Mein letzter Sommer – Cesarina Vighy

Hier habe ich etwas komplett anderes erwartet. Hinten aufgedruckt steht “Eine Hymne auf  das Leben im Angesicht des Todes” – ich erwartete eine Auseinandersetzung mit der Krankheit ALS, dem Sterben, dem Tod. Ein Buch mit klugen Gedanken, ein Buch das mich nachdenklich macht. Vielleicht liegt es daran, das ich mit diesem Buch nicht warm geworden bin. Die Autorin schildert über weite Teile ihre Lebensgeschichte, die sich zwar ganz nett liest, mich jetzt aber auch nicht gefangennahm. Auf ihre Krankheit kommt sie erst spät zu sprechen, wirklich gedanklich auseinander setzt sie sich damit auf nur wenigen Seiten und auch diese bleiben seltsam flach, es wirkt etwas zusammengeschoben mit den Erinnerungen an ihr Leben. Es mag der Krankheit geschuldet sein, vielleicht wurde das Buch in größerer Eile fertiggeschrieben, das würde es erklären. Für mich war es in dieser Form eher sperrig zu lesen und es hinterliess keinen großen Eindruck bei mir. Sehr schade!