Echte Vampire haben Kurven – Gerry Bartlett

Hier kann man eigentlich nur sagen: Endlich mal ein Vampirroman mit nicht ganz so typischen Vampiren (und vielen anderen obskuren Kreaturen), aber auch nicht ohne schöne Klischees. Sehr witzig und locker, eine ungewöhnliche Vampirdame mit Kurven und herrlich unperfekt als Hauptperson und lauter wirklich ungewöhnliche Einfälle, auch Sex kommt nicht zu kurz. Ich hab jedenfalls zwischendrin immer sehr gelacht, was ich nicht so oft tue, beim Lesen. Gekonnt mit den Zutaten in diesem Genre jongliert, ich fands genau richtig für den Sommer und den Garten.

Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele – Suzanne Collins

Als dieses Buch in meine Hände kam, wusste ich: Das muss ich lesen! Die “Gregor”-Reihe” von Suzanne Collins habe ich geliebt (ist auch weiterhin eine meiner absoluten Empfehlungen!) Hier nun ist ein Buch geschrieben worden, das ab 13 bis ins Erwachsenenalter sehr viele Leute restlos begeistern wird. In Panem werden jährlich die “Hungerspiele” durchgeführt, um die Bewohner der einzelnen Distrikte daran zu erinnern, das ihre Regierung immer noch das Sagen hat. Die auserwählten “Tribute” (per Los gewählt, 2 Kinder zwischen 12 und 18) werden vorher trainiert, müssen sich selbst darbieten, in einer Art Show (dahinter klingt doch die Kritik an Casting-Shows und ähnlichem sehr deutlich durch). Dann müssen in einer großen Arena alle und jeder gegen jeden antreten – bis  zum Schluss einer übrigbleibt…

Klingt grausam? Ist es auch. Das Buch ist aber einfach genial geschrieben, die Spannung erhöht sich von Kapitel zu Kapitel, ich habe total mitgefiebert! Die Geschichte von Katniss, die sich freiwillig meldet um ihre Schwester Prim vor dem sicheren Tod zu bewahren, hat einfach Sog-Wirkung.  Mehr möchte ich garnicht verraten, aber ich kann dieses Buch nur absolut empfehlen! Zum Glück wird es auch eine Fortsetzung geben!

Spinner – Benedict Wells

Dieses Buch ist wie ein Film in den man zufällig reinzappt, ihn für interessant empfindet und dann hängenbleibt. Ich habe das Sofa nicht verlassen, war in Berlin, erlebte den Fall und die Ziellosigkeit des Protagonisten, der seinem großen Ziel, der Vollendung seines Epos eher davonrennt, als ihm näher zu kommen. Mit viel Tempo erzählt, mit Witz und Gespür für schöne, einfallsreiche Szenen. Kein Buch das einen tief in der Seele rührt, aber verdammt unterhaltsam und an einigen Stellen erkennt man sich selbst ja doch wieder

Das Lächeln der Fortuna – Rebecca Gablé

Angeregt durch meine Freundin Karo, die mir das Buch gaaanz arg ans Herz gelegt hat (lang und ausdauernd!) habe ich mich also mal an einen historischen Roman gewagt: eigentlich nicht mein Genre. Aber: ich war doch die ganzen über 1000 Seiten gefesselt. Das Buch hatte erstaunlich wenig Längen, Gablé schafft es, viele Personen auftreten zu lassen und man behält trotzdem recht gut den Überblick. Angesiedelt im 13 Jahrhundert, eine spannende Geschichte – Historisches wird mit der Geschichte der Waringhams verknüpft – und da gibt es fast alles – Intrigen, Liebesgeschichten, Drama…ich fühlte mich wirklich gut unterhalten! Also: eine klare Empfehlung von meiner Seite aus – ich werde nach und nach auch noch mehr von der Autorin lesen!

Abbitte – Ian McEwan

Gefällt mir bisher ausnehmend gut, ein toller Schmöker, hat ja doch über 500 Seiten. Bin nun S. 150 und sehr gespannt, welche Bögen und Kreise die Figuren noch schlagen werden, McEwan traue ich da einiges zu. Sehr gefällt mir bisher die Schilderungen die sich wiederholen, aus unterschiedlichen Perspektiven, das charakterisiert so “nebenher” sehr spannend! Ich glaube das wird ein Lieblingsbuch…[…]

Mein 2ter McEwan, ich war irgendwie erstaunt das es doch rund 530 Seiten sind, so dick sah das Buch garnicht aus
Ich fand den groß. Wie virtuos McEwan hier mit den Charakteren spielt, dieselben Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln erleben lässt und wie durch eine Lüge, einen Irrtum , drei Leben völlig verändert werden und das über lange Zeit mitverfolgt wird – das ist wirklich ganz großes Kino. Am besten hat mir aber der erste Teil gefallen (es teilt sich in insgesamt 3), dort wurde soviel Spannung aufgebaut, soviele kleine unterschwellige Fährten, das hat mich sehr beeindruckt. Wirklich, sehr, sehr lesenswert!

19 Minuten – Jodi Picoult

War mein erstes Buch von der Autorin und wohl nun auch nicht das letzte. Etwas was im Innenklappentext erwähnt wird, trifft es genau: Ihre Bücher sind nicht literarisch. Auch nicht unbedingt “schön”. Aber sehr spannend, genau recherchiert und ihre Figuren wirken sehr eindringlich und menschlich auf mich. Ich habe es jedenfalls dann sehr schnell durchgehabt, weil es einen wirklich interessiert hat. Von der Handlung her kann man eigentlich kurz sagen: die Geschichte eines Amoklaufs aus der Sicht verschiedener Personen, mit Zeitrückblenden. Wirklich sehr gut verwoben, die Tragik jeder einzelnen Person wird gut dargestellt.

Die Nacht von Lissabon – Erich Maria Remarque

Ihr Lieben, geht in die nächste Buchhandlung eures Vertrauens uns kauft “Die Nacht von Lissabon” von Erich Maria Remarque.

Dieses Buch hab ich die letzten 2 Tage gelesen und es ist wirklich superspannend, ergreifend und schön. Ein Mann, ein deutscher Emigrant steht nachts alleine am Hafen, er will nach Amerika, hat aber weder Pass noch Visum. Ein anderer spricht ihn an und sagt “Ich kann ihnen 2 Karten für das Schiff schenken” Einzige Bedingung: der Mann soll ihm eine Nacht lang zuhören, während er seine Lebensgeschichte erzählt, die gleichzeitig eine Liebesgeschichte ist.

Das Buch hat mich sehr gefesselt, es hat eine einfach aber doch sehr ausdrucksvolle Sprache, der Erzähler zieht einen in seinen Bann. Wirklich ein tolles, tolles, tolles Buch!

Jane Eyre – Charlotte Bronte

Bin ganz gespannt, eine Freundin hat mir das Buch schon vor Monaten sehr ans Herz gelegt. Nachdem ich von einer anderen Bronte-Schwester (Sturmhöhe) schon gelesen hatte, bin ich jetzt gespannt wie dieses Buch sich so anlässt. […]
Ich bin grade aus “Jane Eyre” wieder erwacht und bin begeistert – ein tolles Buch! Ich glaub sowas muss man einfach mit 20 lesen… Einerseits die Waisengeschichte und dann schlägt es doch so sehr in einen Liebesroman um – und verfällt doch nicht ins kitschige, behält seine Förmlichkeit und ist doch so ein feines gesellschaftliches Portrait. Wirklich, sehr lesenswert!

Bis(s) zum … – Stephenie Meyer (Band 1-3)

Jetzt habe ich mir mal “Bis(s) zum Morgengrauen” ausgeliehen. Ich hatte schon soviel davon gehört und es hat mich so garnicht gereizt. Jetzt hab ich so heute abend damit angefangen, und bin auf Seite 143 – also man ist schon neugierig… Ich finde zwar niemanden so richtig sympathisch, aber vielleicht macht das grade auch den Reiz des Buches aus. Ich bin jedenfalls erstaunt, ich dachte nicht das es mir so leicht fällt da rein zu finden
Das Fazit nach 3 Bänden: die Liebesgeschichte ist nett und so, aber hat mich persönlich nicht vom Hocker gerissen. Was ganz gut war…die Bücher sind unsäglich laaaangwierig geschrieben, ganz zum Schluss wirds dann aber immer sehr spannend. Also nette Unterhaltung für zwischendurch, nicht mehr, nicht weniger. Ich bin jedenfalls nicht in Edward verliebt und Bella…ging mir die allermeiste Zeit ziemlich auf den Keks