Glückskind – Steven Uhly

Wo soll ich beginnen, wo enden? An diesem Buch ist einfach rundherum alles besonders! Fangen wir ausnahmsweise mal mit der Gestaltung an. Das Buch liegt weich in der Hand, der rote Umschlag wirkt als ob das Papier handgeschöpft sei – edel und fragil zugleich, er fällt auf. Auch das Innere ist mit soviel Liebe und Sorgfalt gestaltet – man blättert durch die ersten drei Seiten und hat das Gefühl, der Verlag hat dem Buch extra schöne Kleider angezogen um dem großartigen Inhalt gerecht zu werden. Allein damit hatte mich “Glückskind” schon für sich eingenommen. Und das Buch war – so, so schön!

Es war an einem grauen Oktobertag ein echter Lichtblick, ein Buch voller Hoffnung, ein Buch in dem Dinge möglich werden. Obwohl die Thematik, Hans D. findet in einer Mülltonne ein ausgesetztes Baby, nun nicht gerade eine heitere Handlung verspricht und es auch keinerlei Wunder oder fantastische Elemente enthält. Aber was dieser Fund im Leben von Hans ins Rollen bringt, wie er reflektiert, sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt, sich des Kindes annimmt und dabei von unerwarteter Seite Hilfe bekommt – das liest sich so besonders, so berührend,  ich finde es schwer, dafür Worte zu finden. Uhly bedient sich einer ruhigen, gesetzten Sprache, hier finden sich keine blumigen Beschreibungen. Hier findet sich Leben. Geliebt werden. Und ein Neuanfang.

Ich bin sehr begeistert und das Buch verdient definitiv noch sehr viele Leser!

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