Über uns Stille – Morton Rhue

Eigentlich mag ich Morton Rhue. Eigentlich mochte ich auch dieses Buch, welches sich mit einem fiktiven Atomangriff befasst – und der einzigen Familie innerhalb einer Straße, die wirklich einen Bunker baute, um zu überleben. Als der Angriff stattfindet, muss die Familie viele Entscheidungen treffen – zum Teil um Leben und Tod, denn der Zufluchtsort ist an sich nur auf die Familie ausgerichtet. Rhue hat hier ein, ich denke mal durchaus nicht ganz unrealistisches, Bild einer Katastrophe gezeichnet. Und doch überzeugt es mich nicht komplett – denn auch wenn es ein Jugendbuch ist, ist mir manches zu verknappt, zu vereinfacht gedacht (im Vergleich dazu ist „Die Welle“ obwohl nicht umfangreicher, viel anspruchsvoller, weil auch vieles zwischen den Zeilen stattfindet). Es ist insofern in Ordnung, weil es einen ganz guten Einstieg ins Thema bietet, allerdings würde ich es erst ab 14 empfehlen und mich dann fragen, ob mit 14, 15, 16 nicht schon deutlich „massivere“ Literatur zugemutet werden kann, mit mehr Inhalt und Gewicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.