Mit dem Litteraturtoget durch Norwegen – eine Pressereise (Teil II)

Von drei ganz unterschiedlichen Interviews und wie es sich anfühlt, ein Schiff über einen Fjord zu steuern.

Bevor wir nach einem langen Litteraturtoget-Tag in Egersund ankommen, liegt noch ein längerer Bustransfer vor uns. Die Stimmung hob sich beträchtlich, als Ellen und Sunniva Chips und Getränke hervorzauberten und im Bus breitete sich einmal mehr das Klassenfahrts-Gefühl aus. Neben mir lernt Ilke, kräftig unterstützt von unseren beiden Norwegerinnen, die ersten Brocken Norwegisch und wiederholt mit wahrer Engelsgeduld Merkformeln zur Aussprache.

Nach einiger Zeit kamen wir mit Halldór, der hinter uns saß, intensiver ins Gespräch und man hatte ein wenig das Bedürfnis, alles was er so erzählte, wie bei einem Interview aufzeichnen zu wollen, so interessant sind die Geschichten und Anekdoten, von denen er uns berichtet, Bücher von denen er schwärmt. Übrigens –  die 864-Seiten starke (!) Biographie über Halldór Laxness stammt aus Halldór Gudmundssons Feder! Nur kurz wurde er unterbrochen – als der Fahrer uns darauf hinwies, dass wir gleich das “Pferd” sehen werden. Und wirklich wahr – mitten in der norwegischen Nacht stand da plötzlich ein Pferd auf der Brücke, unter der wir durchfuhren und aus einem spontanen Wortspiel heraus tauften wir es Horst, the Horse. Ilke schaffte es geistesgegenwärtig, ein Foto zu schießen.

Egersund und das erste Interview

Am nächsten Morgen bekamen wir direkt nach dem Frühstück die Gelegenheit, Monica Isakstuen zu interviewen. Eine besonders schöne Gelegenheit, weil mir ihr Buch ausgesprochen gut gefallen hatte – auf Instagram schrieb ich kurz vor der Abreise:

Dieses kleine Buch entwickelte mächtig viel Wumms. Eines von den Büchern, die wehtun, in ihrer Offenheit und schonungslosen Ehrlichkeit. Die Geschichte einer Trennung, in kleinen, teilweise schon bruchstückhaften Episoden, Erinnerungen, Erlebnissen. Hat mir sehr gut gefallen!

Elternteile erschien vor zwei Jahren in Norwegen und im Februar 2018 in der deutschen Übersetzung von Ina Kronenberger bei Eichborn. Außerdem wurde es u.a. ins Schwedische, Dänische und Bulgarische (!) übersetzt. Mittlerweile wird das Buch auch bei vielen Familientherapeuten in der Praxis eingesetzt und Monica Isakstuen ist “quite touched“, wie sehr ihr Buch auch andere in dieser Situation berührt.

Als sie gefragt wurde, warum sie den bruchstückhaften Stil des Buches gewählt hat, kleine Episoden, die manchmal nicht mal eine Seite füllen, lächelte sie und sagte “Ich habe kleine Kinder – ich musste einen Weg finden, in den kleinen Pausen, die mir bleiben, zu schreiben.” Man brauche, “nicht soviel Zeit – aber man brauche Disziplin“. Und selbst, wenn man jeden Tag nur eine halbe Stunde zum Schreiben käme, dafür aber jeden Tag – kann das auch reichen.

Ihr neues Buch werde voraussichtlich im Herbst in Norwegen erscheinen und, das hoffe ich sehr, vielleicht zur Buchmesse 2019 dann auch in Deutschland. Das Gespräch mit Monica Isakstuen war sehr angenehm, eine kluge und intelligente Frau, mit der man sich gerne unterhält und die sich viel Zeit für unsere Fragen genommen hatte.

In Egersund erwartete uns am Vormittag eine kleine Stadtführung, bei der wir die Ortschaft näher kennenlernten und uns an den malerischen Häusern kaum sattsehen können.

Mit Ilke von Buchgeschichten in Egersund

Nach der Stadtführung nutzten wir die Zeit um noch ein wenig durch Egersund zu bummeln, vor dem Hotel einen weiteren Kaffee zu trinken und ein wenig Berichterstattung via Twitter und Instagram auf den Weg zu bringen.

Danach wurde es Zeit, in die Bibliothek aufzubrechen – auch dort war bereits alles wieder auf den Besuch der Kronprinzessin eingestellt und als wir schnell den von Kindern mit Norwegenflaggen und kleinen Kronen auf dem Kopf gesäumten Gang entlangeilten, fühlten wir uns schon auch ein wenig “royal

Im Gespräch mit Kronprinzessin Mette-Marit erzählte Isakstuen den anwesenden Schulklassen, dass sie zu Schulzeiten kein großes Interesse am Lesen und Schreiben gehabt hätte. Als 2004 ihr Vater starb, wurde ihr Interesse geweckt – mittlerweile ist sie Vollzeitautorin. Sie sagte, dass sie “zuerst schreibe, die Form komme danach“. Auch erkenne sie natürlich die Gefühle ihrer Protagonistin, die sich im Roman mit den Folgen ihrer Trennung auseinandersetzt – sie ist selbst geschieden und lebt mit ihren Kindern das 50/50-Wechselmodell. Während in den Pressereihen munter mitgeschrieben wird, merkten wir dem ein oder anderen Schüler die nachlassende Aufmerksamkeitsspanne an. Obwohl Monica Isakstuen ein eine interessante Gesprächspartnerin mit einem hervorragenden Buch ist, fragte ich mich leise, ob ich mich als Acht oder Neuntklässlerin bereits für diese Art von Literatur hätte begeistern können – vermutlich (leider!) eher nicht.

Zurück in den Litteraturtoget!

Als wir am Bahnhof ankamen und uns wieder im Zug einrichteten, gab es auch dort am Bahnsteig wieder ein buntes Abschiedsprogramm. Unser Norla-Team hatte sich währenddessen überlegt, uns nach zwei Veranstaltungen auf Norwegisch (denen wir ja leider nur im Nachhinein durch die Übersetzungen folgen konnten), den nächsten Programmpunkt in Ogna, das Gespräch von Lyriker Helge Torvund mit dem Autor und Journalisten Fredrik Wandrup zugunsten einer kleinen Verschnaufpause für uns ausfallen zu lassen. Da Ogna direkt am Meer liegt, kam schnell die Idee auf, den zweistündigen Aufenthalt mit einem kurzen Meerspaziergang zu verknüpfen. Ein wenig schade fand ich das schon, hatte ich mich doch speziell auf Helge Torvund gefreut, der als Twitter-Poet angekündigt wurde,  die Aussicht darauf, erstmal nichts zu verstehen dämpfte diese Vorfreude allerdings. Und nach dem vielen Input der letzten Tage fand ich die Vorstellung einer frischen Meerbrise verlockend.

Umsogrößer meine Freude, als ich feststellte, dass Helge Torvund bereits an Bord war. Als ich es schaffte, mich vorzustellen und ihn fragte, ob wir vorab sprechen könnten, weil wir aufgrund der Sprachbarriere nicht anwesend sein würden, konnten wir zwei, drei Sätze wechseln, bis er zu den Vorbereitungen auf das Gespräch mit der Kronprinzessin das Abteil wechseln muss. Leider verstehe ich ihn miß und verabschiede mich in dem Glauben, später nochmal eine Gelegenheit zum Interview zu haben, doch wir sehen uns nicht wieder – vorerst!

“Wir nennen es Arbeit” am Strand von Ogna

Als wir, Sand in den Schuhen und erfrischt vom kühlen Nass in den Zug zurückkehren, treffen wir im Caféwagen auf eine ältere Dame, mit der wir uns so nett über den Literaturzug unterhielten, dass wir versucht waren, sie als weitere Journalistin an Bord zu schmuggeln um noch länger mit ihr zu sprechen. Das war auch das besondere Highlight des Literaturzugs für mich, dass jede*r Interessierte*r sich, bestens versorgt durch Kaffee und Zimtrollen aus dem Caféwagen durch das Bibliotheksabteil stöbern, und u.a. auch die Lieblingsbücher von Mette-Marit entdecken konnte, die in einem seperaten Regal untergebracht sind. Ein paar Lieblingsbücher teilen wir, unter anderem die Mumins, eine große Liebe für Haruki Murakami und “Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort” von Jostein Gaarder.

Als wir bereits wieder im rollenden Zug sitzen, bekomme ich eine überraschende Nachricht auf Twitter – von Helge Torvund!

HT: I am so sorry that we didn’t get to talk anymore at all, but feel free to ask questions here. I would like very much to have a dialoge with one that is interested in Twitter-Poetry!

Ich bin aufrichtig begeistert. So eine nette Geste und so freundlich von ihm, sich direkt bei mir zu melden. Zwei Fragen stelle ich ihm und er beantwortet sie so wunderbar, dass ich seine Antworten am liebsten direkt über meinen Schreibtisch hängen wollte – doch lest selbst:

Twitter-Interview mit Helge Torvund

Pinkfisch: What do you like most about Twitter-Poetry?

Helge Torvund

HT: One of the thing I like is the immidiate response that I can get. And that I can reach many readers in i minute.

I have also liked very much to reach people who doesn’t usually read much poetry. To make them curious and ask: “Hi, what is this? That’s nice!”

I used to translate (from English) one Japanese haiku EVERY DAY – for some years, and people got addicted! You must never stop, we need our daily haiku! – That was a very interesting observation.

HT: What would I tell a young poet? Well, I have in fact been teaching poetry online for 16 years, and what I tell is: – Trust your own experiences. No one else have exactly the same experiences as you. Trust your own words. Poems are made by words. And your words are as good as anybody elses.

And I would say: Read! Find out what kind of poems that touches your heart. Study those poems. What are the poets doing in those poems. Why do they have this special effect on you as a reader. Can you do the same? In your words, from your

Du legst deine Hand in meine. Die Welt macht eine Pause. (c) Helge Torvund

own experiences?

Thank you, Helge Torvund, for answering my questions so perfectly! Leider konnte ich bisher keine Publikationen von diesem Autor in Deutschland ausmachen – könnten wir da vielleicht etwas dran drehen, liebes Norwegen? Pretty please und tusen takk ? Ich würde so gerne mehr von ihm lesen!

Etwas müde, aber verwöhnt von den wunderbaren Ausblicken aus den Zugfenstern kamen wir in Stavanger an, nicht ohne zuvor nochmal intensiv das Bibliotheksabteil durchstöbert zu haben. Wir verabschiedeten uns, schon leicht wehmütig vom Zug – wohlwissend allerdings, dass noch ein weiteres, nicht ganz alltägliches Fortbewegungsmittel am Abend auf uns warten würde.

Eine Seefahrt, die ist lustig…

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel trafen wir uns alle am Stavanger Hafen wieder. Dort wartete bereits das Traditionsschiff MS-Sandnes auf uns, welches uns noch einen ganz besonderen Blick auf die Schönheit Norwegens ermöglichen sollte – auf dem Lysefjord!

Doch nicht nur der Ausblick war preiswürdig, auch die beiden anwesenden Autoren waren es. Carl Frode Tiller , dessen Bücher in Deutschland bei btb erscheinen und Jostein Gaarder (zu diesem Namen muss ich wohl kaum noch etwas sagen, oder?) gaben sich die Ehre.

Auf dem Schiff selbst herrschte eine tolle Atmosphäre. Für die Gratis-Tickets konnte man man sich bewerben, das Schiff war allerdings innerhalb kürzester Zeit “ausverkauft”! Wieder bereute ich es, kein Norwegisch zu sprechen. Jostein Gaarder wirkte im Gespräch mit seiner Lektorin Mia Bull Gundersen herrlich energiegeladen, gestikuliert wild und überhaupt – man würde diesen Autor gerne mal zu einem langen Abendessen bei sich einladen. Obwohl ich einige Romane Gaarders gelesen hatte, gab es irgendwann eine Lücke, manchmal geht einem ein Autor auf dem Weg “verloren” – doch nach diesem kurzen Kennenlernen ist die Lust auf seine Bücher – passenderweise soll bald wieder ein neuer Roman erscheinen, neu geweckt!

Vom zweiten Gast des Abends, mit dem die Kronprinzessin selbst eine Stunde spricht, hatte ich bisher noch nichts gelesen, umso gespannter bin ich, nun im Nachgang zum Beispiel “Kennen Sie diesen Mann?” zu lesen – auch hier wird vor der Buchmesse 2019 noch etwas Neues erscheinen.

Auf dem Lysefjord unterwegs
Happy!

 

 

 

 

 

Zwischendurch schlenderte ich neugierig auf dem Schiff herum, bis ich auf der Brücke stand. Dort kam ich mit einem netten Herrn der Schiffsbesatzung ins Gespräch, der, nachdem ich mich als deutsche Bloggerin outete, mühelos ins Deutsche wechselte und mich ins Ruderhaus bat. Dort standen sechs Mitglieder der Besatzung und ich scherzte herum, dass sie wohl alle abwechselnd mal ans Steuerrad dürften – was mir sogleich das Angebot bescherte, doch selbst einmal kurz das Steuer zu übernehmen. Ein bißchen kribbelte es schon, als ich das schwere Holz an den Händen spürte – so ein großes Schiff lenkt man ja nun nicht alle Tage! Sogar an ein Erinnerungsfoto für den Blog dachte die Besatzung – und ich versprach ihnen schmunzelnd, ihren Einsatz lobend auf Pinkfisch.net zu erwähnen. To the Crew of the MS Sandnes – Thank you for your kindness and spontaneous invitation! I loved this experience!

Als wir uns dem Höhepunkt der Fahrt nähern, dem berühmten Predigerstuhl, (Preikestolen auf norwegisch, der sich in Rogaland befindet) ergab sich für uns noch einmal die kurze Gelegenheit, mit der Kronprinzessin ins Gespräch zu kommen. Auf die Frage, ob sie manche Bücher gerne nochmals lesen würde, sagte sie, dass es viele Bücher gäbe, die sie mehrfach lesen würde. Dass ein Buch immer etwas anderes für einen bedeuten würde, wenn man es in einer anderen Phase seines Lebens erneut läse – das Buch bekomme nochmal etwas ganz Neues. Stolz sei sie, auf die norwegischen Autorinnen und Autoren und hoffe, dass die Frankfurter Buchmesse dabei helfen kann, norwegische Literatur noch bekannter zu machen.

Als wir gegen 23 Uhr wieder im Hafen ankamen, konnten wir kaum glauben, dass es bereits so spät sein sollte, war es doch noch erstaunlich hell. In aufgedrehter Stimmung gab es das ein oder andere Erinnerungsfoto und ein paar Hartgesottene trafen sich noch auf einen Absacker in der Hotelbar, wo Halldór uns erklärt, was der “typische Norweger” sich zum Einschlafen ansehen würde. Rät es jemand…?

Am nächsten Morgen frühstückten einige von uns noch zusammen, erzählten dem Norla-Team von unseren Highlights der Reise und sprachen erneut über das Schreiben, Literatur und Bücher. Fest vorgenommen haben wir uns, uns alle spätestens ins Frankfurt wiederzusehen und auch unsere Pressetruppe ist nach der Reise einhellig der Meinung – wir würden gerne noch mehr von diesem Land kennenlernen!

Auf dem Weg zum Flughafen habe ich dann noch eine lustige Verwechslungs-Begegnung, die mich sehr zum Lachen brachte – die Lady schweigt und genießt Während draußen die Landschaft an uns vorbeizieht, versuchen Ilke und ich in Worte zu fassen, was diese Reise für uns bedeutet hatte, bekommen immer mal kleine Gefühlszipfel zu fassen um dann wieder müde und beglückt aufzuseufzen – es war schlicht unbeschreiblich!

Eine sehr glückliche Pinkfisch auf dem Lysefjord
Was bleibt, von dieser Reise?

Ich glaube, was für mich den Literaturzug zu einem besonderen (und nachahmenswerten!) Projekt macht ist, dass hier wirklich ein großes und klares Zeichen für das Lesen gesetzt wird. Dass hier sehr viel Organisation und Planung eingesetzt wird, um Leute neugierig auf Literatur zu machen, um ihnen zu zeigen, hej, wir finden das wichtig und machen uns dafür stark. Wir konnten erleben wie intensiv Mette-Marit sich auf die Veranstaltungen vorbereitete, wieviel Freude ihr dieses Projekt als Leserin bereitete. Da wurde keine Agenda abgearbeitet, weil das “gut ankommt” sondern ein Herzensanliegen mit den Norweger*innen geteilt. Und von einer solchen Begeisterung für Bücher kann es nie, niemals genug geben!

Während wir fuhren dachte ich, dass der Literaturzug ruhig öfter fahren könnte. Natürlich ist es sicherlich nicht immer mit dem vollen Rahmenprogramm und der Anwesenheit der Kronprinzessin möglich, dennoch wäre es großartig, das Bibliotheksabteil öfters einsetzen zu können, mit festgelegten Halten, damit noch mehr Norwegerinnen und Norweger stöbern und entdecken können. Vielleicht kann man hier noch weiter denken – würde ein ähnliches Projekt in Deutschland Schule machen, melde ich mich schon mal freiwillig zur zeitweisen Betreuung des Bibliotheksabteils…

*Diese Pressereise wurde organisiert und durchgeführt von Norla, Literaturtest und dem norwegischen Königshaus *

Mein großer Dank gilt allen, die das möglich gemacht haben, allen voran aber Krystyna von Literaturtest, Ellen, Sunniva und Halldor von Norla und nicht zuletzt meinem Mann, der mir ohne Wenn und Aber den Rücken freigehalten hat. 

Ebenso ein herzlicher Dank an unsere wunderbare Truppe: 
Barbara, Christina, Hans-Peter, Ilke, Katja, Katharina, Stephan und Ulrike! Es war mir eine Freude und ich würde jederzeit wieder einen Zug mit euch besteigen!

Weitere Berichterstattung:

Zum ersten Teil meines Norwegen-Berichts, bitte HIER klicken! Außerdem auf meinem Instagram-Account, u.a. alle Stories in den Highlights.

Hans-Peter Kunisch schrieb in der SZ: Die Königliche Hoheit liest, redet und reist

Katharina Borchardts Beitrag bei DLF: Literaturzug, nächster Halt Buch

Ilke Buchgeschichten auf Youtube: Im Literaturzug I.K.H. Kronprinzessin Mette-Marit

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