Süß wie Schattenmorellen – Claudia Schreiber

Ein Gefühl für schräge, herrlich skurrile Gegebenheiten hat Claudia Schreiber, das muss man ihr lassen. Ganz in Tradition von “Emmas Glück” hat dieser Roman wieder sehr eigenwillige Hauptpersonen die, es scheint in einer völlig anderen Welt leben – und doch ist es nur Nordhessen. Einige Dorfbewohner dieses Landstriches sind so lebendig gezeichnet das man sich fragt, wo genau dieses Dorf liegt – denn das muss es wirklich geben. Der Roman zündet, für mich vorwiegend auf den ersten 150 Seiten, total. Leider – und das tut mir richtiggehend weh, weil ich diese Autorin nach einigen Lesungen bei uns wirklich sehr mag – fällt die Geschichte für mich dann kontinuierlich ab. Vielleicht ist das gewollt, es soll nicht gefallen, es soll anecken und polarisieren – ich war aber irgendwie frustriert ob der Ereignisse, konnte mich nicht mehr einfühlen. In seiner Gesamtheit ist das Buch trotzdem lesenswert! Und der Schluss gibt ja auch einiges her – an Diskussionsstoff!

2 thoughts on “Süß wie Schattenmorellen – Claudia Schreiber”

  1. Interessant! Eben lese ich, was du schreibst – danke für die Lektüre, danke für die Komplimente bis Seite 150.
    Interessant ist, dass es genau das Gegenteil gibt, ich kenne z.B. zwei Leser, die sagen, die ersten 150 Seiten sind so eigenartig, und dann endlich wird es ein gutes Buch. Vorher ist es herrlich skurril, danach wird es ernst – für die Hauptfiguren, die Lage, die Stimmung.
    Ich freue mich enorm auf eine Auseinadersetzung damit, eine Diskussion.
    Danke für deinen Beitrag dazu,
    Claudia Schreiber

  2. Hej Claudia,

    Ja, ich freue mich auch schon sehr auf deine Lesung bei uns – man darf ja nicht direkt vorgreifen, daher mal schauen inwieweit wir diskutieren können Aber es gibt jedenfalls genug Stoff dafür!

    See you soon!

    Sarah – (übrigens fand ich die Auftakt-Lesung mit den 2 jungen Herren mit Gitarre grandios – hab einen netten Artikel drüber gelesen)

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