Das letzte Buch – Zoran Zivikovic

Ein Toter in der Buchhandlung. Zunächst geht man von einem Herzinfarkt aus, kurz darauf stellt sich aber heraus – der Tod hatte keine natürlichen Ursachen…Die Buchhändlerin verliebt sich kurzerhand in den ermittelnden, literaturstudierten Kriminalkommissar und gemeinsam fangen die beiden an, zu ermitteln – und auf was sie dabei stoßen ist witzig, skurril und manchmal äusserst abgefahren.

Liebevoll wird hier mit Literatur und Büchern, mit Macken und Schrullen gespielt. Auch wenn das Buch teilweise etwas schräg, manchmal auch fast banal herüberkommt – es hat was! Für Bücherliebhaber und Freunde schräg-komischer Literatur!

Die Bücherdiebin – Markus Zusak

Hat mir gut bis sogar sehr gut gefallen. Ich musste mich am Anfang etwas in den Stil einlesen, der Erzähler (der Tod persönlich) schweift ab und an in einer Beschreibung sehr ab und benutzt eine andere Schriftart, um manche Dinge (ohne erkennbares Muster) hervorzuheben. Aber das ist Geschmackssache und hat im Endeffekt nicht wirklich nachhaltig gestört. Dieses Buch erzählt von Liesel, der Bücherdiebin. Der Tod begleitet sie zwischen dem Ende der dreissiger Jahre und bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges. Liesel schafft es innerhalb dieses Krieges durch die Macht der Bücher und Worte ihre ganz eigene Welt zu schaffen – ihre eigene Art des Überlebens. Viel mehr möchte ich garnicht sagen, das braucht es bei manchen Büchern garnicht.

Es ist wirklich eine sehr besondere Sichtweise auf Deutschland und die Nazi-Zeit, kein zimperliches Buch, ein ehrliches, mit sehr bildhafter Sprache auf fast 600 Seiten. Ein Buch das ich wirklich als “All-Age” Titel verkaufen werde, weil es nicht nur Jugendbuch aber auch keine reine Belletristik ist, nicht umsonst gibt es von diesem Titel 2 Ausgaben.