Als Mutter verschwand – Kyung-Sook Shin

Eine kleine Perle. Über koreanische Literatur stolpert man hierzulande selten und so war ich gespannt, wie sich diese Familiengeschichte lesen würde. Als die Mutter einer Familie bei einer Reise spurlos verschwindet, hinterlässt sie eine Lücke, die so nicht geschlossen werden kann. Die Familienmitglieder kommen nacheinander zu Wort und so entsteht eine Bestandsaufnahme des Lebens der Mutter – die doch keiner von ihnen wirklich kannte oder fassen konnte. Zärtlich, traurig, zum Teil behutsam und auch anklagend – ein zu Herzen gehendes Buch, obwohl es ohne das große Drama, den Showdown auskommt – auf stille Art berührt es mehr, als pompöse Ereignisse es tun würden. Empfehlung!

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