Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede – Haruki Murakami

Tja. Vom Stil her meiner Meinung nach ganz anders, es ist ja auch klar kein Roman. Er beschreibt das zwischendurch ganz gut: “Memoiren” will er nicht schreiben, nicht so ein großes Aufheben um seine Person. Aber das Laufen, das gehört einfach seit vielen Jahren zu ihm und wenn er von sich erzählt, kann er das gar nicht weglassen. Also hat er das Laufen zum Aufhänger gemacht.
Ich wollte mir die Hälfte der Zeit immer Sätze anstreichen, weil mich viele seiner Gedanken angesprochen haben. Man kann es nicht wirklich “runterlesen”, es ist nicht rund, aber deshalb gefällt es mir auch so gut. Ich hatte an einigen Stellen das Gefühl, obwohl er über Laufen & Schreiben schreibt, gibt es auch in diesen Bereichen Dinge die er nicht erklären kann. Dinge die er hinnimmt, obwohl er nicht weiß warum sie passieren. (Eine Thematik die ich, wenn ich drüber nachdenke, in seinen Romanen auch wiederfinde..) Das hat mich auf gewisse Weise beeindruckt, das es eben das vollkommene Wissen über etwas nie gibt und das er das offen zugibt, statt so zu tun als wäre das was er lebt, der heilige Gral.
Insgesamt – sehr persönlich, richtig gut und eben – Murakami!

Eine kurze Geschichte von fast allem – Bill Bryson

Hat einen etwas anderen Humor als ich erwartet hatte, das Buch hat es aber schon geschafft mich und Freunde in stundenlange Diskussionen über Weltraum, Planeten, Physik etc. zu bringen. Find es echt spannend, man liest es gern und lernt sogar noch was dabei. Werd aber nochn Weilchen für brauchen, dünn ist es nicht und die ganzen Fakten lesen sich halt nicht romanmässig runter

Mein Freund ist völlig begeistert, er studiert Physik und mich interessiert das meistens nicht die Bohne. Bryson ist aber so spannend und dabei mit einem Zwinkern erzählt das sogar ich komplizierte Sachverhalte verstehe (und ich bin dabei wirklich ohne Übertreibung eher Unterdurchschnitt). Und mich sogar mit ihm darüber unterhalte. Es geschehen noch Zeichen und Wunder…

[…] Wow…der Bryson ist durch. Muss sagen – erfüllt mich schon mit nem gewissen Stolz das ich ihn durchgelesen habe ohne irgendwas zu überblättern, wegzulassen oder so. Ist ja bei Sachbüchern nicht ungewöhnlich das einen manche Teilaspekte nicht so interessieren. Insgesamt ist es einfach ein irres Werk, zu großen Teilen äusserst beängstigend, man erfährt das wir eigentlich fast nichts wissen von der Welt in der wir leben, unseren Vorfahren, unserer Flora und Fauna. Jede Frage die das Buch beantwortet wirft 100 neue auf – das macht es aber auch so interessant und spannend. Bryson hat es geschafft bis auf ganz wenige Ausnahmen alles sehr verständlich und gut nachvollziehbar zu erklären. Alleine das ist eine Leistung. Besonders gefallen haben mir die vielen Anekdoten über das Leben der Wissenschaftler, ihre Lebensumstände und skurrile Zufälle. Ausserdem die Kapitel über den Weltraum, das fand ich total spannend und könnte mir durchaus vorstellen darüber noch mehr zu lesen. Witzig fand ich das ich manches noch aus Schulzeiten kannte, was mittlerweile schon widerlegt oder neu erforscht war – tlw. meldeten sich in meinem Gedächtnis Infos aus meiner Kindheit die ich in Jugend & Kinderlexika gelesen hatte. Tolle Sache

Ist sicherlich nicht immer ganz leicht zu lesen, ich hab einige Pausen gemacht zum Verdauen und mich viel drüber unterhalten – lohnt sich aber absolut! Bryson schreibt einfach super!

Spielregeln der Liebe – Hans Jellouschek

Saß ich ja ein Weilchen dran, weil ich das immer in Etappen gelesen habe, geht mir bei Sachbüchern meistens so. Fand das Buch klasse, es wurde sehr viel angerissen an Beziehungsthemen, so das man wirklich für viele Situationen eine Anregung hatte wie damit umzugehen ist. Da ich bei den meisten Ansichten des Autors nur nicken konnte – mir hat das Buch wirklich weitergeholfen. Nicht zu wissenschaftlich geschrieben, aber auch nicht im Zeitschriften-Stil.