Schön machts nicht, aber glücklich – Leonie Jakobs

Das Buch trägt den Untertitel “Ein ehrlicher Schwangerschaftsroman”. Und diesen Untertitel trägt das Buch zurecht. So einiges habe ich in letzter Zeit angesehen, angelesen und eher genervt wieder weggelegt…Dieses Buch hingegen hatte ich innerhalb eines vergnüglichen Nachmittages durch und dachte nur: So isses! Sehr angenehm und mit Leichtigkeit geschrieben, nicht belanglos, sondern mit allem, was eine schwangere Frau so umtreibt. Ausserdem hat Jakobs mich einige Male zum Lachen gebracht und macht den Eindruck, sie könne auch über sich selbst lachen – für mich ein wirklich schöner Einstieg in die Schwangerschaft!

Das Mami-Buch – Katja Kessler

Gut, das fällt etwas aus dem Rahmen meiner üblichen Leserichtung

Das Mami-Buch ist rosa, kitschig und auch im Innenleben manchmal etwas arg verniedlicht – klar mit viel Liebe gemacht, was man anerkennen kann. Natürlich ist es für eine besondere Zeit gedacht, die auch durchaus für etwas Weichzeichnung taugt, aber mir war es doch “zuviel” . Sehr schön sind aber die Fotos des Models, das die ganze Schwangerschaft und die ersten 10 Monate lang begleitet wird und einige Kapitel behandeln angenehm die Gefühlswelt einer werdenden Mutter. Insgesamt war ich nicht sehr angetan: Ansonsten war das Buch eher so lala – mir ist klar das es nicht als ernsthafter Ratgeber gedacht ist, aber mir fehlte doch an vielen Ecken mehr Info, detaillierter und weniger blumig. Als Zusatz zu anderen Ratgebern und Geschenk okay, als alleinige Begleitung fehl am Platze. Zudem gab es einige Infos die schlichtweg ziemlicher Blödsinn waren – sehr ärgerlich!

Ich würde es einer schwangeren Freundin nicht ans Herz legen oder schenken…das sagt ja schon einiges aus

Familienalbum – Jools Oliver

Ein pinkes Buch, noch dazu von einer sympathischen Frau geschrieben die zufällig mit Jamie Oliver verheiratet ist. Jools beschreibt dort die Zeit ihrer zwei Schwangerschaften und das Leben zu dritt, bzw. zu viert. Das Buch war toll geschrieben, sehr lebensnah und ehrlich, nicht “perfekt” und unecht. Die Olivers wirken wie eine klasse Familie mit den üblichen Sorgen und Nöten, die das Leben aber so nehmen wie es kommt. Ich hatte großen Spaß mit dem Buch, was vorallem auch daran liegt, das man das Gefühl hat, Jools Oliver nach den ersten Seiten zu kennen und das sie über sich selbst und so einigen Unsinn, den sie während der Schwangerschaft anstellt, lachen kann. Bin sehr positiv überrascht, oftmals sind die Bücher der “Stars” ja doch eher seicht – dieses hier nicht!

Slam – Nick Hornby

Mhmtja. Slam hatte ein tolles Grundthema, eine Teenanger-Schwangerschaft. Auch die Charaktere fand ich eigentlich ganz gut. Aber irgendwie hab ich doch recht lange gebraucht und der witzige Stil vom Anfang ging nicht durchgängig. Hornby hat sehr viele Wiederholungen und umständliche Erklärungen eingebaut, die ich innerhalb eines Gespräches total okay finden würde, in dieser Menge aber in einem Buch – ermüdend. Schade, ich glaube “A long way down” wird immer ein bisschen eine Ausnahmeerscheinung von ihm sein.