Jenseits des Meeres liegt die ganze Welt – Audur Jonsdottir

Wenn Island schonmal Gastland ist, will man natürlich auch ein Buch aus der Feder eines Isländers lesen. Allerdings ist das oftmals düstere, dramatische meist nicht so mein Fall – weshalb ich zu diesem Buch griff, das mir ein wenig aus der Reihe zu fallen schien – ein schöner Titel, ein helles Cover. Und es entfaltete sich vor meinen Augen ein recht leiser Roman, mit einer ganz eigener Dramatik innerhalb eines kleinen Kosmos. Dieser zeichnete für mich aber ein ganz großes Bild von den Isländern, ihrem Leben und ihrem Land. Hat mir wirklich gut gefallen!

Die Finkler-Fragen – Howard Jacobson

Gleich vorneweg: dieses Buch kann man nicht mal so eben lesen. Man muss durchaus ein wenig dranbleiben und ein gewisses Interesse für das Jundentum und seine Bräuche mitbringen. Bleibt man aber dran, so wird man belohnt mit einem Roman der gespickt ist mit Witz und Scharfsinn. Mitunter bitterböse nimmt sich Jacobson seinen ziemlich neurotischen Figuren an und lässt vorallem seine Hauptfigur im Geiste ganze Schlachten mit sich selbst ausfechten (manchmal ein klitzekleines bisschen langatmig, aber das verzeihe ich). Richtig tolle, ungewöhnliche Literatur und nicht umsonst mit dem Booker Prize ausgezeichnet.

Die Manana-Kompetenz – Jung/Storck

Für mich funktioniert die Manana-Methode gut – der Ratgeber ist klar gegliedert, liest sich schnell und hat die wissenschaftlichen Aspekte ansprechend verpackt. Habe nach dem Lesen einige Methoden in den letzten Wochen praktiziert und empfinde sie als griffig und gut einsetzbar im Alltag. Kurzgefasst geht es bei Manana um Entspannungsmomente trotz oder gerade wegen Stress – den ja so ziemlich jeder kennt und hat.

Die Maschen der Frauen – Kate Jacobs

Der Titel ist leider selten dämlich übersetzt das Original “The Friday Night Knitting Club” spricht mich doch viel mehr an…. Ein echtes Wohlfühl-Sonntags-auf-dem-Sofa-Buch mit tollen Figuren, die zwar teilweise etwas schemenhaft bleiben, aber das tut dem keinen Abbruch. Lässt sich super lesen, hat Herzenswärme und macht total Lust auf Stricken :-D. Und hat mich durch alle Gefühlslagen einmal durchgeschleust von Lachen zu Weinen, diese Geschichte von Georgia Walker, Besitzerin eines Strickladens und ihrer Tochter, die sie alleine großzieht…. Ich finde, sowas braucht es zwischendurch einfach mal! Von aussen hätte ich das dem Buch wirklich nicht zugetraut…Daumen hoch!

Schön machts nicht, aber glücklich – Leonie Jakobs

Das Buch trägt den Untertitel “Ein ehrlicher Schwangerschaftsroman”. Und diesen Untertitel trägt das Buch zurecht. So einiges habe ich in letzter Zeit angesehen, angelesen und eher genervt wieder weggelegt…Dieses Buch hingegen hatte ich innerhalb eines vergnüglichen Nachmittages durch und dachte nur: So isses! Sehr angenehm und mit Leichtigkeit geschrieben, nicht belanglos, sondern mit allem, was eine schwangere Frau so umtreibt. Ausserdem hat Jakobs mich einige Male zum Lachen gebracht und macht den Eindruck, sie könne auch über sich selbst lachen – für mich ein wirklich schöner Einstieg in die Schwangerschaft!

Sunwise Turn: Zwei Buchhändlerinnen in New York – Magde Jenison

Dazu kann man nur sagen: Ein Buch das von der Liebe zu Büchern, Literatur und Kunst lebt. Erstaunlich wie wenig sich teilweise etwas geändert hat im Buchhandel, bedenkt man, das dieses Buch aus den 20er Jahren stammt. Einfach eine Hommage an Bücher und das Verkaufen derselben. Klug und klar geschrieben, sicherlich auch ein bisschen missionarisch – aber wer findet es nicht charmant, wenn man über Bücher ins Schwärmen gerät?

Mein liebster Satz: “In einer Buchhandlung kann alles mögliche passieren”

Ein kleines, besonderes Buch das ich sehr gerne ans Herz lege!

Bis ans Ende aller Tage – Jodi Picoult

Ich habe es innerhalb eines Tages gelesen, das sagt sicherlich ein bisschen was aus . Picoult schreibt so, das man wirklich sehr schlecht aufhören kann zu lesen. Noch dazu habe ich bei ihr das Gefühl, wirklich gut recherchierte Sachverhalte zu lesen. Ist wirklich ein “Schmöker”, die Geschichte hatte mich mal wieder fest in der Hand und die Grenzen zwischen Gut und Böse waren herrlich verwischt. Auch ihr Thema (2 Familien und ihre Kinder wachsen nebeneinander auf, die Kinder Emily und Chris werden zu einem Liebespaar – bis eines Tages Emily tot aufgefunden wird – und an ihrer Seite Chris…) war ungewöhnlich, spannend und bot reichlich Potential um das Buch bis zur letzten Seite spannend zu machen.

Spielregeln der Liebe – Hans Jellouschek

Saß ich ja ein Weilchen dran, weil ich das immer in Etappen gelesen habe, geht mir bei Sachbüchern meistens so. Fand das Buch klasse, es wurde sehr viel angerissen an Beziehungsthemen, so das man wirklich für viele Situationen eine Anregung hatte wie damit umzugehen ist. Da ich bei den meisten Ansichten des Autors nur nicken konnte – mir hat das Buch wirklich weitergeholfen. Nicht zu wissenschaftlich geschrieben, aber auch nicht im Zeitschriften-Stil.