Wie ein Flügelschlag – Jutta Wilke

Eine gespannte Erwar­tung erfüllte mich, als ich das neue, wun­der­bar gestal­tete Buch von Jutta Wilke end­lich in den Hän­den hielt! Vom ers­ten Moment an steckte ich in der Geschichte von Jana, die als Leis­tungs­schwim­me­rin ein Sport­in­ter­nat besucht. Als ihre Klas­sen­ka­me­ra­din Mela­nie tot in der Schwimm­halle auf­ge­fun­den wird, ist Jana  ent­schlos­sen den Tod der Freun­din auf­zu­klä­ren – denn die offi­zi­elle Begrün­dung eines Herz­ver­sa­gens schluckt sie nach eini­gen selt­sa­men Bege­ben­hei­ten zuvor nicht mehr…

Die­ser Jugend­krimi lebt aber nicht nur von der bis zum Schluss gro­ßen Span­nung, er zeich­net sich beson­ders dadurch aus, das er einen ganz nah heran lässt an Janas Gefühle. Ich spürte die Was­ser­per­len auf mei­ner Haut, tauchte unter und fühlte die Frei­heit die Jana im Was­ser emp­fin­det, weit weg von der klam­mern­den Mut­ter, dem Leis­tungs­druck und der gan­zen Welt. Die Atmo­sphäre in der Schwimm­halle, die Ver­zweif­lung Janas die gegen Mau­ern des Schwei­gens anrennt — all das hat Jutta Wilke zu einem packen­den Jugend­krimi ver­ar­bei­tet, den ich an einem Abend ver­schlun­gen habe! Die­ses Buch ist kein Sprung ins kalte Was­ser, son­dern in bes­tes Lesegewässer!