Little Bee – Chris Cleave

Wer bei diesem schönen Cover und dem sanften Titel einen leichten Roman erwartet liegt falsch! Dieses Buch hat Sprengkraft und ist für mich eine der Entdeckungen des Frühjahrs…!

Denn dieses Buch ist die Geschichte eines mutigen, ungewöhnlichen Mädchens aus Nigeria, genannt Little Bee. Eindringlich beschreibt Cleave eine Geschichte über illegalen Aufenthalt von Flüchtlingen in Großbritannien – das Buch geht unter die Haut. Er möchte mit diesem Buch nicht unbedingt gefallen und genau das ist der Punkt der mich fasziniert. Little Bee ist keine perfekte Heldin und das Buch strotzt nicht vor Happy Ends – aber es hinterlässt einen Eindruck, der sich so schnell nicht abschütteln lässt.

Erika – Elke Heidenreich

Die Geschichte des großen rosa Plüschschweins habe ich als eines meiner Weihnachtsbücher gelesen. Die Geschichte war ganz schön, allerdings empfand ich sie nur teilweise an eine Hommage an Leben und Liebe und einige Male eher als ziemlich deprimierend. Trotzdem ein nettes, kleines Büchlein und die Reaktionen auf das Plüschschwein sind einfach zu nett!

Schlafräuber & Wonneproppen – Gary Chapman

Ein Ableger vom Autor der “5 Sprachen der Liebe” – es ist nur ein sehr schmales Bändchen und im Nachhinein muss ich sagen, es ist auch nicht so toll. Ein nettes kleines Mitbringsel für frische Eltern, ich empfinde aber die “Grundwerke” von Chapman als deutlich reichhaltiger und richtungsweisender. Hier sind nur einige kleine Dinge versammelt die sich leider nicht so richtig im Kopf festsetzen. Schade irgendwie!

Die fünf Sprachen der Liebe – Gary Chapman

Ratgeber sind ja immer so eine Sache für sich und definitiv Typsache. Dieses Buch hat bei mir aber einen Volltreffer gelandet und sogar meinen Mann konnte ich mit einigen Dingen daraus dafür begeistern und das will was heissen. Wie der Titel schon ahnen lässt, schreibt Chapman über die 5 verschiedenen Sprachen der Liebe und welche Schwierigkeiten daraus erwachsen, wenn nicht beide die gleiche Sprache sprechen. Auch erklärt er anhand von vielen Beispielen, wie man versuchen kann, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen und die Sprache des anderen lesen zu lernen. Für mich hat dieses Buch einige sehr wichtige Gedanken aufgeworfen, mich inspiriert und verstehen lassen. Aufgabe perfekt erfüllt!

House of Night: Gezeichnet – P.C. Cast/Kristin Cast

Schon lange bevor das Leseexemplar eintraf, wurde hier die Werbetrommel gerührt – der einzig wahre Bis(s)-Nachfolger, DIE Vampirserie überhaupt – verständlich das die Erwartungen dementsprechend hoch gesteckt waren – ist die Reihe doch in den USA ein absoluter Renner.

Wie gewohnt halte ich mich nicht mit den großen Inhaltsangaben auf, die kann man überall zur Genüge nachlesen. Mein Eindruck ist: Internatsgeschichte (ob nun Harry Potter oder Hanni und Nanni..;-)) trifft Biss, trifft amerikanische Klischees und tiefere Wurzeln in Indiandertradition und nicht zuletzt natürlich: Vampirgeschichte.

Was mir so gut gefällt – das Buch macht einem nichts vor, das es nicht ist. Es ist keine hohe Literatur, es lässt sich leicht weglesen, auch durch das sehr gewollte “jugendliche”, es macht definitiv viele Anleihen bei den großen dieses Genres. Das Mutter-Tochter-Gespann kann man durchweg erkennen – aber hey – es ist spannend, mitreissend und es vermischt alles schon dagewesene mit einer neuen Idee (eine große Faszination ist für mich dabei durchaus die äußere Gestaltung, die auch im Buch eine Rolle spielt) . Ich fühlte mich einfach gut unterhalten und statt nur zu schmachten, hat die Story definitiv Potential, die Charaktere werden soweit angerissen, das man sich auf die nächsten Bände stürzen möchte.

Und für mich fast der größte Vorteil und Hauptgrund, das ich das Buch gut bewerte – die Heldin hat was im Kopf und wirkt durchweg sympathisch. Weiter so, Zoey!

Dein Herzensprinz, Prinzessin – Meg Cabot

Mit diesem zehnten Band findet die Reihe um Prinzessin Mia ihren Abschluss, pünktlich zur Volljährigkeit der Prinzessin. Mir hat er wieder deutlich besser gefallen als Band 9, den ich als etwas karg empfand. Hier ist wieder der Charme der Vorgängerbände zu spüren, das Drama, die herrische Grandmeré von Mia, die Liebe und die Frage – wer ist denn nun der Herzensprinz? Und natürlich: jede Menge Chaos. Außerdem sorgen Mias erste schriftstellerische Versuche für Abwechslung. Für mich ein gelungenes Ende!

Super Agoraphobie Therapie – Tish Cohen

Dieses Buch war davon geprägt, das ich laut kichernd Sätze daraus vorgelesen habe und mich königlich amüsiert. Jack Madigan ist der Sohn eines berühmten, verstorbenen Sängers. Aufgrund seiner recht traumatischen Kindheit hat Jack sich zum Agoraphobiker entwickelt, verlässt seit Jahren nicht sein Haus und entwickelt mitunter recht eigentümliche Methoden um über die Runden zu kommen. Als sein Haus von der chaotischen (und völlig unbegabten) Immobilienmaklerin  Dorrie verkauft werden soll, weil die Tantiemen seines Vaters nicht mehr fließen, wehrt sich Jack. Und wie ein Agoraphobiker das tut, das ist mehr als lesenswert. So witzig, gleichzeitig sympathisch und locker wurde lange nicht mehr über einen augenscheinlichen “Loser” geschrieben.

Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele – Suzanne Collins

Als dieses Buch in meine Hände kam, wusste ich: Das muss ich lesen! Die “Gregor”-Reihe” von Suzanne Collins habe ich geliebt (ist auch weiterhin eine meiner absoluten Empfehlungen!) Hier nun ist ein Buch geschrieben worden, das ab 13 bis ins Erwachsenenalter sehr viele Leute restlos begeistern wird. In Panem werden jährlich die “Hungerspiele” durchgeführt, um die Bewohner der einzelnen Distrikte daran zu erinnern, das ihre Regierung immer noch das Sagen hat. Die auserwählten “Tribute” (per Los gewählt, 2 Kinder zwischen 12 und 18) werden vorher trainiert, müssen sich selbst darbieten, in einer Art Show (dahinter klingt doch die Kritik an Casting-Shows und ähnlichem sehr deutlich durch). Dann müssen in einer großen Arena alle und jeder gegen jeden antreten – bis  zum Schluss einer übrigbleibt…

Klingt grausam? Ist es auch. Das Buch ist aber einfach genial geschrieben, die Spannung erhöht sich von Kapitel zu Kapitel, ich habe total mitgefiebert! Die Geschichte von Katniss, die sich freiwillig meldet um ihre Schwester Prim vor dem sicheren Tod zu bewahren, hat einfach Sog-Wirkung.  Mehr möchte ich garnicht verraten, aber ich kann dieses Buch nur absolut empfehlen! Zum Glück wird es auch eine Fortsetzung geben!