Die Stunde in der ich zu glauben begann – Wally Lamb

Als mir dieses Buch ins Haus flatterte, hatte ich noch nichts anderes von Wally Lamb gelesen.Nach der Lektüre werde ich das aber definitiv nachholen.Wally Lamb verwebt die Ereignisse von dem Amoklauf in der Columbine High School  (und dort benutzt er die echten Namen und Geschehnisse) mit der persönlichen (fiktiven) Familiengeschichte seiner Protagonisten. Maureen, eine Schulkrankenschwester die in der Bibliothek in einem Schrank versteckt miterleben muss, wie Schüler erschossen werden, leidet nach den Ereignissen, ist traumatisiert und rutscht immer mehr ab. Maureen und ihr Mann Caelum, der diese Geschichte erzählt, werden über einen langen Zeitraum hinweg begleitet, seine Figuren suchen nach Sinn und einem Neuanfang – immer wieder. Lamb hat hier ein großes Werk geschaffen, wo nicht nur ein roter Faden sondern viele gesponnen werden. Die Moral und Handlungsweisen der Menschen stellen sich in Frage und nicht zuletzt ist der Roman sehr bewegend und ich bin sicher das nicht nur mir an einigen Stellen des Romans die Tränen kamen.

Schnörkellos, dafür aber genau und detailreich beschreibt Wally Lamb diese Auseinandersetzungen mit Ereignissen, Tragödien und Geheimnissen. Auch Briefe, Emails und Erzählungen aus der Vergangenheit der Figuren haben ihren Platz und lockern so die Geschichte noch etwas auf. Dieses wirklich dicke Buch lohnt aber jede Seite – ein großer Roman über Menschlichkeit.

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