Jersey Angel: Was ist schon ein Sommer? – Beth Ann Bauman

Hat mir leider nicht so richtig gut gefallen. Zunächst fand ich die flapsige Schreibweise witzig, das verlor sich aber immer mehr zum Endes des Buches. Auch der doch sehr lockere Umgang mit Sex war nicht so richtig meines. Denn: ich möchte Jugendbücher gerne empfehlen können – dabei darf in den Büchern gerne mehr passieren, als nur Händchenhalten. Und auch, wenn unsere Protagonistin durchaus Konsequenzen aus ihrem Handeln ziehen wird, so frage ich mich doch, welchen Eltern ich dieses Buch spontan in die Hand drücken soll, als Geschenk für die Tochter. Unter 14 sicherlich nicht. Eine 17jährige wird sich sicherlich angemessen mit dem Buch auseinandersetzen können, ist wahrscheinlich aber schon lange nicht mehr die Zielgruppe…

Nichts, was man fürchten müsste – Julian Barnes

Mit diesem Buch habe ich erstaunlich viel zu kämpfen gehabt, bedenkt man, dass ich Julian Barnes wirklich gerne lese. Ich glaube, ich hatte mir etwas anderes erwartet, eine noch persönlichere Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tode. Diese passiert zwar, allerdings nimmt Barnes sehr oft Bezug auf andere Schriftsteller und Künstler und zitiert diese häufig, setzt seine eigenen Erfahrungen in den Vergleich. Das las sich zuweilen sperrig, manchmal auch schwierig, gerade wenn man die erwähnten Persönlichkeiten nicht kennt.

Die Seltsamen – Stefan Bachmann

Für mich eines der stärksten Debüts innerhalb des Fantasy-Genres der letzten Jahre. Starke Charaktere, eine Atmosphäre, die man fast bis ins eigene Zimmer zu spüren meint, eine reizvolle Verknüfpung von Magie und Steampunk. Ich freue mich jedenfalls enorm auf die Fortsetzung und bin wirklich beeindruckt, ob des Alters Bachmanns. Es gibt einige Fantasy-Autoren, die, um das doppelte älter, nicht einen solchen Plot entwerfen können. Großes Lob!

Shotgun Lovesongs – Nickolas Baker

Spontan würde ich einfach gerne rufen: „Tolles Buch! Nehmen Sie es mit! Machen Sie es sich in der Sonne gemütlich und genießen Sie ihre Reise nach Wisconsin, ins Herz Amerikas“ Von einer Kleinstadt und ihren Bewohnern, von Freunden, die ihr ganzes Leben miteinander teilen. Von Erfolg, Verlusten, Liebe, Entscheidungen und besonderen Momenten lebt dieses Buch. Ich habe richtiggehend mitgefiebert und auch mitgelitten, mit jeder einzelnen Person, was nicht oft passiert. Also, ich rufe: Tolles, tolles Buch!

 

Nenn mich einfach Superheld – Alina Bronsky

Der Plot war so vielversprechend und auch die ersten Kapital lasen sich frisch und voller unverbrauchter Gefühle und Aussagen, bereit, dem Leser einiges zuzumuten. Für mich hatte das Buch einen Bruch, mit dem ich mich erst zum Schluss hin anfreunden konnte, den dieser glättete die Wogen für mich. Es ist das gute Recht des Autoren, seine Leser im Unklaren zu lassen, ebenso aber auch mein Gefühl eine Daseinsberechtigung: mich ein wenig betrogen zu fühlen, weil ich einige Zeit im Buch umherirrte, völlig unsicher, wohin es mich führen würde.