Last Lecture (Die Lehren meines Lebens) – Randy Pausch

Der Mann wird sterben, er hat Bauchspeicheldrüsenkrebs..(Er starb 2008). Letztes Jahr (2007) hat er seine “Last Lecture” (eine Tradition an amerikanischen Unis von Profs, die eben ihre “letzte” Vorlesung” halten). Nur das es in seinem Sinne eben wirklich die letzte ist. Vorrangig für seine 3 Kinder hat er diese gehalten. Sein Credo ist es – Lebt für eure Kindheitsträume. Das Buch ist eine Art Zusammenfassung der Vorlesung, ergänzt durch Fotos etc. Einerseits hat mich der Lebenswille und die Liebe zu seinen Kids (für die er Tonnen an Fotos & Videos macht, damit sie sich später an ihn erinnern können…) sehr beeindruckt. Und auch das der Mann wirklich einen Sinn in seinem Leben gefunden hat und auch einige schlaue Dinge in seinem Buch sagt. Manchmal wars mir trotzdem schon fast zu “krass positiv”. Er hat auf seine Art schon eine recht radikale Einstellung.
Habe nun angefangen mir die Vorlesung auf youtube anzuschauen, das hat sich bisher sehr gelohnt – der Mann hat Charisma…

Bis ans Ende aller Tage – Jodi Picoult

Ich habe es innerhalb eines Tages gelesen, das sagt sicherlich ein bisschen was aus . Picoult schreibt so, das man wirklich sehr schlecht aufhören kann zu lesen. Noch dazu habe ich bei ihr das Gefühl, wirklich gut recherchierte Sachverhalte zu lesen. Ist wirklich ein “Schmöker”, die Geschichte hatte mich mal wieder fest in der Hand und die Grenzen zwischen Gut und Böse waren herrlich verwischt. Auch ihr Thema (2 Familien und ihre Kinder wachsen nebeneinander auf, die Kinder Emily und Chris werden zu einem Liebespaar – bis eines Tages Emily tot aufgefunden wird – und an ihrer Seite Chris…) war ungewöhnlich, spannend und bot reichlich Potential um das Buch bis zur letzten Seite spannend zu machen.

Die kleine Kartäuserin – Pierre Péju

Nachdem der Buchhändler Vollard die kleine Eva angefahren hat, verbringt der schwermütige Mann mit dem großen Gedächtnis Tage an ihrem Krankenbett, im Gegensatz zur Mutter, die keinen Bezug zu ihrer Tochter findet. Stundenlang rezitiert er aus Büchern die er früher las … um das Koma zu brechen. Kein aufsehenserregender Roman. Aber klein, fein und schön und traurig mit einigen fabelhaften Sätzen drin.

19 Minuten – Jodi Picoult

War mein erstes Buch von der Autorin und wohl nun auch nicht das letzte. Etwas was im Innenklappentext erwähnt wird, trifft es genau: Ihre Bücher sind nicht literarisch. Auch nicht unbedingt “schön”. Aber sehr spannend, genau recherchiert und ihre Figuren wirken sehr eindringlich und menschlich auf mich. Ich habe es jedenfalls dann sehr schnell durchgehabt, weil es einen wirklich interessiert hat. Von der Handlung her kann man eigentlich kurz sagen: die Geschichte eines Amoklaufs aus der Sicht verschiedener Personen, mit Zeitrückblenden. Wirklich sehr gut verwoben, die Tragik jeder einzelnen Person wird gut dargestellt.

Der goldene Kompass (1-3) – Philipp Pullmann

Die letzten Tage habe ich “Der goldene Kompass” von Philipp Pullmann gelesen und jetzt sitze ich an den letzten etwa 100 Seiten vom zweiten Teil “Das magische Messer”. Jetzt wo der Film anläuft wollte ich die Bücher unbedingt vorher gelesen haben

Der erste Teil ist sehr spannend, allerdings bin ich jetzt beim zweiten nochmal ganz anders begeistert, es kommt mir fast wie zwei unabhängige Bücher vor. Mir gefallen die Namen und die vielen Einfälle, hier gibt es meiner Meinung nach keinen natürlichen Spannungsbogen sondern ständig eine Kehrtwendung, unterschiedliche Perspektiven, so das man nie weiss was auf der nächsten Seite kommt. Das empfinde ich als sehr ungewöhnlich.

Ich hatte angenommen, mehr einem Kinderbuch zu begegnen, jetzt würde ich es aber erst ab 12 empfehlen, fast schon 13. Es sterben doch einige Personen (und das fast “undramatisch”) und die Beschreibung von Soldatenheeren mit Maschinengewehren die auf einen Trupp Kinder zielen – also für einen 10jährigen finde ich das viel…Zudem gibt es ja auch noch einen politischen und naturwissenschaftlichen roten Faden den ich als Erwachsene schon nicht sofort verstehe – ich fände das etwas viel. Bei HP z.B. habe ich das Gefühl man wird langsam herangeführt an alles, hat Zeit sich zu gewöhnen, hier wird man direkt reingeworfen.

Trotzdem, es sind spannende, ungewöhnliche Bücher. Denke den dritten Teil werde ich heute noch beginnen..heute Abend geht es ins Kino … denke aber man kann das filmisch sehr schwer umsetzen, die Charaktere – ja, die sind sehr gut dazu geeignet, aber die vielen einzelnen Stränge der Handlung…das stelle ich mir schwer vor…[…]
Habe die Trilogie “Der goldene Kompass” jetzt durch und bin ganz klar der Meinung: Der erste Band ist ganz schön, fast eine eigene Geschichte. Der zweite Band ist total klasse, sehr spannend und gefällt mir richtig gut. Mit dem dritten habe ich mich trotz Spannung recht schwer getan – die Verwicklungen kirchlich/politisch waren zwar abzusehen, aber irgendwie waren da plötzlich soviele “Baustellen” an Leuten/Völkern/Meinungen – etwas zu viel des Guten. Zumal der Autor manchmal einfach Wendungen benutzt wo ich mir denke “Okay, das ist jetzt wieder Kinderbuch” und dann wieder was total heftiges passiert. Das ist einfach ein Stilbruch. Aber es gibt auch viele sehr schöne Szenen, Dr. Malone gefällt mir ziemlich gut z.B.

Ps: Vom Film war ich mehr als enttäuscht…

Wohin du auch gehst – Benjamin Prüfer

NEON-Leser können vielleicht mit dem Namen was anfangen. Ein junger Mann der auf einer Asienreise ein Mädchen kennenlernt, namens Syreko. Allerdings steht diese Beziehung unter keinem guten Stern – sie arbeitet als Prostituierte und hat eine recht heftige Krankheit – trotzdem sind die beiden seit 3 Jahren zusammen und haben nun auch geheiratet. Nachdem er seine Geschichte in NEON erzählte gabs ziemlich viele Leserbriefe dazu, eine Fortsetzung und nun gibt es ein Buch. Da mir sein Stil schon in den Artikeln gefiel, lese ich nun das Buch! […]

Das war richtig gut. Er schafft es, das was im Artikel zu kurz kam, tlw. etwas fragmentemässig rüberkam hier so zu schildern das man das Gefühl hat die Geschichte “komplett” zu haben, ein bisschen hinter die Fassade zu gucken. Er ist sehr ehrlich, schreibt auch über unangenehme Dinge, das gefällt mir gut. Habe mich zu keiner Zeit gelangweilt und finde es ein sehr interessantes Dokument einer Liebe – die wirklich nicht grade einfach ist. Lesenswert!

Mobbing – Anette Pehnt

Es wird in sehr knappen, einfachen Sätzen die Beziehung eines Paares geschildert die durch seine Kündigung (fristlos) ins Schleudern gerät.  Was nicht erzählt wird, was er ihr verschweigt kommt nach und nach ans Licht. So setzt sich die Geschichte der Kündigung und Vorgeschichte zusammen. Gut zu lesen, ein gut gezeichnetes Portrait, interessanter Blickwinkel.

Hendrikje, vorübergehend erschossen – Ulrike Purschke

Klasse Buch. Total abgedrehte Story, herrlich ironisch und die Hauptperson muss man mögen, so treudoof und naiv das man das ganze Buch durch grinst. Und diese Psychologin +grööhl+ Total nettes Buch für zwischendurch. Man versucht schliesslich nicht alle Tage, sich umzubringen – scheitert – und die Freunde bieten einem an, das für einen zu erledigen…