Perlmanns Schweigen – Pascal Mercier

Puh, “Perlmanns Schweigen”  ist mit 637 Seiten nicht grade kurz geraten. Und es ist auch kein Buch das ich jederzeit zur Hand nehmen kann. Es ist von allem ein bisschen: Selbstfindungsroman, Krimi, philosophisch-sprachwissenschaftlich … grade das hat es mir manchmal etwas schwer gemacht, ich denke ich habe nicht alles immer verstanden, was dort behandelt wurde.
Perlmann ist Sprachwissenschaftler, allerdings schon länger nicht mehr innerlich “voll bei der Sache”. Bei einem Kongress den er an sich leitet, entgleitet ihm die Situation nach und nach und bringt ihn an moralische und physische Grenzen…
Spannend ist es trotz sehr großer “Langsamkeit” auf jedenfall, auch wenn die anderen Charaktere sich innerhalb der Zeit kaum entwickeln, hat man die Szenerie und die einzelnen anderen Teilnehmer dieses “Kongresses” direkt vor Augen. Man braucht ein bisschen Geduld, aber die hat sich für mich trotzdem gelohnt.

Die Partitur des Todes – Jan Seghers

Einmal habe ich heute den neuen Frankfurt Krimi von Jan Seghers ” Die Partitur des Todes” als Leseexemplar bekommen. Ich habe ihn innerhalb von 4 Stunden wirklich “eingesogen”. Ein klasse Krimi. Spannend, mehrere Geschichten werden so geschickt verwoben, das man sich nicht “gestört” fühlt durch den Perspektivwechsel. Sein ermittelnder Kommissar Marthaler (Dritter Fall) ist schwermütig wie immer, melanchonisch aber auch – so menschlich, wie sein ganzes Team. Grade das macht diese Krimis sehr einzigartig. Wer Frankfurt und Umgebung kennt, wird hier viel wiedererkennen. Zum Inhalt kann man kurz sagen: Eine verschollene Partitur wird durch Zufall endeckt. Kurz darauf geschehen in Frankfurt 5 grausame Morde die zunächst nichts mit diesem Vorfall zu tun haben – oder doch? Die Spuren reichen bis ins Jahre 1945 – und das Lager Auschwitz…

Superspannend! Meine absolute Lese-Empfehlung!

Morpheus – Jiliane Hoffman

Cupido war ja wirklich als Thriller nicht zu verachten und sehr gut gemacht. Morpheus, der Nachfolger hat es also naturgemäß schwer. Trotzdem, es war spannend, die Auflösung kam erst recht spät und mir gefiel das Ende richtig gut. Etwas nervig waren die ganzen Beschreibungen der Spezial-Einheiten und wie die einzelnen zusammenarbeiten: da hab ich sicherlich nicht alles ganz richtig mitbekommen. Aber ansonsten – wirklich gut.

Cupido – Jiliane Hoffman

Mein erster echter Thriller glaub ich, ein echtes Experiment Also spannend wars, packend auch, ich hab eindeutig mehr Geräusche als sonst bedrohlich gefunden und konnte gestern abend nicht schlafen bis ich nicht die letzten 90 Seiten durchhatte.Etwas brutal zwar aber ab und an kann ich das ab. Heute dann gleich den zweiten Band auf tauschticket ertauscht – ich will noch mehr davon Ich denke, das hat geklappt mit dem Experiment…

Der Schlaf der Toten – Andrew Taylor

War ganz okay, recht spannend und die Auflösung kam nicht zu “früh”. Ich hab aber an manchen Stellen gedacht, mhm, das hätte man auch in 350 Seiten statt 550 erzählen können. Andererseits ist dieses Netz von Handlungsträngen zwar weit gestreut, aber am Ende ist man ganz froh, das es so ausführlich war, weil sich die Auflösung dann sehr klar erschliesst. Ganz nebenbei ist es auch noch die Geschichte der Jugend von Edgar Allan Poe, allerdings ahbe ich das erst auf den letzten 100 Seiten so richtig verstanden..+hust+

Schwarze Sekunden – Karin Fossum

War mit sehr klarer Sprache erzählt, packend, man konnte sich während des Buches einfach gut in diverse Gedankengänge hineinversetzen, es blieb bis zum Schluss spannend und auch der Fall an sich (verschwundenes kleines Mädchen) hat mir einfach gut gefallen. Also mein Fazit: spannend, sehr gut und schnell lesbar und nicht zu “episch”.

Glennkill – Leonie Swann

Nun folgt Glennkill, hab ich schonmal angefangen aber wieder aufgegeben…jetzt der zweite Versuch […] Glennkill war wirklich ganz wunderbar. Mein Lieblingssatz “Othello weidete kühn vorbei”! Der Kriminalfall an sich gibt nicht sooviel her, allerdings ist das auch nicht das Hauptaugenmerk. Die kreativen Schafsnamen und Interaktion der Schafe fand ich viel wichtiger