich über alle, die mitmachen, kommentieren und weiterempfehlen!

Erste Station im Blog: die Biografie von Tuula Karjalainen 

Zweite Station auf Instagram: die Mumin-Bücher

Die Welt der Mumins ist eine ganz eigene und wer in den Büchern von Tove Jansson einmal das Mumintal betreten hat, wird sein Leben lang wieder dorthin zurückkehren wollen. Was macht diese Geschichten so besonders? Zum einen, dass sie mit uns mitwachsen. Als Kind finden wir die kuscheligen, weißen Trolle niedlich und erleben mit ihnen Alltag und Abenteuer. Als Erwachsene merken wir beim Wiederlesen, wieviel Tiefe und Hintergründiges in den Geschichten steckt. Tove Jansson hat in den Bänden der Muminreihe immer auch ihr eigenes Leben einfließen lassen, mal mehr, mal weniger offensichtlich.

Aber vor allem hat sie zeitlose Figuren erschaffen, mit denen wir uns identifizieren können. Sie hat mit dem Mumintal und dem Haus der Mumins einen Rückzugsort geschaffen, einen, in dem die Familie groß geschrieben wird und jede*r so sein darf, wie man eben ist und mit allen Eigenheiten angenommen wird. Denn nicht nur die Muminfamilie tummelt sich auf den Seiten, noch viele weitere Wesen bevölkern das Tal und sorgen dafür, dass es nie langweilig wird. Gemeinsam wird gelebt und erlebt, werden schwierige Situationen zusammen gemeistert, wird die ein oder andere Lektion gelernt oder auch philosophisch betrachtet.

Manchen Ratschlag, der im Verlauf der Zeit fällt, kann man sich getrost fürs Leben merken und fährt damit sehr gut. Die Mischung aus Fantasie, poetischen Beschreibungen und liebevollem Pragmatismus ist im Stande, mich jedesmal wieder aufs neue zu begeistern. Für die Mumins ist man einfach nie zu alt!

Noch mehr lesen:

Zur Rezension von „Muminvaters wildbewegte Jugend“

Zur Rezension von „Herbst im Mumintal“

Dritte Station auf Instagram: Das Sommerbuch und das Winterbuch

Obwohl diese beiden Bände dem äußeren Anschein nach zusammengehören könnten, unterscheiden sie sich doch im inhaltlichen Aufbau. Das Winterbuch ist eine wunderbare Sammlung aus Kurzgeschichten und Auszügen aus längeren Erzählungen um Tove Jansson kennenzulernen oder sie wiederzutreffen. Ihre Texte sind von einer unaufgeregten Ruhe und oftmals hört man geradezu die Stille zwischen den einzelnen Geschichten. Von Natur und Naturgewalten, von den Menschen und ihren Eigenheiten schreibt Tove Jansson oft melancholisch, aber auch zärtlich und mit klugem Blick. Eine Geschichtensammlung, die man sich jedes Jahr im Winter wieder vornehmen möchte.

Das Sommerbuch hingegen spielt sich in einzelnen Episoden ab, der Schauplatz bleibt jedoch immer der gleiche: eine kleine finnische Insel, auf der Sophia und ihre Großmutter gemeinsam den Sommer verbringen und wo vor allem der Austausch zwischen der Älteren und dem jungen Mädchen im Vordergrund steht. Sie streifen durch die Natur, mit einem Blick für die kleinen Wunder, gleichzeitig ist aber auch das Sommerbuch von sanfter Melancholie durchzogen und erfrischend unkitschig. Egal ob ihr eher den Sommer oder den Winter liebt – beide Bände sind ein sehr guter Einstieg in das belletristische Werk von Tove Jansson.

Vierte Station auf Instagram: Die Comics bei Reprodukt

Natürlich dürfen bei #ToveJanssonentdecken die Comicstrips über die Mumins nicht fehlen. In Deutschland werden die Bände in einer sehr wertigen Hardcover-Ausstattung bei Reprodukt herausgegeben. Tove Jansson begann 1947 zunächst für die finnlandschwedische Zeitung Ny Tid die ersten Mumin Comics zu zeichnen. Die Serie wurde aber nach einem halben Jahr eingestellt. Den großen Durchbruch erzielten ihre Comicstrips dann in der britischen Zeitung „Evening News“ – dort und in anderen Zeitungen erreichte sie zu Spitzenzeiten über 20 Millionen Leser*innen täglich in über 40 Ländern.

Sie dachte, dass das Zeichnen der Comicstrips ihr endlich durch ein regelmäßiges Einkommen die Geldsorgen und den Druck nehmen würde. Mit den Geldsorgen war es dann tatsächlich erst einmal vorbei, allerdings lastete der Stress, stets in einem engen Zeitfenster mit den neuen Comics aufzuwarten und immer wieder neue Ideen zu entwickeln, schwer auf Tove. 1959 kündigt sie – sie ist erschöpft.

Die Mumins, deren Welt, das Mumintal, sie einst als Zuflucht für sich erfunden hatte, sind für sie zu einer Belastung geworden. Erst einige Jahre später kann sie sich, auch durch ihre Lebensgefährtin Tuulikki Pietilä unterstützt, wieder mehr auf die Mumins einlassen. Nach ihrer Kündigung übernahm ihr Bruder Lars, der bereits zuvor enger Vertrauter von Tove war und mit dem sie Ideen oft vorab durchsprach, die Produktion der Comics und zeichnete weitere 15 Jahre lang die Comics. Die Comicstrips sind natürlich an die Buchserie angelehnt, haben aber ganz klar auch ein Eigenleben.

Besonders herausragend war, dass Tove sowohl für die Zeichnungen als auch die Texte zuständig war – keine Selbstverständlichkeit! Auch hier zeigte sich wieder ihre vielseitige Begabung. Ich arbeite mich nach und nach durch die Comics und freue mich jedesmal wieder, allen Bewohner*innen des Mumintals zu begegnen.

Fünfte Station auf Instagram: Die Tochter des Bildhauers, Stadt der Sonne und Fair Play

Tove Jansson schrieb in ihren späteren Lebensjahren rund ein Dutzend Bücher für Erwachsene, Romane und Erzählungen. Exemplarisch möchte ich heute drei davon näher vorstellen. „Die Tochter des Bildhauers“ ist ein schmaler, autobiographischer Erzählband mit viel Atmosphäre – sehr empfehlenswert um die junge Tove und einen Teil ihrer Kindheit kennenzulernen. „Fair Play“ ist sicherlich auch autobiographisch geprägt, allerdings klar als Fiktion angelegt. Eine starke Geschichte, zwei unheimlich interessante Frauen und Künstlerinnen und ihre gemeinsame Liebesgeschichte. Unbedingt lesenswert und (bis jetzt) mein persönlicher Liebling.

Stadt der Sonne“ fällt im Gegensatz zu den beiden anderen hier besprochenen Büchern schon rein vom Setting her aus dem Rahmen – spielt es doch in St. Petersburg, Florida. Dort haben sich in einem Gästehaus über Jahre einige eigenwillige Charaktere versammelt, alle mit ihrer ganz persönlichen Art, das eigene Altern anzunehmen. Stellenweise war es mir fast ein wenig zu ruhig – es ist ein eher handlungsarmer Roman, dessen Stärke in den fein beobachteten Beschreibungen seiner Protagonistinnen und Protagonisten liegt. Dennoch habe ich ihn nicht ungern gelesen, denn er ist nur ein weiteres Beispiel dafür, wie wandelbar Tove Jansson auch in ihrem literarischen Schaffen war. Das erzählende Werk von Jansson ist in Deutschland beim Verlag Urachhaus erschienen und wurde übersetzt von Brigitte Kicherer.

Sechste Station: Das war #ToveJanssonentdecken !

Zum Abschluss der #ToveJanssonentdecken Woche haben Mumin und ich nochmal gemeinsam Kaffee getrunken. Wir hatten ordentlich Freude an dieser Woche und hoffen, ihr auch! Wenn euch die Woche gefallen hat, könnt ihr auch gerne die Möglichkeit nutzen, uns einen Kaffee via Ko-Fi zu schicken ? . Mumins essen und trinken ja fast so gerne wie Hobbits ?. Viel Spaß allen weiterhin beim Entdecken der Welt und der Werke von Tove Jansson.

Indiebookday 2021 mit Pinkfisch

Sechs Buchempfehlungen für den Indiebookday in knapp 12 Minuten ohne Schnitt und doppelten Boden!

Was und wer sind eigentlich die unabhängigen Verlage ? Eine gute Übersicht findet ihr hier: Hotlistblog

Mehr Infos zum Indiebookday: indiebookday.de

Alle vorgestellten Bücher auf einen Blick (der Transparenz wegen sind Leseexemplare gekennzeichnet):

Draußen gehen von Christian Sauer, erschienen im Verlag Hermann Schmidt (Leseexemplar

Abteilung für irre Theorien von Tom Gauld, erschienen in der Edition Moderne (selbstgekauft), übersetzt von Christoph Schuler

Die Quelle unserer Macht von Audre Lorde (zweisprachig), erschienen im Unrast Verlag, übersetzt von Marion Kraft und Sigrid Markmann (selbstgekauft)

Micro Science Fiction von O. Westin erschienen bei mikrotext, in deutscher und englischer Ausgabe (übersetzt von Birthe Mühlhoff) erhältlich (selbstgekauft)

Drei Weise aus dem Bantuland von Max Lobe, erschienen im Austernbank Verlag, übersetzt von Katharina Triebner-Cabald (im Video im Schwung des Empfehlenswerte leider nicht erwähnt, sorry!) (Leseexemplar

New York Ghost von Ling Ma, erschienen im Culturbooks Verlag, übersetzt von Zöe Beck (Leseexemplar)